Fit & gestärkt: Die richtige Sportart für deine Gesundheitsziele
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Fit & gestärkt: Die richtige Sportart für deine Gesundheitsziele

Bewegung ist eine sehr wirksame Medizin für Körper und Geist. Deshalb kannst du mit der richtigen Sportart viel für deine Gesundheit tun. Zum Beispiel die Muskulatur stärken und so Schmerzen reduzieren oder deinen Stoffwechsel ankurbeln und dadurch deine Immunabwehr steigern. Fakt ist: Wer sich regelmäßig bewegt, profitiert von vielen positiven Effekten. Also raus aus der Schonhaltung und nieder mit dem inneren Schweinehund. Mit welchem Sport kannst du deine Gesundheitsziele erreichen?

Volkskrankheit Bewegungsmangel

Vielen Menschen fällt es schwer, ihren inneren Schweinehund zu überwinden. Oft haben sie noch keinen Sport gefunden, der ihnen Spaß macht. Oder der gewünschte Effekt hat sich nicht eingestellt. Die Zahlen sind alarmierend: Fast jeder Zweite bewegt sich zu wenig. Viel sitzen ist dabei ähnlich ungesund wie rauchen. Dabei ist Sport nicht nur eine wichtige Prävention – es lindert auch viele Krankheitssymptome und unterstützt die Heilung. Er wirkt sich zudem auf unsere Stimmung aus und macht uns glücklich. Auch wenn der innere Schweinehund protestiert – es lohnt sich.

Der passende Sport für deine Ziele

Grundsätzlich ist jede Bewegung besser als keine. Je nachdem, welches Gesundheitsziel du erreichen möchtest, bieten sich verschiedene Sportarten an:

Fit & gestärkt: Die richtige Sportart für deine Gesundheitsziele

Krafttraining, Pilates, Calisthenics: Muskelaufbau gegen Schmerzen und Übergewicht

Wenn du regelmäßig Kraftsport machst, baust du Muskeln auf und verbesserst ihre Effektivität. Das verleiht deinem Körper mehr Stabilität, bekämpft Rückenprobleme und hilft bei Osteoporose. Muskeln verbrauchen zusätzlich viel Energie. Das bedeutet, dass dir Krafttraining hilft abzunehmen. Du kannst dafür ins Fitnessstudio gehen, aber das ist kein Muss. Meist reicht eine Sportmatte zu Hause, eventuell benötigst du Hilfsmittel wie Hanteln. Mit Pilates stärkst du deine Körpermitte und erhältst mehr Flexibilität. Früher Trimm-dich-Pfad, heute Calisthenics: Mit diesem Street Workout trainierst du nur mit deinem Eigengewicht, zum Beispiel durch Klimmzüge oder Liegestütze. Besonders viel Spaß macht das in Sportparks an der frischen Luft.

Yoga, Qigong, Tai-Chi: Fernöstliche Bewegungsabläufe gegen Stress und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Yoga hat sich in den vergangenen Jahren zur Trend-Sportart entwickelt. Zu Recht! Mit der altindischen Lehre baust du nicht nur Muskeln auf und reduzierst somit Rückenschmerzen. Sie kann auch helfen, den Blutdruck zu senken, das Herz-Kreislauf-System zu stärken, Stress abzubauen und Depressionen zu lindern. Yoga ist für jeden gut, denn es gibt eine Vielzahl an Yogastilen – von sanft bis intensiv und auspowernd. Ähnlich effektiv wie Yoga sind die sanften Bewegungen von Qigong und Tai-Chi. Besonders letzteres stärkt schonend die Bein- und Rumpfmuskulatur. Tai-Chi ist perfekt für Menschen geeignet, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind – zum Beispiel bei Multipler Sklerose oder im Alter.

Laufen, Tanzen, Basketball: Ausdauertraining ist ein Gesundheitstrumpf

Kardiotraining steigert rundum das Wohlbefinden. Es hilft nicht nur gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beim Abnehmen – regelmäßige Bewegung reduziert auch den Stresspegel. Mitmachen kann jeder: Joggen oder Nordic Walking sind die Klassiker. Auch ein Spaziergang oder eine ausgedehnte Wanderung fördern dein Wohlbefinden. Wer mehr Action mag, kann Radfahren oder SeilspringenSchwimmen stärkt die Muskulatur und entlastet gleichzeitig die Wirbelsäule. Tanzen ist befreiend und schenkt dir Lebensfreude. Außerdem hilft es dir, dich besser zu konzentrieren und deine Bewegungen zu koordinieren. Damit schützt es dich vor Demenz. Weil beim Tanzen viele Körperpartien trainiert werden, ist es gut bei Osteoporose. Teamsport wie Fußball oder Basketball hält nicht nur fit, sondern schult auch deine Sozial- und Kommunikationskompetenzen. Damit eignet es sich besonders für Kinder – aber es ist für Erwachsene und sogar Senioren genauso empfehlenswert.

Klettern und Reiten bringen Muskeln, Motorik und Mut

Wenn du schwindelfrei bist, hast du vielleicht Freude am Klettern: Beim Erklimmen von luftigen Höhen trainierst du deine Muskeln, aber auch deine Koordination. Mancherorts wird es daher als Therapie gegen neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson oder Multipler Sklerose angeboten. Bouldern ist eine beliebte Variante, bei der du ohne Sicherungsseil bis maximal vier Meter Höhe kletterst. Vorteil: Es ist kaum Equipment nötig, und du brauchst nicht zwingend einen Partner, der dich sichert. Tipp: Auf vielen neueren Spielplätzen gibt es inzwischen eine kleine Boulderwand.
Genau wie Klettern und Bouldern stärkt auch Reiten den Körper und den Geist. Du musst dich den Bewegungen des Pferdes anpassen und permanente Spannung aufrechterhalten. Das trainiert vor allem die Rumpfmuskulatur. Die Arbeit mit Tieren hilft dir aber auch dabei, Ängste abzubauen und mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Wichtig ist, bei diesen Sportarten besonders auf Schutzkleidung zu achten.

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Sport machen: Spaß ist wichtiger als übertriebener Ehrgeiz

Es gibt für jeden die richtige Sportart – ganz egal, ob du lieber gemütlich spazieren gehen oder dich beim Fußball verausgaben möchtest. Wichtig ist, dass du Spaß hast. Bevor du jedoch eine neue Sportart anfängst, solltest du mit deinem Arzt besprechen, ob du eventuelle Einschränkungen beachten musst. Es ist auch immer sinnvoll, sich zu Beginn von einem professionellen Trainer beraten zu lassen, damit du die Übungen richtig ausführst. Grundsätzlich gilt: Übertreibe es nicht und höre auf deinen Körper. Wer wenig Zeit hat, kann sich mit einer App fit halten. Vielleicht ist aber auch bei unseren AOK-Gesundheitskursen etwas für dich dabei?

Gute Gesundheit und ein erfolgreiches Training wünscht deine AOK Hessen.