Gesunde Gewürze – die Helden der indischen Currymischung
Esskultur

Gesunde Gewürze – die Helden der indischen Currymischung

Curry – das ist bei vielen das erste, woran sie in Verbindung mit der indischen Küche denken. Wir kennen es in vielen Varianten: von mild bis scharf. Doch nur wenige wissen, dass Curry an sich kein echtes Gewürz ist, sondern eine schmackhafte Mischung aus einer Vielzahl von Gewürzen. Und die sind nicht nur deftig und lecker, sondern obendrein auch noch gesund. Entdecke mit uns die würzigen Helden der indischen Küche.

Indisches Curry – aromatisch, deftig und facettenreich

Die indische Küche ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie du auch ohne Fleisch sehr schmackhaft und deftig kochen kannst. Viele indische Gerichte setzen auf Kartoffeln, Reis und Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Linsen. Der Star vieler Mahlzeiten ist das Curry.

Doch wusstest du, dass es die eine Currymischung gar nicht gibt? Vielmehr steht es jedem Koch frei, seine eigene Kreation zu entwickeln. Dabei kommen oft bis zu 15 Gewürze und mehr zum Einsatz. Dein Gaumen darf sich also über eine breite Vielfalt freuen. Für das volle Aroma sollte die Mischung möglichst frisch sein. Möchtest du deine eigene Mischung zubereiten, dann zerstoße die Gewürze in einem Mörser und röste sie mit ein wenig Fett in einer Pfanne. Mit etwas Erfahrung findest bestimmt auch du deine Lieblingsmischung, die nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund ist.

Currygewürze – aromatisch und gesund

Einige Grundzutaten der indischen Currymischung haben wir für dich zusammengetragen. Viele der Gewürze sind nicht nur sehr lecker und aromatisch, sondern auch gesund.

  • Chili: Das in den Chilischoten enthaltene Capsaicin hilft in moderaten Mengen bei Magenbeschwerden, schützt die Leber und hat eine entzündungshemmende sowie antibakterielle Wirkung. Außerdem soll es Stoffwechsel und Fettverbrennung ankurbeln und kann so beim Abnehmen helfen.
  • Ingwer: Die Knolle bietet jede Menge Schärfe und ist vielseitig einsetzbar – ob in deftigen Gerichten oder belebenden Getränken. In Asien hat sie eine lange Tradition als Heilpflanze. Die ätherischen Öle sollen die Verdauung fördern, gegen Übelkeit helfen und schleimlösend sowie entzündungshemmend wirken. Mehr über die Powerknolle erfährst du in unserem ausführlichen Ingwer-Artikel.
  • Kardamom: Das edle Gewürz erinnert uns sofort an Weihnachten, weil es auch im Lebkuchen und Glühwein steckt. Es hat einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen, die bei einer Vielzahl von körperlichen Leiden helfen können wie etwa Verdauungsstörungen, Blähungen, Magenproblemen und Erkältung. Außerdem hilft Kardamom gegen Mundgeruch. Noch mehr spannende Infos rund um Kardamom findest du in unserer kleinen Gewürzkunde.
  • Knoblauch: Der charakteristische Duft von Knoblauch entsteht durch seine schwefelhaltigen Stoffe. Diese sollen Cholesterinspiegel und Blutdruck senken, die Blutgefäße schützen und eine leicht blutverdünnende Wirkung haben. Was genau der Knoblauch wirklich kann, ist bis heute jedoch noch nicht eindeutig erwiesen. Als belegt gilt jedoch seine antivirale und antibakterielle Wirkung.
  • Koriander: Koriander wird auch als chinesische Petersilie bezeichnet, weil er dieser sehr ähnlich sieht. Er fördert die Verdauung und kann bei einem Völlegefühl oder Blähungen Erleichterung bringen.
  • Kreuzkümmel: Er ist ein traditionelles indisches Gewürz mit verdauungsfördernder und leicht antimikrobieller Wirkung. Außerdem haben Wissenschaftler festgestellt, dass Kreuzkümmel beim Abnehmen helfen und den Blutzuckerspiegel senken kann.
  • Kurkuma: Die Gelbwurz enthält Curcumin, von dem man vermutet, dass es bei entzündlichen Krankheiten helfen und krebshemmende Effekte haben kann. Kurkuma wird außerdem eine verdauungsfördernde sowie antibakterielle Wirkung nachgesagt. Mehr zu diesem gelben Gold erfährst du in unserem Kurkuma-Artikel.
  • Safran: Das edle Gewürz mit stolzem Preis überzeugt nicht nur im Geschmack, sondern soll auch allerhand positive Effekte für die Gesundheit bieten. So wird ihm eine schmerzlindernde, entzündungshemmende und antioxidative Wirkung nachgesagt. Außerdem bringen Forscher Safran mit einer stimmungsaufhellenden Wirkung bei depressiven Störungen in Verbindung.

Rezepttipp: Gemüse-Kichererbsen-Curry

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 cm Ingwer
  • ½ Chilischote (Vorsicht: scharf! Für weniger Schärfe kannst du sie auch weglassen.)
  • ½ Bund Koriander
  • 2 Möhren
  • 1 gelbe und 1 rote Paprika
  • 200 g Zuckerschoten
  • 250 g Kichererbsen (abgetropft aus der Dose)
  • 1–2 TL Currypulver (je nach Geschmack)
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 400 ml Kokosmilch (ungesüßt)
  • Pfeffer, Salz
  • 1 EL Öl

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauch, Chilischote und Ingwer klein hacken und im Öl in einer Pfanne andünsten. Dann das Currypulver hinzugeben und eine Minute weiterbraten. Anschließend mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen. Die Möhren schälen und mit den Paprika in Würfel schneiden, dann mit den Kichererbsen und Zuckerschoten in die Pfanne geben und bei kleiner Flamme zehn Minuten köcheln lassen. Anschließend den grob gehackten Koriander hinzugeben und nach Belieben mit Pfeffer und Salz würzen.

Wenn dein Curry aus Versehen mal etwas zu viel Schärfe abbekommen hat, kannst du sie mit einem Kleks selbst gemachtem Joghurt ausgleichen. In unserem weiteren Artikel erfährst du außerdem, wie du deine Gemüsebrühe und Würzpaste selbst herstellen kannst.

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Bitte beachte, dass dieser Artikel eine medizinische Beratung und Behandlung nicht ersetzen kann. Hast du Beschwerden oder fühlst du dich krank, wende dich bitte an deinen Arzt.

Guten Appetit und beste Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.

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