Achtung, Zuckerfalle!
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Achtung, Zuckerfalle!

Wer auf eine gesunde Ernährung achtet, der wird sicherlich versuchen, industriell hergestellten Zucker auf ein Minimum zu reduzieren. Die Risiken erhöhten Konsums sind inzwischen hinreichend bekannt. So kann ein dauerhaft hoher Konsum zu Gewichtszunahme und chronischen Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes mellitus Typ 2 und Karies, führen. Ein hoher Zuckerspiegel kann zudem zu Arterienverkalkung beitragen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.

Dennoch nehmen wir täglich Zucker zu uns – bewusst wie unbewusst. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, die tägliche Aufnahme freier Zucker auf unter zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr zu begrenzen. Damit entspricht die Empfehlung der DGE der Weltgesundheitsorganisation (WHO), diese rät: Nicht mehr als zehn Prozent, idealerweise nur fünf Prozent der täglichen Kalorienzufuhr als Zucker aufzunehmen. Das entspricht einer Menge von circa 50 Gramm für Erwachsene bzw. 25 Gramm (6 Teelöffel) für Kinder.

Klar ist, dass es sich hierbei lediglich um eine Richtlinie handelt. Dennoch nehmen wir – meist unbewusst – deutlich mehr und damit zu viel Zucker zu uns. Schuld daran sind oftmals regelrechte Zuckerfallen. Also Produkte, bei denen man gar keinen hohen Zuckergehalt vermuten würde.

In der Infografik decken wir ein paar dieser Zuckerfallen auf:

Infografik - Die zuckerreichsten Lebensmittel

Schnell wieder hungrig

Zucker liefert dem Körper eine Menge an Energie – allerdings nur kurzfristig. Nehmen wir beispielsweise auf einmal große Zuckermengen auf, wie beispielsweise in einem Stück Torte, steigt der Blutzuckerspiegel rasant an. Kurz darauf fällt er allerdings ebenso schnell wieder ab. Dann signalisiert der Körper erneut ein Hungergefühl, obwohl man eben erst gegessen hat. So isst man mitunter deutlich mehr, als der Organismus braucht.

Bewusst getarnter Zucker

Zucker wird in der Lebensmittelindustrie gerne bei der Herstellung eingesetzt. Grund dafür sind die vielfältigen Eigenschaften der Zuckerstoffe. Sie sorgen nicht nur für Süße, sondern können Fülle und Konsistenz geben, als Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel dienen. Zudem sind sie preiswert und können natürliche Geschmacksgeber (wie teure Früchte) ersetzen. Da Haushaltszucker gekennzeichnet werden muss, helfen sich die Hersteller mit anderen Süßungsmitteln, die der Endverbraucher oft gar nicht als solche erkennt. Bei einem Marktcheck machten die Verbraucherzentralen beispielsweise unglaubliche 70 weitere Zutatenbezeichnungen ausfindig. Wer soll sich da noch auskennen? Die AOK Hessen gibt hier ein paar Tipps, wie du die Zutatenliste entschlüsseln kannst.

Gesunde Kinderlebensmittel

Kinder lieben süß. Das heißt aber nicht, dass sie unbegrenzt Zucker konsumieren sollten. Studien haben gezeigt, dass ein zu früher zu hoher Zuckerkonsum erheblich zu Übergewicht im Erwachsenenalter beitragen kann. Dennoch werden gerade Lebensmittel für Kinder immer noch mit viel Zucker zubereitet. So fand die Zeitschrift „Öko-Test“ zum Beispiel heraus, dass selbst in Kindertees industrieller Zucker versteckt ist.

Wenn du dich also tatsächlich gesund und möglichst frei von Zucker ernähren möchtest, ist es daher ratsam, möglichst selbst und mit frischen Zutaten zu kochen. Und wenn’s doch mal süß sein soll: Ein Apfel oder eine Banane stillen den Heißhunger ebenso gut wie ein Schokoriegel.

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