Activia, Yakult und Co.: Was ist dran?
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Activia, Yakult und Co.: Was ist dran?

Fragst du dich beim Einkaufen auch manchmal, ob du den Supermarkt mit der Apotheke verwechselt hast? Immer öfter lesen wir auf Verpackungen im Kühlregal Aussagen wie „stärkt die Abwehrkräfte“ oder „unterstützt das Wachstum“. Die Nahrungsmittelhersteller werben mit sogenannten Health-Claims für den gesundheitlichen Nutzen ihrer Produkte. Besonders gerne werden probiotischen Joghurts diese beinahe magischen Kräfte zugesprochen. Aber was ist wirklich dran an den Versprechen?

Fit, schlank und glücklich – alles nur durch Joghurt?

Keine Frage: Gesunde Ernährung ist wichtig für das Wohlbefinden, denn wer sich gut und ausgeglichen ernährt, tut seinem Körper etwas Gutes. Natürlich kann auch Joghurt Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Wie alle Kuhmilchprodukte ist er ein wichtiger Kalziumlieferant. Übrigens sind auch andere Lebensmittel, wie Brokkoli, Spinat oder Grünkohl, reich an Kalzium. Beworben wird Joghurt aber meistens wegen seiner probiotischen Kulturen. In sogenannten probiotischen Produkten sind angeblich besonders viele dieser Kulturen enthalten. Sie sollen deshalb die Darmflora stärken und uns so fit, schlank und glücklich machen. Dafür kosten sie oft auch doppelt so viel wie herkömmliche Joghurts. Allerdings wird der gesundheitliche Nutzen von vielen Wissenschaftlern nach wie vor stark angezweifelt.

Versprechen und Fakten – was sagt die Wissenschaft?

Forscher sind sich nicht einmal sicher, ob die probiotischen Kulturen überhaupt bis in den Darm gelangen. Auch die Wirkungen auf Verdauung, Immunsystem und Darmerkrankungen sind umstritten. Fest steht nur, dass die Versprechungen in einem schwierigen Verhältnis zu den wissenschaftlichen Fakten stehen. Im Vergleich zu Naturjoghurt enthalten probiotische Produkte außerdem weitaus mehr Zusatzstoffe und Zucker. Und so sind sich Verbraucherschützer und Ärzte einig, dass man sich auch ohne probiotische Produkte gesund ernähren kann.

Übrigens versprechen auch Fruchtjoghurts oft mehr, als sie halten. So enthält ein Becher natürlichen Erdbeerjoghurts in der Regel nicht mehr als eine halbe Erdbeere. Wenn du also Wert auf gesunde Ernährung legst, dann ist am besten: Fruchtjoghurt selber machen. Das ist dann meistens auch noch günstiger.

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