Barefoot Walking: warum Barfußgehen so gesund ist
Selbsthilfe

Barefoot Walking: warum Barfußgehen so gesund ist

Erinnerst du dich noch daran, wie du als Kind barfuß über nasses Gras gelaufen bist? An das Kribbeln des Wassers in kalten Bächen oder das Kitzeln des Sandes unter deinen Füßen? Ein abenteuerliches Gefühl! Wann bist du das letzte Mal barfuß durch die Welt gelaufen? Wahrscheinlich ist das bei dir auch schon länger her, oder? Dann solltest du das unbedingt bald mal wieder tun, denn es gibt eine ganze Reihe von Gründen, weshalb wir viel öfter auf unsere Schuhe verzichten und die Welt barfuß entdecken sollten. Welche das sind, verraten wir dir hier.

Gesund für die Füße

Vielen Menschen ist nicht klar, dass Barfußlaufen seit Jahrtausenden die natürliche Fortbewegungsart des Menschen ist. Es fühlt sich nicht nur großartig an, es fördert auch deine Gesundheit. Viele Fußfehlstellungen wie Senk-, Knick-, Platt- oder Spreizfüße resultieren aus dem ständigen Tragen von Schuhen, die häufig nicht richtig sitzen, zu klein oder gar zu eng sind – sehr zum Leid deiner Füße. Denn diese passen sich der jeweiligen Schuhform an, wodurch der natürliche Bewegungsablauf beeinflusst werden kann.

Ganz anders verhält es sich dagegen beim Barfußgehen: Deine nackten Füße sind im wahrsten Sinne des Wortes frei und werden durch die unterschiedlichen Bodenbeläge gefordert. Dabei wird die Muskulatur der Füße trainiert. Diese spielt eine entscheidende Rolle für deine Fußgesundheit: Die Muskulatur nämlich gibt den Füßen Halt und ermöglicht erst unseren natürlichen Gang. Je stärker also die Fußmuskulatur ausgeprägt ist, desto unwahrscheinlicher wird eine Fußfehlstellung.

Gesund für den gesamten Körper

Barfußgehen wirkt sich jedoch nicht nur positiv auf die Füße aus – auch unserem gesamten Körper tut der Verzicht aufs Schuhwerk gut. So kannst du zum Beispiel Gelenkproblemen, Rückenschmerzen und Haltungsschäden entgegenwirken, wenn du regelmäßig auf deine Schuhe verzichtest und stattdessen barfuß läufst. Falsches oder unbequemes Schuhwerk können diese Beschwerden dagegen noch verstärken.

Darüber hinaus profitiert auch dein Immunsystem vom Barfußgehen. Es klingt vielleicht erst einmal verwunderlich, aber: Gehst du hin und wieder mit nackten Füßen durch Schnee oder kaltes Wasser, kann dich das abhärten. Denn durch das kalte Wasser werden dein Kreislauf angeregt und dein Abwehrsystem gestärkt.

Barfußpfade: raus in die Natur

Hast du jetzt Lust bekommen, deine Schuhe abzustreifen? Dann nichts wie los. Vielleicht gibt es bei dir in deiner Nähe sogar Barfußpfade. Mit verschiedenen Bodenbelägen laden sie zum Erkunden und Erfühlen ein. Zum Barfußgehen eignet sich aber natürlich auch deine nähere Umgebung, zum Beispiel die Wiese oder der Waldweg nebenan. Das gefällt auch Kindern sehr gut. Für sie ist das Barfußgehen sogar besonders wichtig. Schließlich befinden sich ihre Füße in der Entwicklung und die Fußmuskulatur muss erst aufgebaut werden.

Übrigens kannst du auch zum Joggen barfuß an den Start gehen. Hier solltest du jedoch beachten, dass du langsam und mit ganz kurzen Strecken beginnst. Deine Füße müssen sich nämlich erst an die neue Belastung gewöhnen. Wenn du Bedenken wegen Scherben oder spitzer Gegenstände auf dem Weg hast, kannst du auch auf Barfußschuhe umsteigen, die deine Füße vor solchen Verletzungen schützen.

Deine AOK Hessen wünscht dir viel Spaß beim Genießen der barfüßigen Freiheit.

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