Einmachen: Füll deine Vorratskammer mit leckeren Food-Ideen
Rezepte & Trends

Einmachen: Füll deine Vorratskammer mit leckeren Food-Ideen

Erdbeermarmelade mit Rhabarber, eingemachte Sauerkirschen oder Aprikosenhälften – mit diesen Köstlichkeiten bewahrst du dir auch in der kalten Jahreszeit ein Stück vom Sommer. Wie das funktioniert? Einmachen heißt das Geheimnis. Was für deine Großeltern wahrscheinlich selbstverständlich war, feiert jetzt ein Revival. Kein Wunder, denn es hat jede Menge Vorteile. Zuerst einmal vermeidest du überflüssigen Food-Waste. Der Korb mit Erdbeeren war für deinen Sonntags-Kuchen einfach zu viel? Dann verwende die Reste für ein leckeres Kompott ohne unnötige Zusatzstoffe. Und: Du hast immer ein Geschenk für Freunde und Familie parat – Schleife drum und fertig ist das persönliche Mitbringsel. Klingt gut? Wir erklären dir, wie du dein Lieblingsobst oder -gemüse ruckzuck haltbar machst.

Einmachen, einwecken, einkochen – wie funktioniert das Konservieren von Lebensmitteln?

Trotz richtiger Lagerung bleiben Obst und Gemüse nicht ewig haltbar. Beim Einmachen – auch Einkochen oder Einwecken genannt – geht es darum, Lebensmittel zu konservieren. Das klappt, indem du Obst oder Gemüse mit kochend heißer Flüssigkeit übergießt, in ein steriles Gefäß füllst und luftdicht verschließt. Oder du gibst deine Zutaten kalt in ein Glas und kochst sie dann in einem großen Topf auf. Hauptsache, es entsteht ein Vakuum. Dadurch sind deine Leckereien vor Keimen geschützt und verderben nicht so schnell. Geschmacklich hast du dabei viele Optionen – in einem sauren Sud aus Essig lassen sich beispielsweise Gurken einlegen. Obst kochst du entweder direkt mit Zucker ein oder übergießt es mit einer süßen Zuckerlösung. Und gesalzenes Wasser eignet sich zum Beispiel für Salzzitronen.

Von Äpfeln bis rote Beete – viele Lebensmittel eignen sich zum Einmachen

Die Saison für das Einmachen beginnt im Sommer und geht bis in den Herbst – dann wachsen in deinem Garten oder auf dem Balkon alle möglichen Obst- und Gemüsesorten. Geeignet sind etwa Pflaumen, Kirschen, Mirabellen oder verschiedene Beeren. Aus Äpfeln entsteht fruchtiges Apfelmus. Beim Gemüse bieten sich zum Beispiel Gurken, rote Beete, Zucchini oder Peperoni an. Auch das Super-Gemüse Kürbis schmeckt süß-sauer eingelegt hervorragend. Fast alle Produkte aus deinem Garten kannst du als Ganzes einmachen oder raffinierte Marmeladen, Gelees oder Chutneys entwickeln. Sogar fertige Gerichte wie Kuchen und Eintöpfe sind prinzipiell möglich.

Was brauchst du zum Einkochen?

Dein wichtigstes Utensil beim Einkochen: mehrere in etwa gleich große Gläser, in die du deine Kreationen füllst. Achte darauf, dass diese luftdicht verschließbar sind. Es gibt zum Beispiel spezielle Einweckgläser, die einen Dichtungsring und eine Klammer haben. Auch Schraubgläser sind eine gute Lösung. Pass aber auf, dass keine Marmelade oder Flüssigkeit an den Rand gerät. Dann schließt das Glas eventuell nicht richtig ab. Ein Trichter ist hier eine gute Lösung. Außerdem brauchst du einen großen Kochtopf mit Thermometer oder einen entsprechenden Einkochapparat. Daneben legst du dir saubere Geschirrhandtücher. Und: Je nach Rezept stellst du dir die entsprechende Flüssigkeit bereit – Essig oder Wasser mit Zucker oder Salz. Du willst dein Eingemachtes weiter verfeinern? Geeignete Kräuter und Gewürze sind beispielsweise Dill, Senfkörner oder Vanille.

Einkochen: Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Himbeeren im Garten wachsen dir langsam über den Kopf? Dann ran an die Einmachgläser. Wir erklären, wie du haltbare Leckereien zauberst – ganz ohne Omas Hilfe.

  • Lass deine Gläser für circa fünf Minuten auskochen oder gönn ihnen ein Programm in der Spülmaschine. Dadurch verhinderst du, dass sich Keime festsetzen.
  • Füll das Obst, Gemüse oder die Marmelade in die Gläser und gib deine Flüssigkeit dazu. Check unbedingt, ob der Deckel fest sitzt – nur so entsteht das gewünschte Vakuum.
  • Stell die Gläser in einen Topf und füll diesen mit Wasser, sodass sie etwa zu dreiviertel bedeckt sind. Wichtig: Deine Einmachgläser brauchen genügend Abstand und sollten sich nicht berühren.
  • Dauer und Temperatur sind je nach Inhalt unterschiedlich – halte dich dabei an das Rezept.
  • Achtung heiß! Hol die Gläser nur mit einer Zange heraus und lass sie auf einem Geschirrtuch gut abkühlen.
  • Entferne die Klammern und mach den Vakuum-Test: Sitzt der Deckel fest am Glas, auch wenn du es leicht anhebst? Dann hat alles funktioniert.
  • Lager dein Eingemachtes an einem kühlen, trockenen und lichtgeschützten Ort, zum Beispiel im Keller oder der Vorratskammer. So ist es ungefähr ein Jahr haltbar.

Zwei Kinder und eine Frau machen Marmelade ein

Gurken einlegen: Der Klassiker unter dem Eingemachten

Saure Gurken passen prima auf jeden Brotzeitteller und eignen sich als kleiner Snack zwischendurch – mit unserem Rezept stellst du die süß-saure Leckerei ganz easy selbst her.

  • Du brauchst: 1 kg Einlegegurken, 1 Bund Dill, 3 EL gelbe Senfkörner, 1 Liter Wasser, 500 ml Essig, 350 g Zucker, 2 EL Salz.
  • So funktioniert’s: Wasch die Gurken und Kräuter gründlich ab und verteile sie dann mit den Senfkörnern gleichmäßig auf deine sterilen Gläser.
  • Essig, Wasser, Zucker und Salz bringst du in einem Topf zum Kochen, bis sich alles aufgelöst hat.
  • Gieß die kochende Mischung über deine vorbereiteten Gläser und verschließ sie anschließend fest.
  • Nach etwa drei bis vier Wochen an einem dunklen Ort sind die Gurken durchgezogen und verzehrfertig.

Birnen-Chutney: Die volle Dosis Umami-Geschmack

Süß, salzig und ein bisschen sauer – das perfekte Match! Birnen-Chutney schmeckt lecker fruchtig und eignet sich optimal als Highlight zu deiner Käseplatte oder als Extra-Kick zum Rehbraten.

  • Du brauchst: 1 kg Birnen, 3 EL Zitronensaft, 2 Zwiebeln, 2 EL geriebenen Ingwer, 1 Zimtstange, 200 g Zucker, 200 ml Weißweinessig.
  • Zuerst schneidest du die Birnen in kleine Würfel, die etwa 0,5 cm groß sind. Dann vermischst du sie mit dem Zitronensaft. Auch die Zwiebeln hackst du so fein wie möglich.
  • Anschließend geht es für die Birne und Zwiebel zusammen mit dem Ingwer, der Zimtstange, dem Zucker und dem Weißweinessig in einen Topf. Lass die Mischung aufkochen und etwa eine halbe Stunde vor sich hin köcheln. Umrühren nicht vergessen!
  • Ab mit der Mischung in deine sterilen Gläser. Wenn dein Chutney abgekühlt ist, geht es in die Vorratskammer – oder direkt auf dein Brot.

Gesund genießen und die Umwelt schonen – mit deiner AOK Hessen

Das ganze Jahr dein liebstes Obst und Gemüse naschen – mit Einmachen funktioniert’s. Hast du im kalten Winter Lust auf Kirschen, gehst du einfach zum Vorratsschrank. So verzichtest du auf Früchte und Co. aus dem Supermarkt, die oft Konservierungsstoffe oder viel Zucker enthalten. Pluspunkt: Selbstgemachtes schmeckt einfach am besten! Du suchst nach mehr leckeren Wegen, dein Gemüse zu verarbeiten? Probier’s doch mal mit fermentierten Lebensmitteln. Diese haben einen einzigartigen Geschmack und sind zudem gut für dein Immunsystem und deine Verdauung. Dafür geeignet sind viele regionale Gemüsesorten wie rote Beete oder Kohl. So ist nachhaltig genießen besonders schmackhaft!

Guten Appetit und viel Spaß beim Kochen und Ausprobieren wünscht dir deine AOK Hessen.