Einfach selbst gemacht: leckere Rezepte für Baby-Obstbrei
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Einfach selbst gemacht: leckere Rezepte für Baby-Obstbrei

Nur ein paar Zutaten und frische Früchte, ein bisschen Know-how und etwas Zeit – so lässt sich gesunder Obstbrei fürs Baby in der eigenen Küche herstellen. Der Vorteil: Du kannst alle Zutaten selbst bestimmen und bereitest genau den Brei zu, der deinem Baby schmeckt. Wir erklären dir, wie es geht, und stellen dir leckere Rezepte zum Selbermachen vor.

Brei als Ergänzung zur Milchmahlzeit

Beikost kann Babys ab dem 5. Lebensmonat angeboten werden. Darunter versteht man Breie, die nach und nach die Milchmahlzeiten ersetzen. Muttermilch oder Baby-Milchnahrung als einzige Mahlzeit reicht dann nicht mehr aus, um den wachsenden Bedarf an Energie und Nährstoffen zu decken. Ernährungsexperten empfehlen, Breie in der folgenden Zusammensetzung und Reihenfolge einzuführen: Den Anfang macht ein Brei aus Gemüse, Kartoffeln, Fleisch oder Fisch. Etwa einen Monat nach Beginn des ersten Breis folgt der Milch-Getreidebrei. Wiederum einen Monat später, also frühestens ab dem 7. Monat, kommt der dritte und damit letzte Brei dazu. Er besteht aus einer Kombination von Getreide und Obst.

Selbst gemachter Obstbrei: wenig Aufwand, mehr Vitamine

Baby-Obstbreie lassen sich gut und mit wenig Zeitaufwand zubereiten. Im Grunde brauchst du nur ein Messer, einen Topf und Löffel sowie einen Stampfer, Pürierstab oder Mixer. Schneller und feiner lässt sich das Obst mit einer Küchenmaschine pürieren. Du kannst das Obst roh zubereiten und pürieren – achte dann jedoch darauf, abgekochtes und wieder abgekühltes Wasser zum Brei hinzuzugeben. Alternativ kannst du es erst garen und anschließend pürieren. Wichtig zu wissen: Rohes Obst kann für dein Baby weniger gut verträglich sein als gegartes. Denn beim Erwärmen werden die Allergene in bestimmten Obstsorten wie Kirschen, Pflaumen oder Honigmelonen zerstört. Hat dein Baby eine Allergie, verträgt es gegartes Obst wahrscheinlich besser.

Wenn du das Obst garst, nimmst du dazu einen Topf mit Wasser. Noch einfacher und handlicher wird es mit einem Dampfeinsatz oder Dampfgarer. Ist der pürierte Brei zu fest, gibst du noch ein bisschen Wasser hinzu. Der fertige Obstbrei kühlt schnell und schonend für Vitamine und Nährstoffe im kalten Wasserbad aus. Brei-Vorräte aufwärmen – auch tiefgekühlte – geht am besten im warmen Wasserbad. Übrigens: Fertig-Obstbreie werden bei ihrer Herstellung sehr lange erwärmt. Dieses Verfahren schadet hitzeempfindlichen Vitaminen. Das recht kurze Garen von Obstbrei zu Hause – vor allem mit Dampfeinsatz oder im Dampfgarer – ist dagegen eine sehr vitaminschonende Zubereitungsart. Kleiner Tipp: Wenn du im Laufe der Monate nach und nach größere Stückchen Obst im Brei lässt, förderst du damit auch die Mundmotorik und Kaumuskulatur deines Babys.

Frische Früchtchen: von Apfel bis Papaya

Bei der Auswahl von Obst für den Baby-Brei sind dir (fast) keine Grenzen gesetzt: Lasse dich vom regionalen, saisonalen und damit frischen Angebot auf dem Wochenmarkt, im Bioladen und Supermarkt inspirieren. Achte dabei auf Bioqualität. Beliebt und bekömmlich sind vor allem säurearme Sorten wie Aprikose, Banane, Birne, Heidelbeere, Melone oder Pfirsich. Auch bei Äpfeln sind milde Sorten zu bevorzugen. Stark säurehaltige Obstsorten wie Zitrusfrüchte oder Kiwis können zu einem wunden Po führen.

Fünf Obstbrei-Rezepte zum Nachmachen

Für unsere Rezepte kannst du rohes Obst zubereiten oder die Zutaten garen. Die Angaben fürs Wasser sind nur eine ungefähre Richtschnur. Je nachdem, wie flüssig oder fest der Brei sein soll, gibst du mehr oder weniger Wasser hinzu. Wichtig: Das gilt nicht für die Beigabe von Öl. Hier ist die angegebene Menge relevant, weil zu viel Öl eine abführende Wirkung haben kann. Zudem solltest du darauf verzichten, dem Obstbrei zusätzlichen Zucker zuzufügen.

Beerenbrei im Frühling

Zutaten*:

  • 100 Gramm Erdbeeren
  • 100 Gramm Apfel
  • 15 Milliliter Wasser

Zubereitung:

  • Erdbeeren waschen und putzen. Apfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Zusammen mit den Erdbeeren pürieren. Danach Wasser zugeben.

Bunter Sommer-Obstbrei

Zutaten:

  • 50 Gramm Apfel
  • 50 Gramm Birne
  • 50 Gramm Nektarine
  • 50 Gramm Aprikose
  • 1 Teelöffel Rapsöl

Zubereitung:

  • Obst schälen, entkernen und klein schneiden oder reiben und zerdrücken. Danach pürieren. Am Ende das Öl unter das Obstmus mischen.

Obstbrei „Tropical“ (schmeckt besser gegart)

Zutaten:

  • 50 Gramm Apfel
  • 50 Gramm Mango
  • 50 Gramm Papaya
  • eine halbe Banane

Zubereitung:

  • Apfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Mit 50 Milliliter Wasser in einen Topf geben und rund 10 Minuten garen, bis die Apfelstückchen weich sind. Währenddessen Banane, Mango und Papaya schälen, entkernen und klein schneiden. Die Früchte kurz vor Ende der Garzeit mit den Apfelstückchen mischen und mitgaren. Dann pürieren.

All-Year-Obstbrei (I)

Zutaten:

  • 160 Gramm Apfel
  • 40 Gramm Banane
  • 30 Milliliter Wasser

Zubereitung:

  • Apfel und Banane schälen, entkernen, klein schneiden und reiben, zerdrücken oder pürieren. Wasser zugeben. Bei Bedarf eventuell noch einmal pürieren.

All-Year-Obstbrei (II)

Zutaten:

  • 100 Gramm Apfel
  • 100 Gramm Birne
  • eine halbe Banane
  • 50 Milliliter Wasser

Zubereitung:

  • Apfel und Birne schälen, Kerne entfernen und in Stücke schneiden. Dann zusammen mit der geschälten Banane zerstampfen oder pürieren. Wasser hinzufügen und noch einmal umrühren oder pürieren.

* Mengenangaben beziehen sich immer auf eine Portion. Nach Bedarf fürs Einfrieren oder Bevorraten die Mengen hochrechnen.

Eigener Obstbrei punktet dreifach: kreativ, gesund und nachhaltig

Selbst gemachter Obstbrei ist einfach zubereitet und gesund. Traue dich und probiere auch eigene Rezepte aus. Du wirst schnell merken, was deinem Baby schmeckt und guttut.

Selbst gemachter Obstbrei punktet noch mit einem weiteren Vorteil: Er unterstützt dich und deine Familie beim nachhaltigen Handeln. Das fängt mit der Entscheidung für regionales und saisonales Obst an. Außerdem vermeidest du beim Selbermachen größerer Mengen auch Abfälle, die sonst beim Kauf von Fertigbrei-Gläschen oder Quetschbeuteln entstehen. Deinen eigenen Baby-Obstbrei kannst du nach dem Pürieren portionsweise einfrieren. Bei -18 Grad Celsius hält er bis zu zwei Monate. Wenn du Obstpüree in Eiswürfelbehälter gibst, kannst du es später gefroren in heißen Milchbrei geben, der dadurch schneller abkühlt.

Der Obstbrei für Babys ist nur ein Teil der sogenannten Beikost. Möchtest du mehr darüber erfahren? Wir beantworten die häufigsten Fragen zum Thema Babybrei und stellen dir die Vor- und Nachteile von Fertig-Obstbreien vor. Außerdem geben wir dir Tipps zu fester Nahrung für Babys.

Was braucht mein Baby noch, um gesund zu sein und sich gut zu entwickeln? Die freundlichen Berater an unserem kostenfreien AOK Baby-Telefon helfen dir rund um Uhr mit Tipps und Expertise. In unserem Expertenforum Kind & Eltern kannst du dich zudem mit anderen Mamas und Papas sowie AOK-Experten austauschen.

Gute Gesundheit und viel Erfolg für den ersten selbst gemachten Brei wünscht deine AOK Hessen.