Diabetes Typ 2: mit gesunder Ernährung das Risiko verringern
Volkskrankheit

Diabetes Typ 2: mit gesunder Ernährung das Risiko verringern

Es gibt verschiedene Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. In einigen Familien gibt es zum Beispiel ein erbliches Risiko, doch auch chronischer Stress, Depressionen oder eine ungesunde Lebensweise können Diabetes fördern. Vor allem mit einer gesunden Ernährung kannst du jedoch das Diabetesrisiko senken.

Ausbruch der Krankheit – eine schleichende Entwicklung

Bei Diabetes gilt: rechtzeitig gegensteuern. In vielen Fällen verursacht Diabetes Typ 2 anfangs kaum Beschwerden. So kann die Krankheit im Anfangsstadium lange unentdeckt bleiben. Doch dauerhaft hohe Zuckerwerte schaden dem Körper. Dadurch entsteht die sogenannte Insulinresistenz. Sie bewirkt, dass wir den Zucker nicht mehr richtig in unseren Zellen aufnehmen und in Energie umwandeln können. Unser Blutzuckerspiegel steigt. Erste Warnzeichen können erhöhter Harndrang in Kombination mit trockener Haut und ständigem Durstgefühl sowie ein Gefühl von Schwäche und Abgeschlagenheit sein. Um Gewissheit zu bekommen, kannst du deine Zuckerwerte regelmäßig bei deinem Arzt prüfen lassen.

Achtung vor diesen Lebensmitteln!

Vorsicht mit Alkohol: Die Volksdroge Nummer eins ist sehr kalorienreich und steigert zudem dein Hungergefühl. Außerdem kann sich eine Fettleber bilden, die wiederum zur Insulinresistenz führt.

Überangebot an Kohlenhydraten: Zuckerhaltige Getränke, süße Snacks zwischendurch und üppige Mahlzeiten mehrfach am Tag – ist dein Körper dieser ständigen Befeuerung mit Kohlenhydraten ausgesetzt, versucht er, dies auszugleichen. Aber irgendwann sind die zuständigen Zellen „mürbe“. Sie können ihre Arbeit nicht mehr verrichten, eine Insulinresistenz entsteht. Dies ist die Ursache der sogenannten Zuckerkrankheit.

Falsche und zu viele Fette: Die falsche Zusammensetzung und eine zu große Menge an Fetten begünstigen ein höheres Risiko für Diabetes Typ 2. Besonders gesättigte Fettsäuren, die überwiegend in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst und Aufschnitt vorkommen, sind ein Risikofaktor. Das überschüssige Fett wird vom Körper vor allem als Bauchfett gespeichert. Im Bauchfett sind Hormone aktiv, die die Fähigkeit, Insulin auszuschütten, verringern. Dahingegen scheinen ungesättigte Fettsäuren, nämlich pflanzliche Fette aus Walnüssen, Cashewkernen oder Leinsamen, das Diabetesrisiko eher zu senken.

Menüvorschlag – plane deinen Tag

Die Risiken zu kennen, ist eine Sache – sie zu vermeiden, eine andere. Besonders wenn wir unter Stress stehen und wenig Zeit haben, lassen wir gerne mal fünfe gerade sein. Deshalb empfehlen wir dir, deine tägliche Ernährung im Voraus und vor allem bewusst zu planen. Um dir den Start zu erleichtern, habe wir dir zur ersten Orientierung einen Menüvorschlag erstellt.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Viele kleine Maßnahmen können eine große Wirkung erzielen und das Risiko von Diabetes Typ 2 senken. Bereits eine leichte Gewichtsreduktion und ein bisschen mehr Bewegung, zum Beispiel durch tägliche Spaziergänge, Walken, Yoga oder Gymnastik, können einen positiven Einfluss haben. Vielleicht findest du bei unseren Gesundheitskursen das Richtige für dich. Auch etwas mehr Zeit für dich selbst und dein eigenes Wohlbefinden sind ein guter Grundstein für deine Gesundheit.

Bei einer bestehenden Diabeteserkrankung bekommst du Unterstützung durch unser Programm AOK-Curaplan Diabetes mellitus Typ 2. Hier erhältst du eine kontinuierliche Betreuung durch Ärzte, es werden individuelle Therapieziele festgelegt und du kannst an verschiedenen Schulungsprogrammen teilnehmen.

Eine gute Gesundheit wünscht dir deine AOK Hessen!