Dein Körper in der Schwangerschaft: Lunge, Mund & Darm
Entwicklung

Dein Körper in der Schwangerschaft: Lunge, Mund & Darm

Während der Schwangerschaft geht es im weiblichen Körper drunter und drüber. Beinahe jeder Teil deines Organismus durchlebt in diesen neun Monaten Veränderungen. Auch die Lunge und der Verdauungstrakt sind betroffen. Das ist zwar völlig normal, aber für die werdende Mutter nicht immer angenehm, weil es zu Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Kurzatmigkeit und Geschmacksverlust kommen kann. Warum das so ist, was genau dabei in deinem Körper geschieht und was gegen die Beschwerden hilft, erfährst du in diesem Artikel.

Kurzatmigkeit – woran liegt’s und was kannst du tun?

Während der Schwangerschaft benötigt dein Körper mehr Sauerstoff. Schließlich musst du jetzt nicht nur dich selbst, sondern auch das Baby mit Sauerstoff versorgen. Deswegen weitet sich schon zu Beginn der Schwangerschaft dein Brustkorb und du atmest – oft ohne es zu merken – tiefer ein. Im letzten Drittel der Schwangerschaft benötigt das wachsende Baby schließlich so viel Platz, dass die Lunge dadurch eingeengt werden kann. Spätestens jetzt stellt sich bei der werdenden Mutter ein Gefühl der Kurzatmigkeit ein. Schon nach leichtem Treppensteigen benötigst du dann plötzlich eine Verschnaufpause. Diese kannst du dir in dieser Situation auch auf jeden Fall gönnen.

Um der Kurzatmigkeit entgegenzuwirken, solltest du dich aber regelmäßig bewegen. Spaziergänge und leichte Übungen halten dich und deinen Blutkreislauf in Schwung. Aber Vorsicht – nicht übertreiben! Du solltest dich während dieser Aktivitäten immer noch unterhalten können, ohne nach Luft schnappen zu müssen. Auch Yoga und regelmäßige Atemübungen können helfen. Manchmal weisen Atemnot und schnelles Ermüden auch auf einen Eisenmangel hin. In diesem Fall solltest du mit deinem Arzt mögliche Behandlungsmethoden abklären.

Verstopfung und Blähungen – das hilft dem trägen Darm auf die Sprünge

Genau wie Kurzatmigkeit ist auch die träge Verdauung für Schwangere ein recht häufiges Problem. Um mehr Nährstoffe aus der Nahrung gewinnen zu können, verlangsamt dein Körper die Verdauung. Außerdem entzieht der Magen-Darm Trakt jetzt auch mehr Wasser. Dadurch wird nicht nur der Stuhlgang seltener, die Konsistenz wird härter und es kann vermehrt zu Blähungen, Völlegefühl und Übelkeit kommen.

Von der Einnahme abführender Medikamente wird in der Regel abgeraten. Diese haben oft eine wehenfördernde Wirkung und sollten auf keinen Fall ohne ärztliche Beratung genommen werden.

Du bist also auch hier wieder einmal auf sanfte Hilfe angewiesen. Besonders wichtig für eine geschmeidigere Verdauung ist natürlich die richtige Ernährung. Stopfende Speisen aus Weißmehl und dunkler Schokolade sowie blähende Lebensmittel wie Zwiebel und Hülsenfrüchte solltest du möglichst meiden. Milde Joghurts und Molkegetränke hingegen bringen deine Verdauung wieder in Schwung. Warme Kräuter- und Früchtetees wirken wohltuend und versorgen dich mit Flüssigkeit. Obst, Gemüse und Vollkornbrot liefern die nötigen Ballaststoffe.

Schmeckt oder schmeckt nicht?

Übrigens verändert sich bei vielen Schwangeren auch das Geschmacksempfinden. Der einst geliebte Kaffee will plötzlich nicht mehr schmecken und von deinem Lieblingsburger wird dir schon beim Anblick übel. Forscher gehen davon aus, dass werdende Mütter eine feinere Wahrnehmung dafür entwickeln, was ihrem Körper guttut und was nicht. Es kann also durchaus interessant sein, auf diese Signale zu achten.

Manche Schwangeren beklagen auch einen permanent schlechten oder metallischen Geschmack im Mund. Hier können Pfefferminzbonbons oder Ingwertee helfen.

Die Bewegung haben wir schon ein paar Absätze weiter oben thematisiert.

Weitere Tipps für eine gesunde Schwangerschaft findest du hier.