Das Burnout-Syndrom
Warnsignale

Das Burnout-Syndrom

Andauernde Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, eine zunehmend pessimistische Sicht auf die Dinge, Überforderung und Lustlosigkeit in verschiedenen Bereichen. Das alles sind, neben diversen weiteren Empfindungen, mögliche Symptome eines Burnout-Syndroms. Doch was genau ist eigentlich dieses „Burnout“, von dem in den letzten Jahren so viele Menschen sprechen?

Allgemein lässt sich Burnout als Zustand totaler chronischer Erschöpfung beschreiben, der über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten andauert. Man fühlt sich den gestellten Anforderungen nicht mehr gewachsen, weiß nicht, wie man alles bewältigen soll, und fühlt sich am Ende der eigenen Leistungsfähigkeit. Kurz: Man fühlt sich ausgebrannt. Dabei handelt es sich keineswegs um eine „Mode-Erscheinung“ oder ein neues Problem. Vielmehr haben die veränderten Lebensumstände, die gestiegenen Anforderungen im Beruf und die Flut an Informationen die Anzahl der Betroffenen in den letzten Jahren stark ansteigen lassen.

Was ist noch normal?

Es gibt eine Vielzahl von Ratgebern, Themenschwerpunkten in TV-Sendungen und anderen Medien, die sich mit dem Thema befassen. Das kann auf der einen Seite als positiv bewertet werden, weil es eine gesellschaftliche Akzeptanz für Burnout schafft. So können die Betroffenen leichter über ihre Situation sprechen und werden nicht so oft abgewiesen.

Auf der anderen Seite ist die Gefahr groß, dass Freunde oder Bekannte aufgrund von Halbwissen meinen, sie würden die klassischen Symptome bei einem anderen erkennen. Wichtig ist auf jeden Fall, dringend einen Facharzt aufzusuchen, wenn man das Gefühl hat, dass die oben beschriebenen Symptome da sind und anhalten. Ein geschulter Arzt kann erkennen, ob es sich um eine temporäre Überforderung, ein Burnout-Syndrom oder eine beginnende Depression handelt.

Der Weg aus der Krise

Wenn die Diagnose feststeht, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Therapie. In den meisten Fällen hilft das Umstellen der bisherigen Gewohnheiten, z. B.: bewusstes Umgehen mit sich und seinem Umfeld, Erlernen eines neuen Hobbys oder sportliche Aktivitäten. All dies hilft beim Abbau von Stress und beim Erzielen von kurzfristigen Erfolgserlebnissen.

Darüber hinaus kann ein Arzt eine Therapie ansetzen, die die Symptome lindert und unterstützend hilft, mit den Anforderungen im Alltag adäquat umzugehen.

Möglichkeiten der Prävention

Es gibt aber auch viele Möglichkeiten, dem Ausgebranntsein vorzubeugen. Neben geregelten Arbeitszeiten und Stressvermeidung sind vor allem soziale Kontakte und feste Beziehungen wichtig. Gespräche mit guten Freunden helfen, Ängste und Zweifel zu bewältigen. Dabei ist es wichtig, sich so zu geben, wie man ist, und sich nicht zu verstellen. Wahre Freunde werden sich die Zeit nehmen und zuhören.

Möchtest du mehr zu diesem Thema erfahren? Oder zeigt jemand in deinem Umfeld ähnliche Symptome?

Hier findest du weitere Informationen zum Umgang mit Burnout auf den Seiten der AOK Hessen: https://www.aok.de/hessen/gesundheit/medizinische-datenbank-93120.php?action=detail&id=40.