Gehirnjogging: Lässt sich unsere Denkleistung trainieren?
Mentale Fitness

Gehirnjogging: Lässt sich unsere Denkleistung trainieren?

Ein besseres Gedächtnis, eine höhere Denkleistung oder bessere Konzentrationsfähigkeit im Alltag – das sind die Versprechen hinter dem Gehirnjogging. Schon kleine Übungseinheiten von zehn Minuten pro Tag sollen ausreichen, um die mentalen Fähigkeiten zu trainieren und langfristig zu erhalten. Doch halten die Übungen auch, was sie zusichern? Wir sind dem Ganzen mal auf den Grund gegangen.

Gehirnjogging – was steckt dahinter?

Heute versprechen uns eine Vielzahl von Apps und Internetseiten, spielend leicht unsere grauen Zellen fitter zu machen. Gedächtnisschwund vermeiden und dem Leistungsabbau entgegenwirken – das klingt verlockend und entspricht ganz dem aktuellen Trend zur Selbstoptimierung. Der spielerische Denksport ist dabei besonders für Menschen ab 40 eine gute Sache. Denn ab dann zeigt unser Gehirn erste Zeichen des Alterns. Die sind keineswegs dramatisch. Doch mit ein paar kleinen täglichen Übungen kannst du deine mentalen Fähigkeiten möglichst lange aufrechterhalten.

Das Gehirn ist in jedem Alter wandelbar

Wenn du dich im Alltag neuen Herausforderungen stellst, neue Dinge ausprobierst oder neues Wissen sammelst, verändert sich dadurch auch die Struktur deines Gehirns. Die ständigen Impulse sorgen dafür, dass sich neue Synapsen zwischen den Nervenzellen in deinem Gehirn bilden. Ob du ein neues Instrument oder eine neue Sprache erlernst – es ist auch im Alter nicht nur möglich, sondern auch besonders förderlich für den Erhalt deines Gehirns. Es verknüpft das neue Wissen mit dem bestehenden und baut sich um. Dabei spielt deine Einstellung eine wichtige Rolle. Auch im Alter solltest du Neuem gegenüber offenbleiben und darfst dir ruhig zutrauen, regelmäßig Unbekanntes zu entdecken und zu erlernen. Dein Gehirn wird sich darüber freuen!

Denkleistung trainieren – nicht nur mit dem Kopf

Regelmäßiges Gehirnjogging kann also durchaus dazu beitragen, deine mentalen Fähigkeiten zu erhalten. Doch auch das Joggen im herkömmlichen Sinn solltest du nicht vernachlässigen. Sport tut auch deinem Gehirn gut! Körperliche Aktivität und Bewegung wie leichtes Laufen, Nordic Walking oder andere Formen des Kardiotrainings schützen das Herz-Kreislauf-System, an das auch dein Gehirn angebunden ist. Eine gute Durchblutung und der bessere Stressabbau machen sich zudem in deiner Denkleistung bemerkbar. Genauso wichtig ist, dass du deinem Gehirn regelmäßig Auszeiten in Form von Entspannungsübungen oder Meditationen bietest.

Brainfood – Ernährung für scharfes Denken

Die richtige Ernährung fürs Gehirn – auch Brainfood genannt – kann dich zwar nicht klüger machen, doch du kannst darauf achten, dein Gehirn mit allem zu versorgen, was es für seine tägliche Leistung braucht. An oberster Stelle steht Wasser. Denn ein Flüssigkeitsmangel ist häufig die Ursache für Kopfschmerzen und Konzentrationsschwächen. Etwa zwei Liter solltest du täglich trinken. Idealerweise Wasser oder ungesüßte Kräutertees. Außerdem solltest du auf ein Powerfrühstück achten, mit dem dein Gehirn optimal versorgt wird, und langsame Kohlenhydrate sowie gesunde Fette wie Omega-3-Fettsäuren essen. Und wahrscheinlich ist es dir ohnehin klar: Alkohol und Nikotin sind Gift – sowohl für dein Gehirn als auch für den Rest deines Körpers.

Beim Gehirnjogging kommt es auch nicht darauf an, dass du immer auf ganzer Linie erfolgreich bist. Was zählt, ist, dass du dir regelmäßig die Zeit nimmst und dein Gehirn anstrengst. Dabei sollten auch immer Spaß und Freude im Mittelpunkt stehen.

Gute Gesundheit und starke Denkleistung wünscht deine AOK Hessen.