Bitterstoffe: gesunde Appetitbremsen
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Bitterstoffe: gesunde Appetitbremsen

Süß, sauer, salzig, würzig und bitter – diese fünf Geschmacksrichtungen kann deine Zunge unterscheiden. Während das Süße uns in Freude versetzt, verziehen wir beim bloßen Gedanken an das Bittere schon das Gesicht. Das ist evolutionär bedingt. Ein bitterer Geschmack warnte die Menschen früher davor, dass ein Nahrungsmittel giftig sein könnte. Dabei haben viele Bitterstoffe eine positive Wirkung auf deine Gesundheit.

Bitter im Mund, doch für den Magen gesund

In der Natur kommen Bitterstoffe als Gifte vor, mit denen sich Pflanzen vor Fressfeinden schützen. Für uns Menschen sind sie jedoch äußerst gesund, denn Bitterstoffe liefern basische Verbindungen, die dabei helfen, einen erhöhten Säurespiegel wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Weil sie zudem deinem Magen-Darm-Trakt auf die Sprünge helfen, sind sie ein willkommener Helfer bei Verdauungsproblemen. Bei Kontakt mit den Geschmacksnerven auf deiner Zunge regen sie den Speichelfluss an und fördern die Bildung von Magensaft und Galle. Dadurch kann dein Körper Fett aus der Nahrung besser verarbeiten. Dafür dankt dir auch deine Leber! Außerdem bewirken Bitterstoffe, dass das Sättigungsgefühl schneller eintritt. Du isst automatisch weniger. So können dir die bitteren Stoffe auch dabei helfen, Übergewicht zu reduzieren und dich vor Heißhunger auf Zuckerfallen bewahren.

Bitterstoffe: Hier findest du sie

Aufgrund der vielfältigen Vorteile für deine Gesundheit sollten bittere Lebensmittel regelmäßig auf den Teller. Sie stecken zum Beispiel in Chicorée, Artischocken, Endivien, Rucola, Kohl oder Löwenzahn. Auch in Kräutern und Gewürzen wie Thymian, Estragon oder Ingwer findest du Bitterstoffe. Außerdem kannst du sie trinken: Kaffee, Salbeitee oder grüner Tee sind reich an Bitterstoffen.

Da der bittere Geschmack nicht besonders beliebt ist, hat man ihn verstärkt aus Obst- und Gemüsesorten herausgezüchtet. Wir sind heute also mildere Geschmacksrichtungen gewöhnt und reagieren dadurch noch empfindlicher auf die bitteren Noten. Glücklicherweise können wir unsere Geschmacksnerven auch wieder umprogrammieren. Erinnerst du dich zum Beispiel noch an deinen ersten Schluck Kaffee? Der war damals bestimmt alles andere als ein Genuss für dich. Mit der Zeit gewöhnen wir uns jedoch an den bitteren Geschmack und wissen ihn vielleicht sogar zu schätzen. Lasse dich also ruhig einmal auf neue bittere Geschmackerlebnisse ein! Auf vielen Biohöfen findest du heute noch ursprüngliche Obst- und Gemüsesorten, die deutlich reicher an Bitterstoffen sind, als die Ware, die wir im Supermarkt finden.

Wenn dir nun nach etwas Bitterem ist, findest du in unseren Rezepttipps spannende Anregungen! Wie wäre es zum Beispiel mit einem Spargelrisotto mit Löwenzahn oder Artischockenrisotto mit Fenchel?

Bist du auf der Suche nach weiteren Tipps, um Übergewicht zu reduzieren? Dann solltest du dir unbedingt unser AOK-Programm „Abnehmen mit Genuss“ anschauen. Hier erfährst du, wie du ohne Hunger und ohne Verbote abnimmst und dabei auch noch Spaß hast.

Gute Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.

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