Eine junge Frau steht auf einer Wiese und hat ein Hund in der Hand.
Nahrungsmittel

Alleskönner Hühnerei: So schmeckt es am besten

Hühnereier sind lecker, schnell zubereitet und enthalten viele Mineralien und Vitamine. Besonders gut schmecken sie, wenn die Hühner artgerecht gehalten werden – damit leistest du auch einen Beitrag zum Tierschutz. Erfahre, wie du Eier richtig lagerst, was der Code auf der Schale bedeutet und wie du mit ihnen Abwechslung auf deinen Teller bringst.

Nährstofflieferant Hühnerei: Darum ist es so vollwertig

Hühnereiern wird ein hoher Eiweißgehalt nachgesagt. Im Vergleich zur Kalorienzufuhr stimmt das auch: Etwa ein Drittel besteht aus Protein – pro Ei knapp 13 Gramm. Außerdem enthalten Eier Proteine mit hoher biologischer Wertigkeit. Aus Ihnen kann dein Körper besonders schnell Eiweiß gewinnen. Hühnereier sind zudem reich an Vitamin A, D, E, K und B-Vitaminen. Daneben enthalten sie Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium. Die meisten Nährstoffe stecken im Eidotter.

Gut zu wissen: Der Nährstoffgehalt von Eiern hängt von der Ernährung des Huhns ab. Bekommt es einen ausgewogenen Speiseplan aus Körnern, frischen Pflanzen, Insekten und Würmern, steigt auch der Nährstoffgehalt von Eiklar und Dotter.

Um das Cholesterin musst du dich übrigens nicht sorgen. Hühnereier enthalten das sogenannte HDL-Cholesterin, das zum Beispiel vor Arterienverkalkung schützt. Nur das LDL-Cholesterin kann Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigen. Zusätzlich enthalten Eier Lecithin – dieser Stoff sorgt dafür, dass weniger Cholesterin im Darm aufgenommen wird.

Lebensmittel wertschätzen: Hühner artgerecht halten

Eine artgerechte Haltung für Hühner bedeutet, dass sie nicht nur im Stall eingesperrt sind, sondern tagsüber an die frische Luft können. Dort haben sie ausreichend Platz und Auslauf und können Körner, Würmer oder Pflanzen aufpicken. In Deutschland gibt es Hühnereier aus vier verschiedenen Haltungsarten:

  1. Kleingruppenhaltung: Käfighaltung ist in Deutschland seit 2009 verboten. Doch auch bei der Kleingruppenhaltung leben Hühner auf engstem Raum in Käfigen. Dort übertragen sich Krankheiten sehr leicht. Deswegen wird dem Futter oft Antibiotikum beigemischt.
  2. Bodenhaltung: Die Hühner leben ebenfalls in einem Stall ohne Auslauf, haben allerdings etwas mehr Platz als bei der Kleingruppenhaltung.
  3. Freilandhaltung: Die Hühner leben in offenen Ställen mit Auslauf, haben aber weniger Platz als bei der Bio-Haltung. Das Futter muss keinen ökologischen Standards entsprechen.
  4. Bio-Haltung: Die Hühner leben in offenen Ställen mit Auslauf und haben relativ viel Platz. Außerdem stammt das Futter aus ökologischem Anbau.

Eier aus Kleingruppenhaltung findest du heute nur noch selten in Supermärkten. Allerdings werden sie oft in der industriellen Lebensmittelproduktion verwendet. So essen viele Verbraucher – ohne es zu wissen – Hühnereier aus dieser Haltungsform, zum Beispiel in Fertiggerichten oder Eiernudeln. Tipp: Industrielle Lebensmittel mit Bio-Siegel müssen Eier aus ökologischer Haltung verwenden. So kannst du auf Nummer sicher gehen.

Bio-Eier ermöglichen nicht nur Hühnern ein würdevolles Leben: Sie schmecken auch besser. Das liegt am Futter. Draußen fressen Hühner Kamille oder andere Pflanzen, die ätherische Öle enthalten. Dadurch haben ihre Eier nicht nur mehr Omega-3-Fettsäuren, sondern auch ein besseres Aroma. Natürlich kosten Bio-Eier mehr, allerdings bleibt dann das Frühstücksei etwas Besonderes und du schätzt es noch mehr wert. Außerdem kann es dich zufrieden machen, verantwortungsvoll einzukaufen.

Bei der Eierproduktion werden männliche Küken oft getötet, weil sie später keine Eier legen. Dagegen geht die Initiative Bruderhahn (BID) vor. Die Küken werden zu Nutztieren herangezogen, dabei wird auf viel Auslauf und Biofutter geachtet. Außerdem dürfen sie deutlich länger am Leben bleiben, so schmeckt das Fleisch auch besser. Du findest entsprechende Siegel auf den Eierkartons.

Die Herkunft ermitteln – so liest du den Code auf Eiern

Um beim Kauf nicht danebenzugreifen, solltest du den Code auf den Eierschalen lesen können. Das ist gar nicht so schwer:

  • Die erste Ziffer steht für die Haltung: 0 = Bio, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung 3 = Kleingruppenhaltung.
  • Die darauffolgende Buchstabenreihe steht für das Herkunftsland, zum Beispiel DE für Deutschland, AT für Österreich und NL für die Niederlande.
  • Anschließend zeigt eine Zahlenreihe das Bundesland, den Betrieb und die Stallnummer an. Hessen hat die Nummer 06.

Außerdem steht die Frische der Eier auf den Eierkartons: Klasse A ist frischer als B. Die Größen S bis XL geben die Gewichtsklasse an.

Hühnereier richtig lagern: So erkennst du die Frische

Um die Haltbarkeit von Hühnereiern zu prüfen, gibt es verschiedene Tests: Beim Wasserglastest legst du das Ei in ein Glas Wasser. Ganz frische Eier bleiben am Boden liegen. Wenige Tage alte Eier stellen sich leicht schräg auf. Nach vier Wochen schwimmen Eier an der Oberfläche. Das liegt daran, dass die Luftkammer im Ei mit der Zeit größer wird.

Der Aufschlagtest: Schlag ein Ei in eine Pfanne und sieh genau hin. Das Ei ist frisch, wenn das Eiklar dickflüssig und der Dotter gewölbt ist. Bei älteren Eiern zerläuft das Eiklar und der Dotter ist flach. Diese Eier solltest du nur durchhitzt verzehren. Riecht ein Ei faulig, solltest du es unbedingt entsorgen.

Außerdem kannst du einen Hörtest machen: Schüttle ein Ei neben deinem Ohr. Gluckert das Ei, ist es bereits älter.

Damit Eier möglichst lange frisch bleiben, solltest du sie keinen Temperaturunterschieden aussetzen. Du kannst sie außerhalb des Kühlschranks lagern. Allerdings bleiben sie im Kühlschrank etwas länger frisch, bei zwei bis sechs Grad Celsius ungefähr vier bis sechs Wochen. Wichtig ist, dass du die Eier nicht in der Kühlschranktür aufbewahrst. Denn auch hier sind sie durch das Öffnen der Tür Temperaturunterschieden ausgesetzt.

Rohe Eier kannst du beruhigt essen, wenn du bei der Zubereitung von Tiramisu und Co. auf Hygiene achtest. Denn auf der Schale der Eier befinden sich Keime. Am besten tauchst du ein Ei kurz in kochendes Wasser, wenn du es anschließend roh verarbeiten möchtest.

Kleines Kind schaut dabei zu, wie sein Vater ein rohes Ei trennt.

Einfach und lecker: Eier-Pfännchen mit Gartenkräutern

Du suchst eine Alternative zum Frühstücksei? Lass dich von unserem gesunden Rezept zu regionalen Ei-Kreationen inspirieren:

Zutaten (für zwei Portionen):

  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Paprika
  • 1 Knoblauchzehe
  • 10 bis 12 Cocktailtomaten
  • 2 El Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 100 g Feta
  • 6 Eier
  • etwas frische Kresse oder Schnittlauch

Zubereitung:

  1. Das Gemüse waschen. Die Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden, die Paprika in dünne Streifen teilen und die Tomaten halbieren. Den Knoblauch fein hacken.
  2. Frühlingszwiebeln und Paprika in Olivenöl zwei Minuten bei großer Hitze unter ständigem Rühren anbraten. Den Knoblauch kurz mitbraten. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Das angebratene Gemüse und die Tomaten auf zwei kleinere, ofenfeste Formen verteilen. Den Feta zerkrümeln und darüber streuen. Jeweils drei Eier in einer Form aufschlagen und vorsichtig über das Gemüse gießen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) für ca. 15 Minuten auf der untersten Schiene backen.
  4. In der Zwischenzeit die frischen Kräuter kleinschneiden. Vor dem Servieren über die Eier-Pfännchen streuen.

Tipp: Werde kreativ und wandle das Rezept mit anderen Gemüsesorten, Gewürzen, Kräutern oder Baconstreifen ab.

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Gute Gesundheit wünscht dir deine AOK Hessen.