Früh übt sich, wer gesund bleiben will
Vorsorgeuntersuchung

Früh übt sich, wer gesund bleiben will

Manche Krankheiten treten statistisch gesehen mit zunehmendem Alter häufiger auf. Dazu gehören unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und verschiedene Krebserkrankungen wie etwa Gebärmutterhalskrebs und Prostatakrebs. Viele dieser Leiden lassen sich jedoch gut behandeln, wenn sie in einem frühen Stadium erkannt werden. Mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen kannst du also viel für deine Gesundheit tun.

Vorsorgeuntersuchung – das erwartet dich beim Check-up

Zwischen dem 18. und dem 35. Lebensjahr hast du als gesetzlich Krankenversicherter einmalig Anspruch auf einen kostenfreien Gesundheitscheck bei deinem behandelnden Arzt. Ab 35 kannst du die Untersuchung dann alle drei Jahre in Anspruch nehmen. Auch wenn du dich gesund fühlst und keine Beschwerden hast, solltest du diese Chance nutzen und dich regelmäßig checken lassen. So kannst du gesundheitliche Risiken und Belastungen frühzeitig erkennen und Krankheiten gegebenenfalls rechtzeitig gegensteuern.

In einem Vorgespräch stellt dir dein Arzt allgemeine Fragen zu deinem Gesundheitszustand, deiner Krankengeschichte und deinem Lebensstil. Anschließend untersucht er deinen gesamten Körper: Er hört Herz und Lunge ab, tastet Hals und Bauch ab und prüft, ob Wirbelsäule, Bewegungsapparat, Nervensystem und Sinnesorgane einwandfrei funktionieren. Anschließend misst er deinen Blutdruck und sendet eine Blut- und Urinprobe zur Kontrolle ins Labor – unter anderem, um deine Cholesterin- und Blutzuckerwerte zu prüfen. Liegen die Ergebnisse vor, bespricht er diese mit dir und kann dir bei Bedarf eine Therapie vorschlagen. Sind alle Befunde negativ, also unauffällig, heißt es: herzlichen Glückwunsch! Du fühlst dich nicht nur gesund, du bist es auch.

Vorsorge für Frauen – Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) gehört zu den Krebsarten, die schon in frühem Stadium erkannt und gut behandelt werden können. In Deutschland erkranken jährlich mehr als 4.500 Frauen daran. Eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) gehört zu den Hauptursachen für die bösartige Krebserkrankung. Diese übertragen sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Meist hat die Infektion keine schlimmeren Folgen. Bei drei Prozent der Betroffenen verändert das Virus jedoch die Zellen am Gebärmutterhals, sodass sich dort Krebsvorstufen und bösartige Tumore bilden können. Mithilfe eines PAP-Tests lassen sich Infektionen und Veränderungen der Zellen schon im Vorstadium erkennen. Daher ist es wichtig, dass Frauen regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen wahrnehmen.

Seit 2007 können Mädchen im Rahmen der Vorsorge gegen das HPV-Virus geimpft werden, bevor sie die Geschlechtsreife erreichen. 2020 hat der Gemeinsame Bundesausschuss, dem Vertreter von Ärzteschaft, Krankenhäusern und Krankenkassen angehören, ein neues Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs auf den Weg gebracht. Im Alter von 20 bis 34 Jahren haben gesetzlich krankenversicherte Frauen einmal im Jahr Anrecht auf eine kostenfreie Untersuchung des Gebärmutterhalses durch einen PAP-Test. Frauen ab 35 können alle drei Jahre ein kombiniertes Testverfahren, bestehend aus einem PAP-Abstrich und einem HPV-Test, in Anspruch nehmen. Außerdem haben alle Frauen ab 20 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf eine gynäkologische Vorsorgeuntersuchung. Dabei wird auch die Brust abgetastet, um mögliche Veränderungen frühzeitig erkennen zu können.

Vorsorge für Männer – Früherkennung von Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Jedes Jahr erkranken etwa 60.000 Männer neu daran. Prostatakrebs entsteht, wenn Zellen der Prostata sich plötzlich unkontrolliert vermehren. Häufig zeigen Betroffene anfangs keine Beschwerden. Erst wenn der Tumor wächst, treten auch Symptome auf wie Blut im Urin oder Probleme beim Wasserlassen. Umso wichtiger ist es für Männer, sich regelmäßig checken zu lassen.

Ab 45 Jahren kannst du deine Prostata einmal im Jahr untersuchen lassen. Dabei tastet der Arzt deine äußeren Geschlechtsorgane sowie die Lymphknoten auf Auffälligkeiten ab. Im Rahmen der sogenannten digital-rektalen Untersuchung (DRU) untersucht er durch den Enddarm auch deine Prostata. Mit einem gesunden Lebensstil kannst du vielen Risikofaktoren für den Prostatakrebs entgegenwirken. Sorge für ausreichend Bewegung in deinem Alltag, höre mit dem Rauchen auf und gehe maßvoll mit Genussgiften wie Alkohol um.

Nimm das Angebot deiner AOK Hessen an

Für Leistungen im Rahmen des Check-ups ab 35 musst du nichts bezahlen, da die AOK Hessen die Kosten hierfür übernimmt. Nutze das Angebot alle drei Jahre, um sicher zu sein, dass du gesund bist. Es hilft dir, körperliche Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und bei Bedarf früh genug eine Therapie beginnen zu können.

Mit dem AOK-Gesundheitskonto stehen dir außerdem jedes Jahr bis zu 400 Euro für attraktive Zusatzleistungen wie ein Hautkrebs-Screening zur Verfügung. Darunter auch ein Zuschuss für deinen Check-up schon ab 18 Jahren, den du alle drei Jahre in Anspruch nehmen kannst.

Gute Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.

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