Akne & Pickel: So hilfst du deiner Haut
Körperwissen

Akne & Pickel: So hilfst du deiner Haut

Wer mit sich mit dem Thema Akne befasst, der findet zahlreiche Tipps, die eine schnelle Besserung versprechen. Doch was hilft wirklich bei Akne und was kann der Haut vielleicht sogar schaden? In diesem Artikel geben wir dir Tipps, wie du deiner Haut helfen kannst und was du im Fall von Akne lieber vermeiden solltest.

Reinige dein Gesicht täglich mit den richtigen Mitteln

Bei unreiner Haut verspüren Betroffene oft das Bedürfnis, besonders intensiv zu reinigen. Doch Akne ist kein Zeichen mangelnder Hygiene, sondern in den meisten Fällen die Folge einer Hormonumstellung im Körper. Besonders intensive Reinigung kann in dieser Situation aggressiv auf die Haut wirken und sie zusätzlich belasten.

Optimale Pflege erreichst du mit lauwarmem Wasser oder einem seifenfreien Reinigungsmittel, das dem pH-Wert deiner Haut angepasst ist. Der pH-Wert der Haut liegt je nach Körperregion zwischen 4,5 und 5,8. Dieser Wert steht für den Säuregehalt im Schutzmantel deiner Haut. Damit wehrt deine Haut zum Beispiel Bakterien ab. Aggressive Reinigungsmittel können den pH-Wert der Haut verändern und so die Schutzschicht beeinträchtigen.

Am besten verwendest du Produkte auf Basis einer leichten Öl-in-Wasser-Emulsion. Zweimal täglich anwenden reicht, da die Haut sonst austrocknet. Achte zudem bei deiner täglichen Pflege darauf, dein Gesicht nach dem Duschen gründlich zu reinigen. Überreste deiner Haarpflege können die Poren deiner Gesichtshaut verkleben. Auch deine Pflegemittel wie Tagescreme, Make-up oder Sonnenschutz sollten möglichst wenig Fett enthalten.

Wo waren deine Hände heute?

Im Laufe des Tages kommen deine Hände mit vielen Stellen in Berührung, an denen sich Bakterien und Mikroben sammeln. Darunter sind auch Alltagsgegenstände wie deine Tastatur oder dein Smartphone. Berührst du anschließend dein Gesicht, können sich die Erreger dort auf deiner Haut festsetzen.

Achte also auf deine Handhygiene. Reinige deine Hände regelmäßig gründlich mit Seife und berühre dein Gesicht nur mit sauberen Händen. Auch Handtücher und Make-up-Utensilien solltest du regelmäßig reinigen, um deine Gesichtshaut vor Schadstoffen zu schützen. So hast du bei jeder Berührung ein gutes Gefühl.

Peeling? Ja, aber bitte sanft!

Ein Peeling kann Hautunreinheiten vorbeugen. Zudem reinigt und befreit es die Haut von alten Hautschuppen. Bei Akne solltest du damit jedoch vorsichtig sein, denn viele dieser Produkte können deine empfindliche Gesichtshaut irritieren.

Schrubbst du mit dem Peeling zum Beispiel einen Pickel weg, können sich die darin enthaltenen Bakterien auf der Haut verteilen und einen weiteren Akne-Befall auslösen. Zudem können aggressive Mittel das Hautmilieu zerstören und so auch die natürlichen Heilkräfte deiner Haut schwächen.

Frag deinen Arzt oder Apotheker nach einem sanften Peeling-Mittel. Das trägt die kleinen Schuppen auf deiner Hautoberfläche sanft ab und ermöglicht damit, dass der Talg besser abfließen kann.

Vorsicht vor zu viel Sonnenlicht

Ist Sonnenlicht gut oder schlecht für Akne-Haut? Vielleicht hast du dir diese Frage schon gestellt. Das Sonnenlicht hat jedoch leider keine direkte positive Wirkung auf Akne. Dahinter steckt vielmehr die Hoffnung, dass Pickel auf leicht gebräunter Haut weniger auffallen.

Grundsätzlich ist intensive Sonneneinstrahlung eine Herausforderung für unsere Haut. Meide also die Sonnenbank, denn die dortige UVA-Strahlung macht geschädigte Haut noch empfindlicher und kann Akne sogar weiter fördern. Bis sich deine Haut erholt hat, solltest du ausgiebige Sonnenbäder meiden und deine Haut mit Produkten schützen, die einen hohen Lichtschutzfaktor haben.

Bring deine Haut ins Schwitzen

Viel Bewegung erhöht deinen Herzschlag und sorgt damit für eine bessere Sauerstoffversorgung und Durchblutung deines Körpers. Auch die kleinen Blutgefäße deiner Haut profitieren davon und können sich schneller regenerieren.

Außerdem kommst du beim Sport ordentlich ins Schwitzen. Dabei öffnen sich die Poren deiner Haut und überflüssiger Talg kann leichter abfließen. Diesen Effekt kannst du auch durch eine Gesichtssauna erzeugen: Ein Kamillendampfbad kann helfen, die Poren zu öffnen und Entzündungen vorzubeugen.

Bitte nicht ausdrücken

Ja, es kann schon sehr verlockend sein, einen Pickel auszudrücken. Immerhin fühlen wir uns danach sauberer und die unreine Hautstelle wirkt weniger auffällig.

Allerdings kann deine Haut dadurch auch Schaden nehmen. Durch den Druck kann der Eiter nicht nur austreten, sondern auch tiefer in die Haut gelangen. Die Folge: Die Entzündung verschlimmert sich. Zudem können sich durch das Ausdrücken Narben bilden.

Die sogenannte Akne-Toilette überlässt du am besten deinem Hautarzt. Der Dermatologe behandelt deine Haut sorgfältig vor und öffnet die Pickel unter hygienischen Bedingungen. Das ist der optimale Rahmen, um Narbenbildung und Entzündungen zu vermeiden. Zudem kann dir dein Arzt auch mit weiteren Behandlungsmethoden und Therapieempfehlungen weiterhelfen.

Du möchtest deiner Haut auch zwischendurch etwas Gutes tun? Feuchtigkeitsspendende oder erfrischende Gesichtswasser kannst du sogar selbst herstellen. So hast du immer vollen Einblick, was in deinen Pflegeprodukten enthalten ist.

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