Einfach & lecker: Gemüsebrühe selbst herstellen
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Einfach & lecker: Gemüsebrühe selbst herstellen

Ob Suppen, Saucen oder deftige Gerichte – Gemüsebrühe verleiht vielen Speisen schnell und unkompliziert einen feinwürzigen Geschmack. Wusstest du, dass du sie auch bequem selbst herstellen kannst? Wir stellen dir zwei Varianten vor: die klassische Gemüsebrühe in Flüssigform und die haltbare Würzpaste.

Wie viel Gemüse steckt wirklich drin?

Instant-Gemüsebrühen aus dem Handel haben keinen guten Ruf. Im Durchschnitt enthalten die meisten Produkte gerade mal zehn bis zwanzig Prozent Gemüse. Stattdessen finden sich Geschmacksverstärker, Aromen und weitere Zusatzstoffe in den Fertigbrühen. Stellst du deine Gemüsebrühe hingegen selbst her, hast du genau im Blick, was drinsteckt. Das Aroma muss darunter übrigens nicht leiden. Im Gegenteil! Du kannst deiner Fantasie freien Lauf lassen, aus einer Vielzahl von Zutaten wählen und so eine Brühe ganz nach deinem Geschmack zusammenstellen.

Welche Zutaten eignen sich für die Gemüsebrühe?

Eine gute Basis für deine Brühe bietet das klassische Suppengemüse. Darunter versteht man Wurzelgemüse wie Knollensellerie, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Kohlrabi oder Möhren. Zudem tragen Zwiebeln, Knoblauch und Lauch bzw. Porree kräftig zum Geschmack bei. Bei der Wahl von frischen Kräutern gilt: Erlaubt ist alles, was dir schmeckt. Stelle dir zum Beispiel deine Kombination aus Petersilie, Gartenkresse, Thymian, Rosmarin, Koriander, Schnittlauch oder Liebstöckel zusammen. Idealerweise besorgst du deine Zutaten in Bioqualität frisch vom Wochenmarkt. Für das besondere Etwas kannst du noch Lorbeer, Gewürznelken, Wacholderbeeren oder Senfkörner hinzugeben. Magst du es etwas schärfer, kannst du auch Chili oder Ingwer mitkochen.

Rezepttipp 1: flüssige Gemüsebrühe

Am einfachsten erhältst du eine würzige Brühe, indem du die Zutaten kochst. Hier unser Rezepttipp für zwei Liter Gemüsebrühe:

  • 2 Liter Wasser
  • ½ Knollensellerie
  • 3 Petersilienwurzeln
  • 2 große Möhren
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Packung Gartenkresse
  • Salz (etwa 2 Teelöffel)
  • 2 Esslöffel Olivenöl

Sellerie, Petersilienwurzeln, Möhren, Zwiebeln sowie Knoblauch schälen und grob würfeln. Den Lauch längs halbieren, waschen und in 2 Zentimeter breite Streifen schneiden. Alle geschnittenen Zutaten in einen Topf mit dem Öl geben und 5 Minuten andünsten. Dann mit 2 Litern Wasser ablöschen und 45 Minuten abgedeckt bei schwacher Hitze köcheln lassen. Die Kräuter waschen, fein hacken, hinzugeben und 10 Minuten weiterkochen lassen. Nach Belieben mit Salz abschmecken.

Anschließend kannst du die Brühe sieben oder – wenn du sie noch klarer haben möchtest – durch ein sauberes Handtuch passieren. Wenn du die Brühe nicht auf Anhieb ganz aufbrauchst, kannst du sie portionieren und haltbar machen. Hierzu bieten sich dir zwei Möglichkeiten: Zum einen kannst du sie in kleine, keimfreie Gläser geben und einkochen. Alternativ füllst du die abgekühlte Brühe in kleine Förmchen und frierst sie ein. So kannst du die gefrorenen Würfel beim Kochen spielend leicht deiner Mahlzeit hinzufügen.

Rezepttipp 2: Gemüsebrühe als Würzpaste

Die Würzpaste ist eine praktische und zugleich leicht herstellbare Alternative zur Flüssigbrühe. Dazu brauchst du lediglich etwas mehr Salz, einen starken Mixer sowie folgende Zutaten:

  • ½ Knollensellerie
  • 2 kleine Möhren
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Päckchen Gartenkresse
  • 1 Bund Liebstöckel
  • 100 Gramm Salz

Sellerie, Möhren, Zwiebeln und Knoblauch schälen sowie grob würfeln. Den Lauch längs halbieren, waschen und in 2 cm breite Streifen schneiden. Die Kräuter putzen, zerpflücken oder klein hacken. Dann gibt du alle geschnittenen Zutaten in einen Standmixer. Einmal grob schreddern, dann das Salz hinzugeben und anschließend so lange pürieren, bis daraus ein feiner Brei entsteht. Diesen kannst du nun in ein abgekochtes, keimfreies Glas geben und im Kühlschrank mehrere Monate aufbewahren. Das Salz macht das Gemüse haltbar. Zum Würzen nimmst du je nach gewünschter Geschmacksintensität 1 bis 2 Teelöffel pro 500 Milliliter Wasser.

Gemüsebrühe tut bei Erkältung genauso gut wie ein heilsamer Tee. Außerdem ist sie glutenfrei und vegan. Wenn du noch mehr Inspirationen für eine vegane Ernährung suchst, legen wir dir unsere Tipps zu den besten veganen Blogs ans Herz.

Neben einer gesunden Ernährung kannst du auch mit Entspannung und Bewegung viel für deine Gesundheit tun. Mit unseren Gesundheitskursen bieten wir dir eine große Auswahl.

Gute Gesundheit und viel Spaß beim Genießen wünscht deine AOK Hessen.

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