Akne: Hautkrankheit Nr. 1 bei Jugendlichen
Körperwissen

Akne: Hautkrankheit Nr. 1 bei Jugendlichen

Die Pubertät ist für Körper und Geist eine anstrengende Zeit. Jetzt ändert sich alles. Verschiedene Vorgänge werden im Körper in Gang gesetzt, und meist lässt auch der erste Pickel nicht lange auf sich warten. Wenn es bei einem Pickel bleibt – kein Problem. Nicht gern gesehen und leider auch recht auffällig sind dagegen Akne-Pickel. Falls es dich trifft, so mache dir keine Sorgen: 75 Prozent aller Jugendlichen teilen dein Schicksal. Denn Akne ist die häufigste Hauterkrankung in dieser Altersgruppe.

Hormone lassen Pickel sprießen

In der Pubertät bilden sich vermehrt männliche Geschlechtshormone, sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen. Diese regen die Talgbildung in der Haut an. Gleichzeitig entstehen mehr Hornzellen. Vergrößern sich nun die Poren und werden sie von zu viel Talg verstopft, kann dies zu Pickelbildung und Entzündungen auf Gesicht, Hals, Nacken und Rücken führen.

Bei Akne werden drei Stufen der Erkrankung unterschieden:

Leichte Akne: nur Mitesser und vereinzelte Akne-Pickel

Mittelschwere Akne: mehrere Pickel mit Entzündungen, sogenannte Pusteln mit Eiterbildung und Papeln (kleine Knötchen)

Schwere Akne: entzündete Pusteln und starke Knötchenbildung

Keine Sache der Sauberkeit – Pflege tut gut

Da die Akne hormonell bedingt ist, ist es keine Sache der Sauberkeit, wenn bei dir Akne-Pickel entstehen. Aber das Hautbild lässt sich durch gute Pflege mit pH-neutralen Produkten verbessern. Folgende Tipps können dir helfen:

  • Vermeide ölhaltige Kosmetik und nutze lieber feuchtigkeitsspendende Cremes auf Wasserbasis.
  • Öfter als zweimal täglich solltest du dich nicht waschen, sonst trocknet deine Haut zu stark aus.
  • Verwende Gesichtswasser mit einem hohen Alkoholgehalt, da es desinfizierend wirkt.
  • Zinksalben beruhigen die Haut und lassen Entzündungen abklingen.
  • Auch milde Peelings sind geeignet.
  • Vermeide zu viel Sonne, zum Beispiel durch das Sonnenstudio oder ungeschützte Sonnenbäder. UV-Licht macht die geschädigte Haut noch empfindlicher.

Und Vorsicht beim Pickelausdrücken: Dies sollte nur mit einem sauberen Tuch und am besten professionell ausgeführt werden. Ansonsten können sich die Entzündungen verschlimmern und Narben zurückbleiben.

Manchmal hilft’s – bewusste Ernährung bei Akne

Bei manchen Menschen wirkt sich eine gesunde Ernährung gut auf das Hautbild aus. Beim Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte und zuckerhaltige Speisen berichten Betroffene von einer Verbesserung des Hautbildes. Besonders die hormonelle Wirkung des Milcheiweißes scheint die Akne zu stärken. Diese Beobachtung ist zum Beispiel bei Sportlern gemacht worden. Deren Hautbild verschlechterte sich, nachdem sie regelmäßig milchhaltige Proteinshakes konsumiert hatten. Noch ist dieser Zusammenhang zwar nicht eindeutig erwiesen. Aber es lohnt sich auszuprobieren, ob deine Haut positiv auf den Verzicht reagiert.

Individuelle Therapieformen – Erfolg versprechend

Je früher du zum Hautarzt gehst und eine individuelle Therapie erfolgt, umso größer sind die Chancen auf einen gemäßigten Verlauf der Akne. Dein Arzt kann dir zum Beispiel bestimmte antibiotikahaltige Cremes oder Gels beziehungsweise eine kombinierte Therapie aus Cremes und Antibiotikatabletten oder Hormonpräparaten verschreiben. Je nach Hautbedürfnis ist vielleicht auch eine Lasertherapie oder ein Fruchtsäurepeeling für dich empfehlenswert. Etwas Geduld brauchst du allerdings. Es kann nämlich etwas dauern, bis die Therapie anschlägt oder das richtige Medikament für dich gefunden ist. Wenn du dir unsicher bist zu entscheiden, was richtig für dich ist, setze dich mit unserem Expertenforum in Verbindung. Hier erhältst du als AOK-Mitglied rund um die Uhr kostenlose Beratung zu allen medizinischen Fragen.

Gute Gesundheit wünscht dir deine AOK Hessen.