Fitnessarmbänder: Was können sie wirklich?
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Fitnessarmbänder: Was können sie wirklich?

Der wachsende Trend zur Selbstvermessung schuf einen riesigen Markt für diverse digitale Helfer, welche die Bewegungsmenge, -abläufe sowie Puls, Blutdruck und Kalorienverbrauch überwachen und in Statistiken und Grafiken überführen. Für die einen sind sie ein Must-have, für die anderen einfach Motivation. Was die technischen Begleiter alles können und ob sie wirklich nützlich sind, erfährst du in diesem Artikel.

Smartwatches – was sie können

Aus den klassischen mechanischen Schrittzählern, wie wir sie von früher kennen, sind inzwischen Fitnessuhren und -armbänder geworden, sogenannte „Wearables“. Sie registrieren Bewegungen des Armes, kalkulieren, errechnen – mehr oder weniger genau – die Zahl der zurückgelegten Schritte oder die verbrauchten Kalorien.

Es gibt inzwischen sogar Geräte, die erkennen können, welche Sportart gerade ausgeübt wurde, weil sie Bewegungsmuster analysieren. Sie liefern zusätzliche Werte wie Pulsfrequenz oder Körpertemperatur, messen Höhe und UV-Index, zeichnen per GPS Streckenverläufe auf oder protokollieren die körperliche Aktivität beim Schwimmen. Aber auch Ruhephasen bleiben nicht unbeobachtet. So gehören das Aufzeichnen und Auswerten von Schlafphasen inzwischen ebenfalls zu den Standardfunktionen.

Wearable und App – untrennbares Duo

Um die Flut der gesammelten Daten auszuwerten, werden diese vom Tracker per Bluetooth an das Smartphone übermittelt und dort mit entsprechenden Apps verarbeitet. Aus den Daten werden dann Grafiken und Statistiken, die veranschaulichen sollen, wie viel man sich am entsprechenden Tag, in den letzten Wochen oder Monaten bewegt hat.

Klappt das mit der Motivation?

Die Antwort auf diese Frage lautet „Jein“. Motivation gelingt im Allgemeinen so: Über passende Anwendungen auf dem Smartphone oder Computer kann der Benutzer nicht nur die eigene Entwicklung seines Kalorienverbrauchs oder Fitnessniveaus vergleichen, sondern sich auch mit anderen messen: Per App oder Mail werden Highscores versendet oder Freunde sportlich herausgefordert, zum Beispiel eine bestimmte Strecke in gleicher oder kürzerer Zeit zurückzulegen.

Das kann klappen, zumindest für eine gewisse Zeit. Wie jeder Trend nutzt sich aber auch dieser mit der Zeit ab und man steht letztlich doch allein da, wenn es um die Motivation geht. Wer sich früh genug in eine Gruppe begibt, die sich gegenseitig motiviert und anstachelt, wird aus gewecktem Ehrgeiz aber länger dabeibleiben und konsequent an neuen Höchstleistungen feilen.

Wobei auch hier gesagt werden möchte: Es geht nicht immer nur um Höchstleistungen. Erlaubt ist, was guttut. Hört auf euren Körper. Angemessen Sport zu treiben, senkt nicht nur den Stresspegel, sondern ist auch ungeheuer gesund.

Mehr zum Thema „Gesundes Leben“ findest du auf der Website der AOK Hessen.