Die innere Uhr: Wie viel Schlaf benötigen wir?
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Die innere Uhr: Wie viel Schlaf benötigen wir?

Na, hast du gut geschlafen? Ein gesunder Schlaf ist wichtig für unser Wohlbefinden. Wer regelmäßig schlecht schläft, büßt dadurch an Lebensqualität ein und gefährdet seine Gesundheit. Das Phänomen der Schlafstörung ist nicht selten. Experten gehen davon aus, dass jeder Fünfte darunter leidet. Aber was genau versteht man unter gesundem Schlaf? Wie viel Schlaf ist normal? Ab wann spricht man von Schlafstörungen? Wodurch werden sie verursacht? Und was haben Eulen und Lerchen damit zu tun? In diesem Artikel findest du die wichtigsten Informationen und Tipps rund um das Thema Schlaf.

Wie viel Schlaf ist gesund?

Sechs Stunden? Zwölf Stunden? Wie viel Schlaf ein Mensch benötigt, hängt – neben anderen Faktoren – auch von seinem Alter ab. Ein Neugeborenes schläft bis zu 20 Stunden pro Tag. Auch Kinder und Jugendliche benötigen nicht selten zehn bis zwölf Stunden Schlaf. Senioren reichen hingegen oft schon sechs oder sieben Stunden. Übrigens kommt es nicht nur auf die Quantität der Schlafstunden an. Auch die Qualität ist für deine Erholung entscheidend. Vereinfacht könnte man sagen, dass Schlafforscher zwischen zwei verschiedenen Arten von Schlaf unterscheiden: Leichtschlafphasen und tiefere Traumschlafphasen. Diese wechseln sich in sogenannten Schlafzyklen mehrmals pro Nacht ab. Um erholt aus dem Bett zu steigen, ist es wichtig, beide Phasen zu durchlaufen.

Es gibt also mehrere Kriterien, die einen gesunden Schlaf ausmachen: Du schläfst abends in der Regel einfach ein, hast keine Probleme durchzuschlafen und fühlst dich morgens erholt? Glückwunsch! Du hast höchstwahrscheinlich ein gesundes Schlafverhalten. Bedenklich wird es, wenn du über einen längeren Zeitraum häufig nachts stundenlang wach liegst oder dich trotz ausreichender Schlafstunden am Morgen wie gerädert fühlst. Dann solltest du besser einen Arzt aufsuchen, um zu klären, ob du unter Schlafstörungen leidest. Die Ursachen dafür können sehr unterschiedlicher Natur sein. Körperliche Beschwerden ebenso wie psychischer Druck können dir den Schlaf rauben oder verhindern, dass du Tiefschlafphasen erreichst.

Von Eulen und Lerchen

Jeder Mensch hat eine Art innere Uhr. Sie gibt vor, zu welcher Tageszeit wir uns fit fühlen, wann wir Erholung brauchen und wann wir am besten schlafen. Mediziner unterscheiden dabei zwei verschiedene Schlaftypen: Lerchen und Eulen. Als Lerchen bezeichnet man Menschen, deren Leistungsfähigkeit in den Morgenstunden am höchsten ist. Abends werden Lerchen dafür früher müde. Als Eulen hingegen bezeichnet man nachtaktive Menschen. Sie laufen erst viel später am Tag zur Hochform auf. Dafür sind sie in den frühen Morgenstunden weniger fit. Zu welchem Schlaftyp du gehörst, hängt dabei von zahlreichen Faktoren ab. Forscher gehen davon aus, dass genetische Veranlagung, das Alter und der Hormonspiegel entscheidende Rollen spielen. Es liegt also nicht immer in unserer Hand, ob wir eher zu den Frühaufstehern oder den Morgenmuffeln gehören. Aber egal ob Lerche oder Eule – für unser Wohlbefinden lohnt es sich, den Alltag so gut wie möglich unserer inneren Uhr anzupassen.

Mehr Tipps für einen gesunden Schlaf findest du auf der Internetseite deiner AOK Hessen.

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