Blutspende: Werde Lebensretter!
Selbsthilfe

Blutspende: Werde Lebensretter!

15.000 Blutspenden täglich werden in Deutschland laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) benötigt. Diese Menge wird gebraucht, damit schwerkranke Menschen oder solche, die durch Unfälle oder auch zur Behandlung von verschiedenen Erkrankungen und bei größeren Operationen Blutverlust erleiden, angemessen versorgt werden können. Blut spenden heißt daher Leben retten! Es zeugt von gesellschaftlichem Bewusstsein und ist ein Akt der Nächstenliebe, wenn du dein Blut anderen Menschen, die es dringend brauchen, zur Verfügung stellst. Leider spenden in Deutschland nur rund drei Prozent der Bevölkerung Blut, was in Ferienzeiten schon einmal zu Engpässen führen kann. Dabei kann jeder selbst schnell in die Situation kommen, eine Spende zu benötigen.

Einfach und ungefährlich – aber ein paar Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Blutspenden ist für dich ganz einfach und ungefährlich. Dein Blut wird mit hoch entwickelten Methoden umfassend untersucht und erst nach 24 Stunden für den Einsatz freigegeben. Das Mindestalter für den Spender beträgt 18 Jahre. Eine Altershöchstgrenze gibt es nur für die Erstspende, die Spender dürfen nicht älter als 65 Jahre sein. Ansonsten wird je nach Gesundheitszustand ab 68 Jahren entschieden, ob dein Blut noch geeignet ist. Frauen dürfen viermal im Jahr, Männer sechsmal jährlich spenden. Zwischen den Spenden sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens acht Wochen liegen. Ansonsten solltest du gesund sein und mehr als 50 Kilogramm wiegen. Ein paar Gründe gibt es aber, aus denen eine Blutspende zeitlich begrenzt zurückgestellt wird. Dazu gehören zum Beispiel eine Schwangerschaft, Auslandsaufenthalte in Malariagebieten, Piercings und Tätowierungen. Darüber hinaus sind Personengruppen mit bestimmten Erkrankungen oder Risikoverhalten dauerhaft ausgeschlossen. Im Zweifelsfall kannst du dies während deiner Untersuchung mit deinem Arzt besprechen.

Wichtig für das erste Mal – so läuft die Spende ab

Die Blutspende selbst dauert nur fünf bis zehn Minuten. Insgesamt solltest du etwa eine Stunde einplanen für die Registrierung deiner Daten, einen vorausgehenden Gesundheitscheck und die anschließende Ruhezeit. Bitte bringe ein amtliches Personaldokument mit.

Nach der Registrierung füllst du einen Fragebogen zu deinem Gesundheitszustand aus. Dieser beinhaltet beispielsweise Fragen zu Medikamenten, Impfungen oder Vorerkrankungen. Ein kleiner Gesundheitscheck folgt, bei dem ein Arzt Blutdruck, Temperatur und den Hämoglobinwert deines Blutes prüft. Ist der Eisenwert zu niedrig, wirst du nicht zur Blutspende zugelassen. Außerdem wird der Fragebogen besprochen. So sollen mögliche Risiken für dich und den Blutspendenempfänger ausgeschlossen werden.

Über eine Spritze in die Vene der Ellenbeuge wird etwa ein halber Liter (500 ml) Blut entnommen. Da durch die Blutentnahme kurzzeitig der Blutdruck gesenkt wird, solltest du etwa 20 bis 30 Minuten nach der Spende ruhen, um Schwindel vorzubeugen. Getränke, ein Käsebrot oder ein Apfel werden meist anschließend gereicht und helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Auf Sport sollest du an diesem Tag lieber verzichten.

Auch nach der Blutentnahme hast du noch einmal die Möglichkeit, deiner Spende zu widersprechen, falls du dir nicht sicher bist, ob du doch zu einer Risikogruppe gehörst. Das nennt man „freiwilligen Selbstausschluss“.

Als Erstspender bekommst du wenige Wochen später deinen Blutspendeausweis zugeschickt.

Komm, mach mit – werde Lebensretter

Das Transfusionsgesetz verbietet in Deutschland die Bezahlung einer Spende. Je nach Anbieter erhältst du allerdings eine kleine Aufwandsentschädigung von etwa 25 Euro. Dafür hast du die Gewissheit, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Das DRK organisiert 70 Prozent aller Spenden in Deutschland. Hier kannst du ganz einfach den nächsten Termin in deiner Nähe finden. Jede Spende wird benötigt, unabhängig von der Blutgruppe, also mach mit und sei ein Lebensretter!

Weitere Newsletter Themen: