Fettverbrennung: Das sind die Fakten
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Fettverbrennung: Das sind die Fakten

Fettverbrennung ist immer abhängig von der körperlichen Belastung und dem aktuellen Energiebedarf. Die Kombination aus Sport und bewusster Ernährung führt praktisch zwangsläufig zur Verbrennung von Fett. Denn Fakt ist: Wenn wir mehr verbrennen als aufnehmen, verlieren wir an Gewicht, werden schlanker und verbessern unsere sportlichen Leistungen. Doch was sind denn die effektivsten Sportarten und Tätigkeiten und welche Lebensmittel kurbeln zusätzlich die Fettverbrennung an? Wir stellen einige der berüchtigten Lebensmittel und Aktivitäten vor, die beim Abnehmen hilfreich sein können.

Große Wirkung oder großer Quatsch?

Verschiedene Teesorten wie Grün- und Matetee oder Kaffee sollen das zentrale Nervensystem anregen und vermehrt freie Fettzellen als Energiequelle für die Muskeln zur Verfügung stellen. Das lässt zwar besonders in hohen Mengen die Pfunde schmelzen, jedoch ist hier auch Vorsicht geboten: Zu viel Koffein und Tein sind ungesund für das Herz-Kreislauf-System und führen zu Symptomen wie Herzrasen und Zittern.

Jetzt wird es scharf, denn Chili, Pfeffer und neuerdings auch Ingwer wird nachgesagt, sie regen die Magen-Darm-Aktivität an und erleichtern damit die Verdauung. Jedoch ist unklar, ob die Verdauungsenzyme in den Gewürzen wirklich Einfluss auf die Fettverbrennung haben. Außerdem müsste man davon große Mengen zu sich nehmen, um eine Wirkung zu erzielen, was sicherlich weder einfach noch praktikabel ist.

Fett verbrennen mit Obst und Gemüse

Etwas, was sicherlich besser schmeckt und dessen Einnahme in größeren Mengen leichter gelingt, ist Quinoa. Die kleinen Körner können mit Gemüse zubereitet werden, enthalten unter anderem Eisen, Zink, Selen, Vitamin E und sind gut verdaulich.

Andere Lebensmittel wie Salat, Paprika und Grapefruit punkten mit ihren Ballaststoffen und Vitaminen, die die Fettverbrennung ankurbeln. Grapefruit besteht außerdem zu 90 Prozent aus Wasser, ist also eine ausgezeichnete Flüssigkeitsquelle. Zudem hilft sie bei der Regulierung des Cholesterinspiegels und – besonders jetzt in der kalten Jahreszeit – Erkältungskrankheiten vorzubeugen.

Einige Promis schwören bei Obst auch auf die Kraft der Enzyme, die in der Ananas zu finden sind. Sie bestehen aus Eiweiß und sollen die Fettverbrennung ankurbeln. Jedoch werden diese Enzyme laut Ernährungsexperten in den meisten Fällen von der Magensäure zerlegt, bevor sie etwas bewirken können.

Bewegung ist alles!

Mit welcher Sportart verbrennst du denn nun am meisten Kalorien? Besonders beim Thema Laufen stellt sich die Frage, ob nun Walken oder Joggen auf lange Sicht am effektivsten ist. Laut einer Langzeitstudie führt die Kalorienverbrennung beim Joggen zu mehr Gewichtsabnahme als die Kalorienverbrennung beim Walken, denn der „Nachbrenneffekt“ ist beim Joggen deutlich höher. Welche Variante für dich geeigneter ist, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel von deinem Körpergewicht und deiner Ausdauer.

Für Einsteiger ist Walken dennoch eine gute Alternative, denn die Gelenke werden weniger stark belastet und die Motivation bleibt erhalten, wenn du nach und nach mehr Kondition aufbaust.

Eine andere Sportart, die für Gelenke, Bänder und Sehnen noch besser ist, dabei die Muskelgruppen ebenso gut trainiert, ist das Schwimmen. Dabei verbrennst du allein beim Brustschwimmen über 500 Kilokalorien pro Stunde und beim Rückenschwimmen kannst du zusätzlich deine Bauchmuskeln trainieren.

Gute Nachrichten für Putzteufel

Aber wer mit Bewegung abnehmen möchte, muss nicht immer in die Schwimmhalle fahren oder nach draußen gehen. Du kannst auch den Hausputz als sportliche Herausforderung betreiben – und dabei nicht wenige Kalorien verbrauchen.

Am effektivsten sind Fensterputzen mit 90 Kilokalorien, Staubsaugen mit 120 Kilokalorien und Möbelverrücken mit 220 Kilokalorien pro 30 Minuten. Noch mehr bringt es, wenn du dabei noch bestimmte Muskelpartien wie die Gesäßmuskulatur oder den Bizeps anspannst oder, wie zum Beispiel beim Fensterputzen, Kniebeugen machst.

Ein Zusammenspiel von Faktoren

Letztendlich solltest du dich für eine Sportart entscheiden und eine Form der Ernährung wählen, die am besten zu dir und deinem Alltag passen. Und das bedeutet, dass du sie regelmäßig in deinen Tag integrieren kannst und auch langfristig am Ball bleibst. Denn Fettverbrennung geschieht meist nur mit konsequentem Training und einer rundum gesunden Ernährung. Natürlich kannst du dabei einige der oben genannten Lebensmittel zu dir nehmen und Aktivitäten einbauen, aber Abnehmen solltest du als Langzeitprojekt und nicht als schnell erreichbares Ziel ansehen.

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