Hula-Hoop: Warum jetzt alle zum Reifen greifen
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Hula-Hoop: Warum jetzt alle zum Reifen greifen

Der Hula-Hoop-Reifen aus unserer Schulzeit feiert gerade sein Comeback. Heute wird das sportliche Spiel „Hooping“ genannt und ist längst nicht mehr nur ein Vergnügen für Kinder. Immer mehr Erwachsene entdecken den Hula-Hoop neu, weil er Spaß und fast nebenbei auch noch fit macht. Das Ziel hat sich seit Kindertagen nicht verändert: So lange wie möglich soll der Reifen um die Körpermitte kreisen. Du bist dir nicht sicher, ob du den richtigen Dreh findest? Mit unseren Tipps klappt das garantiert.

Hula-Hoop: Das Power-Workout für deinen Körper

Vor dem Fernseher, im Garten, allein oder mit der ganzen Familie – Hooping baust du flexibel in deinen Alltag ein. Fast nebenbei zaubert das Hula-Hoop-Training einen festen Bauch, eine schlanke Taille und stärkt deine Kondition. Starten kannst du sofort damit: Du rotierst den Reifen gleichmäßig mit deiner Hüfte und verhinderst so, dass er hinunterfällt. Damit das möglichst lange funktioniert, spannst du automatisch Bauch, Po und Oberschenkel-Muskulatur an. Auf Dauer ist das ein effektives Training für deine Koordination, für mehr Kraft und eine starke Rumpfmuskulatur. Auch das Gewebe wird straffer. Zudem boostet Hula-Hoop dein Herz-Kreislauf-System und regt die Durchblutung an. Sogar um ein paar überflüssige Pfunde loszuwerden, eignet sich das Training: Du verbrauchst in 30 Minuten etwa 200 Kalorien, das ist so viel wie bei einer Laufeinheit.

Ab in den Ring: Hula-Hoop ist für alle da

Altersbeschränkungen gibt es keine beim Hooping – denn anders als beispielsweise das Joggen belastet es deine Gelenke nicht. Allerdings sollten Freizeitsportler mit chronischen Hüft- oder Rückenbeschwerden mit ihrem Hausarzt sprechen, bevor sie sich einen Reifen zulegen.

Hula-Hoop lernen: So kommst du richtig in Schwung

Einfach loslegen und trainieren: Besonders schnell machst du Fortschritte, wenn du dich an diese Tipps hältst.

  • Such dir einen Workout-Spot mit ausreichend freier Fläche um dich herum. Du solltest beide Arme problemlos zur Seite ausstrecken können.
  • Ziehe dir ein enganliegendes Oberteil und Leggings an. So bekommst du ein besseres Gefühl für den Reifen und deine Kleidung ist beim Hoopen nicht im Weg.
  • Schmuck oder eine Uhr stören nur, lege sie vorher ab.
  • Trage möglichst bequeme Schuhe oder stehe barfuß auf einem stabilen Untergrund.
  • Positioniere dich schulterbreit und geh dabei ganz leicht in die Knie. Am besten, du stellst ein Bein etwas nach vorn.
  • Klettere in den Reifen und halte ihn auf Höhe deiner Taille an beiden Seiten gut fest. Er liegt an deinem unteren Rücken an.
  • Drehe jetzt den Reifen gegen den Uhrzeigersinn, Linkshänder bringen ihn mit dem Uhrzeigersinn in Schwung.
  • Bewege deine Körpermitte im Kreis. Drück den Bauch nach vorn, wenn der Reifen dort entlanggleitet. Und ebenso den Rücken, wenn er sich dort bewegt.
  • Die Arme sind dabei nach oben leicht angewinkelt.
  • Mache kleine statt ausladender Kreisbewegungen.

Runde Sache: So findest du den richtigen Reifen

Am meisten Spaß hast du bei deinen Hula-Hoop-Workouts, wenn dein Reifen perfekt auf dich zugeschnitten ist – mit diesen Tipps findest du den passenden.

  • Größere und schwere Modelle drehen sich langsamer und sind daher ideal für Anfänger. Bei einer Körpergröße von 165 cm sollte der Reifen einen Durchmesser von etwa 1 m haben. Achte beim Gewicht darauf, dass er mindestens 1,3 kg wiegt.
  • Schau auf die Qualität. Ein Hula-Hoop für 5 Euro wird wahrscheinlich nicht lange halten. Investiere mindestens 20 Euro in dein Trainingsgerät.
  • Du tust dich schwer, den Reifen längere Zeit zu schwingen? Versuche es mit einem Smart Hula-Hoop, denn dessen Durchmesser lässt sich variieren. Du kannst ihn also so eng stellen, dass er nicht mehr rutscht.
  • Wer blaue Flecken vom Schwung-Workout bekommt, kann es mit einem Hüftgürtel versuchen. Der schützt empfindliches Bindegewebe (gibt es z. B. im Fitness-Handel). Zur Not tut’s auch etwas Schaumstoff, mit dem du den Reifen umwickelst.
  • Aber Achtung: Wenn du bemerkst, dass du vom Training Blutergüsse bekommst, dann gönne deinem Körper ein paar Tage Pause bis zur vollständigen Genesung.
  • Für Einsteiger nicht geeignet: Modelle, die das Training anspruchsvoller machen. Sei es durch zusätzliche Gewichte, Massagenoppen oder Magneten. Sie lenken vom Wesentlichen – der richtigen Technik – ab.

Hula Hoop

Wie oft, wie lange, wie wird’s abwechslungsreich? So sieht dein perfektes Reifen-Training aus

Als Anfänger machst du schnell Fortschritte, wenn du drei- oder viermal pro Woche Sport mit dem Hula-Hoop machst. Und das für etwa 20 Minuten. Nimm dir dabei ruhig Zeit für kleine Pausen. Du wirst sehen: Bald brauchst du sie gar nicht mehr. Hast du ein bisschen Übung, kannst du dein Workout variieren. Zum Beispiel indem du …

… dein Standbein wechselst.

… die Drehrichtung änderst.

… ein paar Schritte gehst (das klappt am besten im Freien).

… zwei Reifen gleichzeitig kreisen lässt.

… den Körper in die Drehrichtung des Hula-Hoops mitdrehst.

… die Höhe deines Sportgeräts nach oben und unten variierst.

… das Hooping mit anderen Workouts kombinierst. Beispielsweise mit einem Zirkeltraining oder einer Pilates-Session.

Hooping-Inspiration per Video und auf Social Media

Auch Fitness-Influencer auf YouTube oder Instagram haben den Trend für sich entdeckt. Elli Hoop zeigt in ihren Videos, wie du den Reifen abwechslungsreich in deine Fitness-Übungen integrierst oder dir selbst kleine Tricks beibringst. Du kannst auch im Live-Workout mit ihr deine Hüften kreisen. Auf Instagram führt Nadine auf ihrem Profil hoopisfun in kurzen Clips vor, wie die richtige Technik aussieht. Und fit_mom_ela zeigt, dass das Reifen-Workout super für Eltern mit wenig Zeit ist.

Hula-Hoop-Training: Fitness und Bewegung auf die spielerische Art

Mit dem Hula-Hoop-Reifen erlebst du Sport wie damals auf dem Pausenhof: als kurzweiliges Spiel, bei dem du alles um dich herum vergisst. Vielleicht bekommst du durch das Hooping auch Lust auf andere angesagte Sportarten? Zum Beispiel Parkourlaufen, bei dem du dich akrobatisch durch die Stadt bewegst. Oder ein Barre-Tanzworkout, mit dem du deine Körperhaltung verbesserst. Wofür du dich auch entscheidest: Wer sich regelmäßig bewegt, bleibt länger fit und aktiv.

Natürlich kannst du auch ohne Reifen flexibel trainieren, besonders gut geht das virtuell. Wir haben für dich die zehn beliebtesten Fitness-Apps unter die Lupe genommen. Du willst noch mehr für deinen Körper tun? Mit den Gesundheitskursen bringst du Bewegung in dein Leben! Versicherte können kostenfrei an zwei AOK-Gesundheitskursen teilnehmen oder zwei Kurse anderer Anbieter mit je 150 Euro bezuschussen lassen.

Viel Spaß beim Hooping und gute Gesundheit wünscht dir deine AOK Hessen.