Schwangere Frau mit jungem Mädchen beim Gemüseschneiden in der Küche.
Gesund schwanger

3 Gründe für eine vegetarische Ernährung in der Schwangerschaft

Wenn ein Baby kommt, möchten wir alles richtig machen. Schließlich soll das Kleine wachsen und gedeihen. Als Vegetarierin fragst du dich vielleicht, ob dein Kind ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist. Experten geben grünes Licht: Eine ausgewogene vegetarische Ernährung in der Schwangerschaft funktioniert sogar richtig gut.                                                                                

Grund 1: Dein Kind entwickelt sich auch ohne Fleisch optimal

Dein Baby braucht nicht notwendigerweise Fleisch, um gesund zu wachsen. Ernährungsexperten sehen keine Hinweise darauf, dass sich eine ausgewogene vegetarische Ernährung negativ auf die Entwicklung des Embryos auswirkt. Viele Schwangere befürchten zwar einen Eisenmangel, aber auch diesen kannst du vermeiden. Wichtig ist, dass du Lebensmittel zu dir nimmst, die viel Eisen und Kalzium enthalten. Dazu gehören Nüsse, Kerne, Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Spinat ist bekanntlich ein Eisenwunder, aber auch Fenchel, Mangold oder Möhren enthalten große Mengen des Spurenelements.

Grund 2: Du bist besonders gut mit Ballast- und Nährstoffen versorgt

Wer sich bewusst pflanzenbasiert ernährt, der nimmt viele Ballaststoffe und essentielle Nährstoffe zu sich. Dazu gehört Folsäure: Diese schützt dein Baby vor einem offenen Rücken und einem Herzfehler. Deswegen sollten alle Frauen mit Kinderwunsch diese am besten schon vor der Schwangerschaft und nach Absprache mit dem Frauenarzt in der Frühschwangerschaft als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Wer viel Gemüse isst, hat häufig von vornherein höhere Folsäure-Werte. Vegetarierer ernähren sich meist auch zinkhaltiger. Dieses Spurenelement stärkt das Immunsystem, fördert die Wundheilung und kräftigt Haut und Haare. Das tut auch deinem Baby gut. Welches Gemüse besonders reich an Zink oder anderen Nährstoffen ist, erfährst du in unserer interaktiven Gemüsetabelle.

Draufsicht auf Auflaufform mit vegetarischem Gemüse, daneben Obst, Gemüse und weitere Zutaten..

Grund 3: Du bleibst sehr wahrscheinlich länger gesund

Viele Nährstoffe, viele Ballaststoffe und wenige ungesunde gesättigte Fettsäuren, wie sie in Fleisch häufig vorkommen: Wer viel Gemüse isst, der tut seiner Gesundheit etwas Gutes. Ernährst du dich pflanzenbasiert, verringert das dein Risiko für bestimmte Krankheiten. Dazu gehören kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzversagen. Aber auch dein Risiko für Schwangerschaftsdiabetes sinkt, da dein Blutzuckerspiegel durch die vielen Ballaststoffe langsamer steigt. Vegetarierer sind auch seltener von starkem Übergewicht betroffen. Das schützt dein Baby: Ist die Mutter adipös, steigt das Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft.

Abwechslung ist entscheidender als die Ernährungsform

Grundsätzlich gilt für alle Schwangeren: Entscheidend ist eine ausgewogene Ernährung, egal, welche du bevorzugst. Um einen Mangel an Nährstoffen frühzeitig zu erkennen, sollte jede Schwangere regelmäßig Blutuntersuchungen im Rahmen ihrer Schwangerschaftsvorsorge machen lassen. Denn ein Nährstoff- oder Eisenmangel kann alle treffen. Viele Menschen sind zudem in Deutschland nicht ausreichend mit Jod versorgt. Daher ist eine Jodprophylaxe besonders für Schwangere und stillende Mütter wichtig.

Auch wenn eine pflanzenbasierte Ernährung in der Schwangerschaft gut funktioniert, sollten Vegetarierinnen und vor allem Veganerinnen dennoch auf manche Nährstoffe besonders achten und sie gegebenenfalls über Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen:

  • Vitamin B12 ist in Pflanzen kaum vorhanden und kann nur über tierische Produkte aufgenommen werden. Vegetarierinnen sollten daher regelmäßig Milchprodukte und Eier essen. Veganerinnen wird empfohlen, dieses Vitamin zu ergänzen.
  • Omega-3-Fettsäure ist wichtig, damit sich das Gehirn und die Augen deines Babys gut entwickeln. Es kommt vor allem in fettreichem Seefisch vor. Möchtest du diesen nicht essen, kannst du stattdessen DHA-Ergänzungsmittel einnehmen. Nahrungsmittel, die reich an α-Linolensäure sind, helfen, Omega 3 im Körper selbst zu bilden. Dazu gehören: Leinsamen, Rapsöl und Walnüsse. Diese versorgen den Körper aber weniger gut als Omega 3 direkt. 

Bei uns sind werdende Mütter rundum gut beraten

Eine Schwangerschaft ist ein wundervoller Ausnahmezustand. Damit es dir und deinem Baby gut geht, checkt dich dein Frauenarzt regelmäßig durch. Mit unserem Schwangerschaftspaket bekommst du viele Zusatzleistungen, darunter weitere Ultraschalluntersuchungen und Tests. Falls du noch keinen Geburtshelfer finden konntest, unterstützen wir dich mit unserer Hebammensuche. Hast du noch weitere Fragen und willst dich individuell zu deiner Ernährung beraten lassen, kannst du unsere Experten im AOK-Forum „Eltern & Kind“ kontaktieren. Und auch unsere App „AOK Schwanger“ begleitet dich durch diese spannenden neun Monate und bietet zum Beispiel viele spezielle Rezeptvorschläge.

Gute Gesundheit und eine schöne Schwangerschaft wünscht dir deine AOK Hessen.