Dein Kind trinkt mit – Alkohol in der Schwangerschaft
Suchtprävention

Dein Kind trinkt mit – Alkohol in der Schwangerschaft

Alkohol ist ein weitverbreitetes Genussmittel und in unserer Gesellschaft leider allzu selbstverständlich. Ein Glas Sekt, Wein oder Bier ist auf vielen Veranstaltungen normal. Die Risiken, die regelmäßiger Genuss von Alkohol mit sich bringt, sind bekannt. Doch gerade während der Schwangerschaft ist nicht nur die werdende Mutter, sondern besonders das ungeborene Kind betroffen. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann Entwicklungsstörungen und bleibende körperliche Schäden verursachen, denn der Alkohol geht vom Blut der Mutter unmittelbar in das des Kindes über.

Unbemerkt schwanger

Nicht selten verläuft eine Schwangerschaft bis zum Ausbleiben der Periode unbemerkt, und in dieser Zeit hast du vielleicht noch Alkohol konsumiert, ohne zu wissen, dass du bereits für zwei trinkst. Alkohol ist in jedem Stadium der Schwangerschaft gefährlich, daher solltest du, auch wenn nur der Verdacht auf eine Schwangerschaft besteht oder du schon lange schwanger werden möchtest, konsequent auf Alkohol verzichten.

Alkohol schadet dem Kind immer

Welche Folgen Alkoholkonsum für das Kind hat, hängt davon ab, in welcher Phase der Schwangerschaft du dich befindest:

  • Folgen im ersten Drittel: Im ersten Schwangerschaftsdrittel ist der Embryo besonders empfindlich, und es besteht ein hohes Risiko für Fehlbildungen des Gesichts sowie der Seh- und anderen Organe, da Alkohol das Zellwachstum und die Zellvermehrung stört. Dies betrifft insbesondere das Gehirn, welches deutlich weniger Zellen bildet und so auch die spätere geistige Entwicklung des Kindes beeinträchtigen kann.
  • Folgen im zweiten Drittel: Vom vierten bis sechsten Monat besteht ebenfalls eine hohe Wahrscheinlichkeit für Wachstumsstörungen. Das Risiko einer durch Alkoholkonsum verursachten Fehlgeburt ist in diesem Stadium besonders hoch.
  • Folgen im letzten Drittel: In der letzten Phase der Schwangerschaft beeinträchtigt der Konsum von Alkohol die enormen Wachstumsfortschritte, die in dieser Phase normalerweise stattfinden. Auch das Wachstum des Gehirns ist weiterhin gefährdet, was sich später in verminderten geistigen Fähigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten äußern kann.

Verzichte – deinem Kind zuliebe

Trägt das Kind gravierende Schädigungen davon, spricht man von einem fetalen Alkoholsyndrom. Die Symptome dafür können allgemeine Unterentwicklung, körperliche Missbildungen, Verhaltensstörungen und eine Verminderung der geistigen Fähigkeiten sein.

Da die genauen Auswirkungen selbst geringster Alkoholmengen nie sicher vorhersagbar sind, bleibt also nur eine Strategie: Du solltest komplett auf Alkohol verzichten, um die Gesundheit deines Kindes nicht unnötig zu gefährden und lebenslange Folgen zu vermeiden.

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