Geheimratsecken & Co.: Formen des Haarausfalls
Körperwissen

Geheimratsecken & Co.: Formen des Haarausfalls

Tagtäglich verlieren wir etwa 100 Haare. Das ist ganz natürlich, denn auf diesem Weg machen die alten Haare Platz für die nachwachsende Generation. Erst wenn du über längere Zeit deutlich mehr Haare verlierst, kann das Anlass zur Sorge geben. In unserer Grafik erfährst du, in welchen Formen sich der Haarverlust zeigen kann.

Haarausfall: Wie viel ist normal?

Sie liegen morgens auf dem Kopfkissen, sie sammeln sich im Ausguss der Dusche oder sie bleiben in Kämmen und Bürsten hängen – dass wir Haare verlieren, ist so normal wie die Tatsache, dass sich unsere Haut schuppt. Kein großes Ding also. Tagtäglich fallen dir so um die 100 Haare vom Kopf und machen damit Platz für neue. Allerdings ist das nur ein ungefährer Richtwert und keine magische Zahl. Das hundertste ausgefallene Haar muss dich also nicht gleich zum Arzt treiben.

Im Frühjahr und Herbst verlierst du sogar noch mehr Haare. Dieses Phänomen bezeichnen Hautärzte (Dermatologen) als saisonalen Haarwechsel. Der ist nicht bei allen Menschen gleich stark ausgeprägt. Der „Fellwechsel“ ist ein Erbe unserer Vorfahren aus eisigen Zeiten. Das Haar diente im Sommer als Lichtschutz und im Winter als Bedeckung gegen die Kälte. Erst wenn du über einen längeren Zeitraum deutlich mehr Haare als sonst verlierst, spricht man von Haarausfall. Weitere Indikatoren für Haarausfall können sein, dass deine Haare nach dem Haarwechsel nicht nachwachsen oder sichtbar ausdünnen.

Erst beobachten und zählen, dann den Arzt aufsuchen

Wenn du also merkst, dass du lang anhaltend und vermehrt Haare verlierst, solltest du dich von einem Arzt beraten lassen. Vorher kannst du noch leicht selbst überprüfen, ob sich dein Eindruck auch wirklich bestätigen lässt. Hautärzte empfehlen dazu folgendes Vorgehen: Wasche dir am ersten Tag die Haare. Kämme dich am zweiten Tag über dem Waschbecken und sammele die ausgefallenen Haare zum Beispiel in einem Briefumschlag. Das gleiche machst du auch an den folgenden drei Tagen und steckst die ausgefallenen Haare in jeweils eine neue Tüte. Wichtig: Wasche dir in der Zwischenzeit nicht die Haare! Jetzt kannst du die Haare in jedem Umschlag zählen. Dabei sollten es von Umschlag zu Umschlag weniger Haare werden. Bleibt die Anzahl gleich oder nimmt sogar zu, solltest du zum Hautarzt gehen.

Haarverlust hat viele Ursachen und Formen

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Haarausfall. Dazu zählen beispielsweise hormonelle Störungen, Nährstoffmangel, übermäßiger Stress, bestimmte Erkrankungen oder genetische Veranlagung. Ein Dermatologe ist der richtige Experte, um die individuelle Ursache zu finden und danach mit einer passenden Behandlung zu starten.

Die verschiedenen Formen des Haarausfalls zeigt dir unsere Grafik.

Optimale Ernährung und gute Pflege – das brauchen gesunde Haare

Unsere Haut und Haare verraten viel über unsere Gesundheit. Neben hormonellen Störungen, einigen Erkrankungen und genetischer Veranlagung sind es vor allem Stress sowie Vitamin- und Nährstoffmängel, die zu Haarausfall führen können. Deshalb ist auch ein gesunder Lebensstil die beste Basis für gesunde Haut und Haare. Dazu gehören vor allem eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Entspannung und Sport helfen dir dabei, mit täglichem Stress besser umzugehen und schnell zurück in deine Balance zu finden.

Was deinen Haaren schadet: aggressives Kämmen und Stylen von nassen Haaren sowie der reichliche Gebrauch chemischer Haarprodukte wie Haarspray oder Haargel. Das alles schädigt die Haarstruktur. Nimm stattdessen lieber ein mildes Shampoo ohne viele Zusatzstoffe und wasche dir nicht jeden Tag die Haare. So bleibt die natürliche Fettschicht der Kopfhaut erhalten.

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Kräftiges Haar und gute Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.