Gesunde Wildkräuter und Pflanzen
Heilkräuter

Gesunde Wildkräuter und Pflanzen

So langsam beginnt es im Wald und Garten wieder zu sprießen. Vielleicht hast du schon einmal Bärlauch für ein selbstgemachtes Bärlauch-Pesto gesammelt? Es sind aber noch viel mehr Kräuter genießbar, die auf den ersten Blick wie Unkraut erscheinen. Wenn man diese Wildkräuter erkennt, können sie den Speiseplan bereichern, denn sie enthalten ein Vielfaches an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Uraltes Wissen

Ob als Salat, Saft, Tinktur oder Pflanzenauszug: Das Wissen um die heilende Wirkung von Wildpflanzen ist Jahrtausende alt. Hildegard von Bingen ist wohl die heute noch bekannteste Kräuterspezialistin des Mittelalters. Sie verfasste im 12. Jahrhundert medizinische Abhandlungen, in denen sie das damalige Wissen über Krankheiten und Pflanzen mit der Volksmedizin zusammenbrachte. Doch auch heute gibt es noch Kräuterfrauen, die das Wissen über die Wirkung der unscheinbaren Pflänzchen bewahren.

Die 5 wichtigsten Wildkräuter im Überblick

  • Löwenzahn: überall zu finden und leicht zu erkennen. Die im Garten störenden Wurzeln können zu Tee oder Kaffee verarbeitet werden. Enthält eine Fülle an Bitterstoffen, die für den Stoffwechsel und die Verdauung unentbehrlich sind.
  • Giersch: Das „Gichtkraut“ ist besonders reich an Eisen, Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, Bor, Kupfer, Mangan, Titan und Kieselsäure. Der ständig nachwachsende Wildspinat bereichert jeden Smoothie.
  • Brennnessel: Die „Königin“ der Wildkräuter kann zwei- bis viermal so viel Eisen liefern wie ein Rindersteak und bis zu dreimal so viel Eisen wie Spinat. Sie wird gerne bei Frühjahrskuren zur Entschlackung eingesetzt.
  • Spitzwegerich: Sehr eiweißhaltig, enthält Wirkstoffe, die für die Schleimhäute besonders wirksam sind. Er ist ein wichtiges Hustenmittel und hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung.
  • Gänseblümchen: Blüht sogar im Winter, Blüten und Blätter sind ein echter Hingucker und Genuss in jedem Salat.

Achtung: Sammle Wildpflanzen bitte nur abseits befahrener Straßen und Hundeausführzonen. Um essbare von eventuell giftigen Wildkräutern zu unterscheiden, nimm am besten ein Bestimmungsbuch mit. Die gepflückten Kräuter und Blüten immer vorher warm abbrausen, bevor du sie verwendest.

Kräuterfrauen heute

Wer sich lieber auf professionelle Unterstützung verlassen möchte, findet in Hessen viele Kräuterfrauen, die das Wissen um die heimischen Kräuter zusammentragen und pflegen. Auf Wanderungen oder Seminaren geben sie die Geheimnisse der Kräuterheilkräfte gerne weiter. Ihre Angebote findest du im Internet.