„Abwarten und Tee trinken“ – was steckt in dem beliebten Heißgetränk?
Getränke

„Abwarten und Tee trinken“ – was steckt in dem beliebten Heißgetränk?

„Tee zu servieren, zeugt von Geschmack für das Erlesene, denn Tee macht gesellig und höflich, er ist anregend und bescheiden.“ (John Galsworthy, engl. Schriftsteller und Dramatiker)

Tee ist nach Wasser das gefragteste Getränk der Welt. In jeder Kultur wird Tee anders zubereitet. Mal mit Milch, mal mit Zucker und manchmal auch mit Sahne.

Unabhängig von den kulturellen Gepflogenheiten, wird Tee oft eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Daher steht er auch häufiger in Konkurrenz zum angeblich „schlechten“ Kaffee. Ob Teetrinker tatsächlich gesünder leben, ist noch nicht eindeutig bewiesen. Das Heißgetränk enthält jedenfalls so einige gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe – manchmal allerdings auch weniger gesunde Bestandteile:

Infografik - Tee Inhaltsstoffe und Schadstoffe

Wenn du jetzt neugierig geworden bist, haben wir hier noch ein paar interessante Fakten über Tee, die du möglicherweise noch nicht kanntest.

Teepflanze: Jede Teesorte wird aus den Blättern der Camellia-Teepflanze gewonnen. Die verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen entstehen je nach Verarbeitung, Herkunft, Blattgröße und je nachdem, aus welchem Teil der Pflanze der Tee hergestellt wurde. Ob aus Teeblättern schwarzer oder grüner Tee entsteht, hängt davon ab, ob die Teeblätter gegärt werden.

Bezeichnung: Bei uns wird der Begriff Tee übergreifend für alle Sorten verwendet. Im Teetrinker-Land Großbritannien wird mit „tea“ lediglich „echter“ Schwarztee bezeichnet. Kräuter- und Früchtetees nennt man dort „infusion“.

Früchtetee: Denn streng genommen ist Früchtetee kein echter Tee. Ebenso Kräutertee. Sie sind vielmehr teeähnliche Erzeugnisse. Dazu gehört auch der bekannte Rooibos-Tee. Diese „Teesorten“ enthalten kein Koffein.

Arzneitee: ist ein Arzneimittel und unterliegt damit strengen Qualitätskontrollen. Außerdem muss die beworbene Wirkung nachgewiesen sein. Tee kann bei leichten Beschwerden Linderung verschaffen. Auch schwarzer Tee, der mindestens zehn Minuten gezogen ist, kann zum Beispiel bei Magen-Darm-Problemen helfen.

Teeproduktion: Der Produktionsprozess besteht aus drei Stufen:

  1. Tee-Ernte
  2. Verarbeitung
  3. Veredelung

Das Anbaugebiet hat Einfluss auf die Qualität des Tees. Die Teepflanze kann überall dort angebaut werden, wo das Klima feucht und warm ist. Nach dem Pflücken wird der Tee oft bereits noch auf der Plantage aufbereitet und der fertige Tee wird exportiert. Tee, der aus bekannten Anbaugebieten stammt, trägt auch die Anbauregion im Namen: „Darjeeling“ ist ein Anbaugebiet am Himalaya, „Assam“ liegt in Nordostindien.

Zubereitung

Wasser: Um den Tee zuzubereiten, wird heißes Wasser aufgegossen, in dem der Tee ziehen kann. So weit bekannt! Das Wasser sollte idealerweise zunächst kochen, um mögliche Schadstoffe abzutöten. Schwarzer Tee soll mit kochendem Wasser aufgegossen werden, wohingegen das Wasser für einen grünen Tee auf etwa 70 bis 80 °C abkühlen sollte. Auch der Härtegrad des Wassers spielt für das Aroma deines Tees eine Rolle. Weiches Wasser ist geschmacksneutraler, weshalb sich das Tee-Aroma perfekt ausbreiten kann.

Ziehzeit: Die Ziehzeit ist für den Gehalt an Gerbstoffen und Koffein im Tee entscheidend und wirkt sich damit auch auf Geschmack und Wirkung des Tees aus:

Nach dem Aufguss wird zuerst das Koffein freigesetzt: Tee, der nur zwei bis drei Minuten gezogen ist, hat eine anregende Wirkung.

Zieht der Tee dagegen länger (4–5 Min.), werden auch die Gerbstoffe ins Teewasser abgegeben. Gerbstoffe binden das Koffein und wirken beruhigend auf Magen und Darm. Du interessierst dich für gesunde Ernährung? Unsere AOK-Experten beraten dich gerne individuell bei Fragen und Problemen.