Gesunde Ernährung für Kinder: Das brauchen kleine Körper
Mikronährstoffe/Vitamine

Gesunde Ernährung für Kinder: Das brauchen kleine Körper

Ein helles Brötchen mit Nuss-Nougat-Creme zum Frühstück, mittags am besten Pizza und zwischendurch ein süßer Joghurt oder Schokoriegel? Wer Kinder hat, kennt das gut: Der Nachwuchs bevorzugt Lebensmittel, die selten den Grundlagen einer gesunden Ernährung entsprechen. Mit vollwertigen Lebensmitteln kannst du dein Kind bei anstrengenden Wachstumsphasen und einer gesunden Entwicklung gut unterstützen. Und vielleicht schmeckt das eine oder andere ja auch nicht ganz so schrecklich.

Gesunde Lebensmittel – Nahrung für Gehirn und Körper

Lebensmittel liefern den Treibstoff für Körper und Gehirn. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit, beugen Krankheiten vor und sorgen dafür, dass du leistungsfähig bleibst. Für deinen Nachwuchs ist eine vollwertige Ernährung besonders elementar. Kinder brauchen viele Nährstoffe für eine gesunde Entwicklung. Zudem wird in der Kindheit der Grundstein für lebenslange Gewohnheiten und somit auch für ernährungsbedingte Krankheiten gelegt. Eine möglichst naturbelassene, abwechslungsreiche und frisch zubereitete Kost versorgt den kindlichen Organismus mit lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Besonders viel Energie benötigen Kinder für das Wachstum. Je nach Tagesrhythmus können neben den drei Hauptmahlzeiten auch täglich zwei kleinere Zwischenmahlzeiten helfen, den Bedarf abwechslungsreich zu decken.

Pflanzliche Nahrungsmittel – Grundlage einer gesunden Ernährung

Pflanzliche Nahrungsmittel bilden die Grundlage einer gesunden Ernährung. Getreideprodukte, Kartoffeln oder Reis sollten idealerweise die Hälfte des täglichen Energiebedarfs decken. Sie enthalten viele Kohlenhydrate und versorgen das Gehirn und die Organe mit Energie. Wähle bei Brot, Frühstücksflocken und Nudeln am besten die Vollkornvariante, die wesentlich nährstoffreicher ist. Im Gegensatz zu Produkten aus Weißmehl, die nur leere Kalorien liefern, lassen Vollkornprodukte den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen und abfallen. Dadurch sorgen sie für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und beugen Leistungstiefs vor. Zudem fördern sie durch ihre vielen Ballaststoffe die Verdauung.

Auch Gemüse, Salate und Obst sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Als Faustregel gilt: Etwa fünf Portionen am Tag braucht der Körper, um alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe zu erhalten. Eine Portion entspricht dabei einer Handvoll. Kinder sollten genau wie Erwachsene etwa drei Portionen Gemüse, die Hälfte davon roh, und zwei Portionen Obst am Tag verzehren. In und direkt unter der Schale stecken die meisten Vitamine. Da Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau jedoch häufig mit Pestizidrückständen belastet sind, wähle nach Möglichkeit Obst und Gemüse aus biologischem Anbau, damit du sie auch bedenkenlos ungeschält verzehren kannst.

Tierische Nahrungsmittel – eine wichtige Eiweißquelle

Nahrungsmittel tierischen Ursprungs sind eine wichtige Eiweißquelle. Der menschliche Körper benötigt die Proteine für die Bildung neuer Körpersubstanz und Zellen. Sie spielen somit nicht nur in der Wachstumsphase eine bedeutende Rolle. Milch und Milchprodukte liefern zudem das für die Knochen notwendige Kalzium. Fleisch enthält viel Eisen. Als Bestandteil der roten Blutkörperchen sorgt Eisen u. a. dafür, dass die Organe ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dennoch braucht man für eine gesunde Ernährung nicht zwingend Fleisch auf dem Teller. Ob eine Familie sich fleischlos ernähren möchte oder nicht, ist primär eine Frage des individuellen Lebensstils. Im Falle einer vegetarischen Ernährungsweise sollte jedoch auf eine ausreichende Eisenzufuhr geachtet werden, da sich ein Eisenmangel in der Kindheit negativ auf das Wachstum und die Gehirnentwicklung auswirken kann.

Fettreiche Nahrungsmittel: „gute“ und „schlechte“ Energielieferanten

Grundsätzlich gilt: Verwende Fette und Öle nur sparsam. Als Bestandteil der Zellwände und Baustein von Gehirn und Nerven erfüllen Fette im Körper zwar eine wichtige Funktion. Allerdings entscheidet die richtige Auswahl über ihren gesundheitlichen Nutzen. Öle gelten grundsätzlich gesünder als Fette. Ziehe kaltgepresste Öle den raffinierten Produkten vor. Sie bestehen zu einem großen Anteil aus einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die unter anderem für die Gehirnentwicklung bedeutsam sind. Als besonders empfehlenswert gelten Olivenöl und Rapsöl. Gesättigte Fettsäuren finden sich unter anderem in Wurstwaren, Süßigkeiten und Vollfettkäse. Sie gelten als ungesund und sollten daher nur selten auf dem Teller landen.

Dein Kind isst kein Gemüse? So überzeugst du auch wählerische Esser

Eines ist mit Sicherheit absolut überflüssig: spezielle Produkte für Kinder. Sie enthalten meist zu viel Fett und Zucker und sind völlig überteuert. Doch was nützt dir der beste Ernährungsplan, wenn dein Kind Gemüse und Vollkorn partout nicht essen will? Versuche es doch einmal damit: Manchmal lassen sich kleine Essensverweigerer überlisten, wenn du das Gemüse in der Soße oder der Suppe versteckst, d. h. pürierst. Wenn es kein Gemüse zum Rauspicken gibt, wird es oft mitgegessen. Hat die Suppe dann auch noch einen interessanten Namen (z. B. Piratensuppe), essen Kinder oft mit Appetit.

Auch Vollkorn schmeckt vielen Kindern nicht. Wähle daher am besten Vollkornvarianten, die keinen allzu starken Eigengeschmack haben. Es gibt Vollkornnudeln, die fast wie helle Sorten schmecken. Relativ problemlos akzeptieren Kinder Vollkornmehl in Waffeln oder Eierkuchen. Zarte Vollkornhaferflocken schmecken den Kleinen im selbst gemachten Müsli.

Oft hilft es schon, Kinder in den Einkauf und das Kochen einzubeziehen. Wenn sie bei der Zubereitung des Essens helfen dürfen, probieren sie die Speisen viel lieber.

Weitere Infos zum Thema findest du in unserer Infografik „Gesunde Ernährung für Kinder“ sowie in unserem Artikel „Wie geht denn Ernährung richtig?“.

Gute Gesundheit wünscht dir deine AOK Hessen.