Eltern werden alt: 5 Warnsymptome der Demenz
Pflege

Eltern werden alt: 5 Warnsymptome der Demenz

Deutschland wird grau, es gibt immer mehr Senioren und das Durchschnittsalter steigt. Die Furcht dement zu werden geht um, denn was nützt es körperlich fit zu sein, wenn der Geist verkümmert?
Aber ab wann ist die Vergesslichkeit im Alter kein normales Altern des Gehirns mehr, sondern als Demenz zu bezeichnen?

1. Sprachprobleme und Vergesslichkeit

Die meisten haben immer mal Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden, vergessen einen Namen oder eine Telefonnummer. Das nimmt auch im Alter zu, weil das Gehirn ebenfalls altert. Wenn aber statt des gesuchten Begriffes ein Fantasiewort oder sinnlose Füllwörter verwendet werden und selbst Namen nahestehender Personen oder sozialer Kontakte vergessen werden und man sich partout nicht erinnert, kann das ein Zeichen für eine beginnende Demenz sein.

2. Orientierungsprobleme

Dass man mal vergisst, welcher Wochentag ist, oder sich in einer fremden Umgebung verläuft, passiert. Demente allerdings stehen mitunter in ihrer eigenen Straße und wissen nicht, wie und wann sie dorthin gekommen sind, wo sie sind und wie sie wieder nach Hause finden.

3. Eingeschränkte Urteilsfähigkeit

Bei Demenz fehlt die Urteilsfähigkeit, dem Anlass entsprechende Kleidung zu wählen. Da kommt es vor, dass der Bademantel für den Gang zum Arzt angezogen oder ein Wintermantel für den Lebensmitteleinkauf im Sommer gewählt wird.

4. Verlorene Gegenstände und der Umgang mit gewohnten Handlungen

Ab und an mal etwas liegenzulassen ist nicht weiter schlimm, sei es der Hausschlüssel bei Freunden oder das Handy im Restaurant. Man vergisst den Topf auf dem Herd oder das offene Fenster, wenn es zu regnen beginnt. Bei einer Demenz nimmt das Verlegen von Gegenständen überhand und wenn sie wieder gefunden werden, dann an ungewöhnlichen Stellen. Und Demente vergessen nicht nur den Topf auf dem Herd, sondern sie vergessen, dass sie überhaupt gekocht haben.

5. Stimmungs- und Persönlichkeitsveränderungen

Demente leiden oft unter sehr starken Stimmungsschwankungen – und das abrupt und ohne Anlass. Dazu kommen oft Persönlichkeitsveränderungen, die einen sanftmütigen, liebevollen Menschen zu Wutausbrüchen, Aggressionen oder auch Ängstlichkeit treiben. Eine genau entgegengesetzte Wesensveränderung ist ebenso möglich. Auch ist es möglich, dass Menschen, die bisher immer sehr aktiv waren, nun jede vermeintliche Anstrengung meiden und sich zurück ziehen.

Gedächtnislücken im Alter kann man vorbeugen, wenn man aktiv bleibt, sich ausgewogen ernährt und abwechslungsreiche und geistig fordernde Hobbys hat. Regelmäßige Bewegung hält fit, Freunde zu treffen und sich mit anderen auszutauschen regt den Geist an. Und gegen vergessene Telefonnummern hilft dann immer noch hervorragend das gute alte Notizbuch!