Äpfel: Gesunde Snacks voller Nährstoffe
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Äpfel: Gesunde Snacks voller Nährstoffe

Nicht umsonst sagt ein englisches Sprichwort, dass ein Apfel am Tag den Doktor fernhält. Das Kernobst enthält sehr wenige Kalorien und steckt dafür voller Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Besonders die Schale ist voll davon. Geschmacklich rangieren die weltweit circa 30.000 (!) Sorten des Apfels von süß bis säuerlich. Wir erklären, was den Apfel so gesund macht und wie auch Allergiker in den Genuss kommen.

Geballte Nährstoff-Power

Ein Apfel eignet sich nicht nur als Snack für unterwegs, weil man ihn einfach in die Tasche stecken kann. Das saftige Obst steckt zudem voller Nährstoffe. Die sammeln sich vor allem direkt unter der Schale, weshalb es besser ist, den Apfel nicht zu schälen, sondern lieber gründlich zu waschen.

Der Braeburn ist in den meisten Lebensmittelgeschäften zu kaufen und enthält im Vergleich zu anderen Apfelsorten besonders viel Vitamin C. Allerdings haben Äpfel deutlich mehr zu bieten und sind eine gute Quelle für Kalium, die B-Vitamine 1, 2 und 6 und Vitamin E. Besonders wertvoll sind die sogenannten Polyphenole. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die sich positiv auf den Blutdruck auswirken und Entzündungsreaktionen hemmen.

Generell gilt, dass alte Apfelsorten wie Boskop und Cox gesünder sind als viele moderne Sorten. Das liegt hauptsächlich daran, dass sie weniger verarbeitet sind und besonders viele der sekundären Pflanzenstoffe enthalten. Mit ihren vielen Nährstoffen kann man Äpfel als einheimisches Superfood bezeichnen.

Der Apfel als Hausmittel

Außerdem sind Äpfel reich an Ballaststoffen, die wichtig für eine gesunde Darmflora sind und helfen, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Dadurch hält das Sättigungsgefühl länger an.

Durch den Ballaststoff Pektin eignen sich Äpfel auch als Hausmittel bei Durchfall. Ein geriebener Apfel versorgt den Körper mit Flüssigkeit, während das Pektin hilft, diese im Darm zu binden und den Stuhl zu verdicken.

Äpfel für Allergiker: Geht das?

Die Apfel-Allergie ist in Deutschland sehr weit verbreitet. Oftmals reagieren Menschen mit Heuschnupfen allergisch auf das Kernobst. Doch auch Allergiker müssen nicht zwingend auf saftige Äpfel als Nährstofflieferanten verzichten.

Moderne Sorten wie Elstar, Granny Smith und Jonagold sind für Allergiker meist problematisch. Sie enthalten besonders viele Eiweißstoffe, auf die der Körper reagiert. Alte Apfelsorten wie Boskop, Gravensteiner und Finkenwerder Herbstprinz hingegen sind oft auch für Allergiker kein Problem. Verarbeitete Formen wie Apfelmus und getrocknete Apfelringe sind ebenfalls eine Alternative – allerdings eher geschmacklich, denn sie enthalten weniger Nährstoffe.

Apfel-Freuden aus der Region

In Deutschland gibt es etwa 2.000 Apfelsorten. Äpfel aus der Region zu kaufen, ist wegen der kürzeren Transportwege besser für die Umwelt und unterstützt die Bauern in der Umgebung. Wer auf dem Wochenmarkt kauft, spart sich zudem die Plastikverpackung. Zu den beliebtesten einheimischen Apfelsorten zählen Jonagold, Boskop, Cox Orange und Elstar.

Während der Jonagold eher süß ist, schmeckt der Boskop säuerlicher – eignet sich aber mit seinem hohen Fruchtzuckeranteil hervorragend für Kuchen und andere Süßspeisen. Der Cox Orange schmeckt süß bis würzig-säuerlich. Besonders praktisch ist der Elstar: Er kann direkt nach der Ernte verzehrt werden, ohne vorher gelagert werden zu müssen. Wenn du auch direkt loslegen willst, dann probiere doch mal dieses leckere Rezept für Apfel-Marzipan-Marmelade aus!

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