Geocaching: So funktioniert die Abenteuer-Schatzsuche in der Natur
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Geocaching: So funktioniert die Abenteuer-Schatzsuche in der Natur

Zieh dir feste Schuhe an, begib dich auf ein Abenteuer – du kannst dabei einen Schatz finden! Beim sogenannten Geocaching führt dich dein Handy auf eine Schnitzeljagd durch die Natur. Das peppt deinen Spaziergang auf, motiviert deine Kinder zu einer Familienwanderung und schafft neue Gesprächsthemen. Aber was ist Geocaching eigentlich und was brauchst du dafür? Eine Schaufel ist jedenfalls nicht nötig …

Geocaching – was ist das eigentlich?

Hinter Geocaching steckt eine weltweite Community, die Spaß daran hat, sich Rätsel für andere auszudenken oder diese zu lösen. Wer mag, versteckt kleine „Schatztruhen“, sogenannte Caches. Das sind Plastikdosen, in denen ein Gegenstand liegt, etwa ein Schlüsselanhänger oder ein Spielzeug. Als Hinweis veröffentlicht der Spieler anschließend die GPS-Koordinaten im Internet, üblicherweise auf der Website Geoaching.com. Die Basis-Mitgliedschaft auf diesem Portal ist kostenlos, dafür wird dir nur eine eingeschränkte Auswahl an Caches angezeigt.

Mitsuchen darf jeder Abenteuerlustige, der ein Smartphone oder GPS-Gerät besitzt. Es gibt Schatzsuchen in allen Schwierigkeitsstufen: Manche Rätsel sind kinderleicht zu lösen, bei anderen zerbricht sich manch einer tagelang den Kopf. Für einige Caches musst du kaum den Gehweg verlassen, für andere brauchst du eine Kletterausrüstung! Die kleinen Schätze sind überall versteckt: in Wiesen und Wäldern, Parks und U-Bahnhöfen. Du findest sie in wilder Natur wie in den hessischen Naturparks oder in den Schluchten von Hessen, aber genauso in großen Städten wie Frankfurt oder Gießen.

Wie läuft eine Geocaching-Suche ab?

Bevor du dich auf die Suche begibst, studiere genau den Eintrag im Geocaching-Portal. Er verrät dir alle wichtigen Details:

  • Was für eine Art Cache ist hier versteckt? Es gibt sie in vielen Varianten. Die drei wichtigsten sind klassische „Tradis“, „Multis“, bei denen mehrere Caches wie bei einer Schnitzeljagd zusammengehören – oder „Mystery Caches“, die dir erst die nötigen Koordinaten verraten, wenn du ein Rätsel gelöst hast.
  • Wie schwierig ist es, den Cache zu finden?
  • Wie unwegsam ist das Gelände?
  • Wie groß ist der Cache? Er kann superklein sein oder angeblich so groß wie ein Farbeimer oder ein Koffer.

Du findest im Portal auch Kommentare von anderen Suchern, die dir im besten Fall wichtige Hinweise geben. Manchmal berichten sie allerdings auch, dass der Cache verloren gegangen ist. So weißt du, dass sich die Suche hier nicht lohnt. Dein Handy bietet dir zwei Möglichkeiten, um den Schatz zu erreichen: Such ihn mit der Karten-Navigation oder benutze einen digitalen Kompass. Bist du nah genug dran, gilt es, die Umgebung genau zu erkunden. Das braucht am Anfang sicher etwas Übung, aber du kommst bestimmt schnell dahinter.

Hast du den „Schatz“ gefunden, darfst du den Gegenstand nehmen und einen neuen hineinlegen. Du trägst dich ins Logbuch (eine Art Gästebuch) ein und versteckst den Cache wieder für den nächsten Suchenden. Derjenige, der den Cache versteckt hat, bekommt als Dankeschön einen netten Kommentar im Geocaching-Portal.

Extra-Tipp: Die Schatzsuche kann wenige Minuten, aber auch mehrere Stunden dauern – gerade, wenn du nach „Multis“ jagst. Nimm dir deswegen für den Notfall eine Powerbank mit. Sonst könnte ein leerer Akku deine Suche vorzeitig beenden.

Geocaching mit Kindern

Geocaching ist ein wunderbares Hobby für die ganze Familie. Mit ein bisschen Hilfe eines Erwachsenen entdecken schon die Kleinen ab dem Vorschulalter einen einfachen Cache. Beachte dabei: Die kleinsten Caches enthalten in der Regel nur ein kleines Logbuch, aber keinen Tausch-Gegenstand. Das kann den Nachwuchs enttäuschen. Sucht daher lieber einen Cache von mindestens „normaler“ Größe.

Gibt es beim Geocaching Regeln?

Jeder darf bei der Schatzsuche mitmachen und es gibt nur wenige Gesetze. Einige Punkte solltest du dennoch beachten, um deine eigene Sicherheit zu gewährleisten und den Spielspaß für weitere Sucher zu bewahren:

  • Schütze dich vor Zeckenbissen: Die Cache-Suche führt dich häufig querfeldein ins Gestrüpp. Trag daher lange Kleidung gegen die lästigen Parasiten.
  • Behandle den Cache gut: Verschließe ihn sorgfältig und verstecke ihn wieder exakt so, wie du ihn gefunden hast. Nur so bleibt der Spaß für andere erhalten.
  • Erwecke keine Aufmerksamkeit: Umstehende, die mit dem Spiel nichts zu tun haben, nennt die Community „Muggel“ – in Anlehnung an die Nicht-Zauberer in „Harry Potter“. Diese sollen von deiner Suche nichts mitbekommen. So verhinderst du, dass Unwissende den Cache mitnehmen oder zerstören.

Geocaching in Hessen – Action, Ausdauer, Achtsamkeit

Es gibt in Hessen Tausende Caches: Du findest sicher einen in deiner Nachbarschaft oder du machst eine Expedition zu den vielen hessischen Ausflugszielen. Bist du gerne sportlich unterwegs, kannst du das Geocaching mit einer Radtour durch Hessen verbinden. Oder du setzt dir als Ziel, alle Caches zu finden, die es entlang einer Wanderroute zu entdecken gibt. Das Marschieren wirkt wie ein Bauch-Beine-Po-Workout, stärkt deinen Kreislauf und lässt dich den Alltagsstress vergessen.

Dir ist mehr nach Achtsamkeit als nach Action? Geh doch einmal Waldbaden – dabei tauchst du ganz in deine Umgebung ein: Du berührst Moos, ertastest Bäume oder gehst barfuß durch Bäche oder Wiesen. So fühlst du die Natur mit allen Sinnen und entspannst Körper und Geist.

Viel Spaß bei deiner Schatzsuche und eine gute Gesundheit wünscht dir deine AOK Hessen.