Schöne neue (virtuelle) Welt – Vorbild sein bei der Mediennutzung
Familienleben

Schöne neue (virtuelle) Welt – Vorbild sein bei der Mediennutzung

Computer sind aus unserem Leben nur noch schwer wegzudenken. Ob hilfreiches Arbeitsmittel oder bloße Freizeitbeschäftigung – die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Für viele Menschen sind Computer und Internet überwiegend Informationsmedium, andere sind jedem neuen Trend auf der Spur und in Sozialen Medien oder in puncto Games sehr aktiv.

Die virtuelle Welt entwickelt sich rasant – bei der Gamescom 2016 konnte man verfolgen, wie nahe sich Realität und Virtualität bereits kommen. Mit gesundem Abstand betrachtet, eine durchaus spannende Entwicklung und gegen das Surfen und Computerspielen als Freizeitbeschäftigung ist auch grundsätzlich nichts einzuwenden. Exzessive Nutzung kann jedoch auch in manchen Fällen zu einem Suchtverhalten führen – hierfür gibt es eine Reihe von Anzeichen.

Gerade Eltern stellen sich zum Online-Konsum ihrer Kinder häufig die Frage: Ist das eigentlich noch gesund? In den meisten Fällen kann die Antwort lauten: Ja, denn gerade für Jugendliche ist die virtuelle Welt erst einmal sehr faszinierend. Denn hier kann man einmal eine Pause von der Realität machen und sich ausprobieren. Aber auch der Kontakt zu realen Freunden, das Teilen realer Erlebnisse und realer Bilder gehört heute dazu und ist erst einmal kein Grund zur Besorgnis.

Interesse zeigen

Dennoch ist es wichtig, am Ball zu bleiben, das Verhalten des Kindes zu beobachten und, wenn man Warnsignale erkennt, einzuschreiten. Wichtig ist aber vor allem, sich mit seinem Kind und dessen Interessen auseinanderzusetzen und selbst Interesse zu bekunden. Bleib mit deinem Kind im Gespräch. Lass dir erklären, was es im Internet macht und wozu es sein Smartphone überwiegend nutzt. Vielleicht kann man ja auch selbst noch etwas dazulernen.

Solltest du dennoch Anzeichen dafür erkennen, dass der Konsum deines Kindes über das Normalmaß hinausgeht, findest du bei der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen Hilfe in deiner Nähe.

Das eigene Verhalten reflektieren-teste dich selbst!

Wie gehe ich eigentlich selbst mit Medien um? Diese Frage sollten sich Eltern zunächst stellen, bevor sie ihre Sprösslinge kritisch unter die Lupe nehmen. Denn wir leben unseren Kindern den Umgang vor. Wie glaubwürdig die Regeln, die wir aufstellen, für unsere Kinder sind, hängt letzten Endes auch davon ab, wie stark wir uns selbst daran halten. Daher sollten wir zunächst unser eigenes Verhalten kritisch hinterfragen.