Besser erinnern: Übungen für ein gutes Gedächtnis
Mentale Fitness

Besser erinnern: Übungen für ein gutes Gedächtnis

Vergisst auch du manchmal etwas? Keine Sorge! Das passiert jungen Gehirnen ebenso wie Gedächtnisweltmeistern. Zum Glück kannst du deinem Gedächtnis im Alltag mit ein paar kleinen Tipps und Tricks auf die Sprünge helfen. Wir stellen dir zwei Übungen vor, mit denen du zum Beispiel deine Einkaufsliste oder wichtige Telefonnummern immer im Kopf hast.

Vergesslichkeit muss nicht gleich Demenz bedeuten

Hast du mal wieder zehn Minuten nach deiner Brille Ausschau gehalten? Oder eine halbe Stunde lang deinen Wohnungsschlüssel gesucht, nur um dann festzustellen, dass er in der Tür steckt? Solche kleinen Aussetzer sind völlig normal und müssen kein Zeichen für eine beginnende Demenz sein. Mit zunehmendem Alter ist es ganz normal, dass unsere Merkfähigkeit etwas nachlässt. Denn auch unser Gehirn altert. Oft können hinter der Vergesslichkeit auch einfach Stress oder schlechter Schlaf stecken. Achte daher unbedingt auf ausreichend Schlaf und versuche, Stress im Alltag zu vermeiden.

Vergesslichkeit trifft außerdem auch jüngere Menschen. Wir sind heute täglich von mehr Reizen umgeben als je zuvor. Unser Gehirn hat also allerhand zu tun. Digital Detox kann helfen, Ruhe in den Kopf zu bringen. Mit kleinen Tipps und Tricks kannst du deinem Gedächtnis gezielt auf die Sprünge helfen und dem mentalen Leistungsabbau entgegenwirken.

Gedächtnisübung 1: Nummern in Bilder verwandeln

Möchtest du dir eine wichtige Telefonnummer merken? Oder zum Beispiel deine IBAN auswendig lernen, damit du sie nicht mehr nachschauen musst? Längere Zahlenkombinationen kannst du dir wunderbar merken, indem du dir zu jeder Zahl ein Bild ausdenkst. Dieses sollte möglichst originell und lebendig sein, damit du es dir gut behalten kannst. Anschließend kombinierst du die einzelnen Bilder zu einer Geschichte. Gehe vom ersten Bild aus und frage dich: Wie kann ich eine sinnvolle Brücke zu dem Bild bauen, das für die zweite Zahl steht?

Ist die erste Zahl zum Beispiel eine 0, dann kannst du dir diese leicht merken, indem du bei der Null an eine Wanne aus Sicht von oben denkst, in die du anschließend alle weiteren Zahlen reingibst. Ist die nächste Zahl eine 9, dann stelle dir den oberen Teil der Zahl als ein Auge vor, mit dem die 9 den Weg für die folgenden Zahlen auskundschaftet, nachdem sie in die Wanne gehüpft ist.

So fährst du mit jedem Bild fort, bis du die gesamte Zahlenfolge in eine Geschichte aus vielen miteinander verknüpften Bildern verwandelt hast. Möchtest du dich in Zukunft an die Nummer erinnern, brauchst du nur deine Geschichte durchzugehen und kannst dir die einzelnen Zahlen Bild für Bild ins Gedächtnis rufen.

Gedächtnisübung 2: Mit dem Körper erinnern

Bei dieser Übung merkst du dir die Dinge mithilfe deines Körpers. Die einzelnen Körperteile dienen dabei als Anker, den du mit einem Begriff belegen kannst. Du fängst unten bei deinen Füßen an, dann folgen die Knie, die Oberschenkel, der Po etc. Jeder deiner Körperteile kannst du anders belegen und so zum Beispiel eine ganze Einkaufsliste im Kopf behalten.

Nehmen wir einmal an, auf deiner Liste stehen Dinge wie Brot, Butter, Käse, Gurken, Tomaten und Möhren. Jeden dieser Punkte verbindest du nun nach und nach bildhaft mit einem Körperteil. Stelle dir vor, du machst einen Schuh aus dem Brotlaib, in den du deinen Fuß steckst. Die Butter möchtest du zwischen deinen Knien halten, ohne dass sie schmilzt oder sich verformt. Deine Oberschenkel legst du mit den Käsescheiben aus und so weiter. Hast du den Dreh raus? Dann beginne jetzt damit, dir deine Einkaufsliste einzuprägen. Bist du anschließend im Laden, gehst du jedes Körperteil einzeln durch und erinnerst dich so an jeden Punkt auf deiner Liste.

Je mehr Gegenstände du dir merken möchtest, desto mehr Körperteile kannst du hinzunehmen. Alleine dein Fuß bietet viele weitere Ankerpunkte wie etwa die einzelnen Zehen, die Fußsohle oder die Ferse. Wenn du die Übung mit jemand anderem machst, könnt ihr die Bilder zu den jeweiligen Körperteilen übrigens gemeinsam suchen. Das macht nicht nur besonders viel Spaß, sondern regt auch eure Kreativität an.

Na? Wer kommt auf die verrücktesten und damit auch auf die einprägsamsten Bilder? Findet es heraus! Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Gedächtnistraining.

Besser erinnern: Übungen für ein gutes Gedächtnis

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Möchtest du dein Gedächtnis und deine Konzentration fördern, indem du deinen Umgang mit Stress verbesserst? Dann entdecke das AOK-Programm „Stress im Griff“ und unsere Entspannungstechniken für deinen Alltag.

Gute Gesundheit und ein gutes Gedächtnis wünscht deine AOK Hessen.