Darmprobleme: wenn die Gesundheit aus dem Gleichgewicht gerät
Körperwissen

Darmprobleme: wenn die Gesundheit aus dem Gleichgewicht gerät

Unser Darm beeinflusst unseren Körper und unser Wohlbefinden maßgeblich. Probleme mit dem Darm können sich sehr unterschiedlich äußern: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Auch die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. So können unter anderem falsche Ernährung oder Bewegungsmangel zu Darmbeschwerden führen. Auch bestimmte Medikamente, beispielsweise Antibiotika, können der Auslöser sein.

Ebenso hat die Psyche einen zentralen Einfluss auf das Verdauungssystem. Der Darm reagiert bei vielen Menschen empfindlich auf belastende Situationen. Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung sind dann mögliche Folgen.

Vorbeugen statt nachsehen

Um den Darm gesund zu halten, kannst du vorbeugend einiges tun:

  • Viel trinken: Mindestens eineinhalb bis zwei Liter am Tag sollten es sein. Bei hohem Flüssigkeitsverlust, z. B. durch Schwitzen, auch mehr. Ideal sind Wasser und ungesüßte Tees.
  • Möglichst ballaststoffreich ernähren: Bei Neigung zu Verstopfung („Obstipation“) sollte man darauf achten, ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen – in Verbindung mit ausreichend Flüssigkeit quellen sie im Darm auf und machen den Stuhl gleitfähiger. Gemüse und Vollkornprodukte sind gute Quellen.
  • Stress reduzieren: Die Verdauung kann unter Dauerbelastung leiden. Nimm dir öfter Zeit für dich und deine Erholung. Nicht nur dein Darm wird es dir danken!
  • Fleischkonsum beschränken: Fleisch enthält keine Ballaststoffe. Zudem werden bei bestimmter Verarbeitung und Zubereitung schädliche Stoffe, sogenannte „Nitrosamine“, gebildet, die in Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Insbesondere das Darmkrebsrisiko steigt bei erhöhtem Fleischkonsum.
  • Ausreichend Bewegung: Trainierte Bauchmuskeln sowie ausreichend Bewegung wirken sich positiv auf die Darmtätigkeit aus.

Wann du besser einen Arzt aufsuchen solltest, zeigt dir die Infografik:

Meist treten verschiedene Symptome in Kombination miteinander auf. Wenn ein oder mehrere der in der Grafik aufgeführten Beschwerden bei dir sogar regelmäßig vorkommen, solltest du in jedem Fall einen Experten befragen.

Leider kann es in manchen Fällen einen ernsteren Hintergrund haben, wenn der Darm erkrankt. So zählt Darmkrebs zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland.

Alarmsignale für Darmkrebs können sein:

  • Plötzlicher Durchfall oder Verstopfung oder Auftreten der beiden Symptome im Wechsel
  • Blässe und Blutarmut
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Blut im Stuhl (auch kleine Beimengungen)

Bei der Darmspiegelung im Rahmen der Früherkennung werden eventuelle Vorstufen von Darmkrebs entfernt und die Erkrankung somit verhindert. Selbst frühe Stadien von Darmkrebs haben in der Regel sehr gute Heilungschancen. Auf den Seiten der AOK Hessen findest du hilfreiche Infos.

Bitte beachte: Dieser Artikel ersetzt keineswegs eine ärztliche Beratung. Suche immer einen Arzt auf, wenn du unsicher bist.