Gesundheit aus dem eigenen Garten: Löwenzahn
Heilkräuter

Gesundheit aus dem eigenen Garten: Löwenzahn

Der gewöhnliche Löwenzahn treibt den Hobbygärtner zur Verzweiflung – das Kräuterweiblein hingegen freut sich. Löwenzahn ist eine Pest in Fugen und Ritzen, da die Pflanzen eine enorme Kraft besitzen und sogar Asphalt aufsprengen können, wenn sie einen kleinen Spalt für den Anfang finden.

Macht es wie die Redaktion von „Was für ein Leben“, esst den Schlawiner einfach weg!

Löwenzahn, auch Pusteblume genannt, ist rundum nutzbar: Aus den Blüten kann man einen honigähnlichen Sirup kochen, die Blätter sind als Salat eine Wonne und die Wurzel kann als Kaffeeersatz genutzt werden. Und dann sind da noch die gesundheitlichen Vorteile durch die Bitterstoffe des Löwenzahns:

  • Sie können als Extrakt zugeführt werden oder einfach mit den Blättern gegessen werden. In den Extrakten ist allerdings die Konzentration der Bitterstoffe höher.
  • Sie fördern die Sekretion der Verdauungssäfte und wirken harntreibend, vermutlich weil sie viel Kalium enthalten. Außerdem sollen sie bei Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Blähungen helfen. In der Volksheilkunde heißt es, der Saft des Löwenzahns hilft äußerlich angewendet gegen Warzen und Hühneraugen.
  • Neuere Studien beschäftigen sich mit den Effekten der aus den Löwenzahnextrakten isolierten einzelnen Bitterstoffe. Dabei zeigte die Sequiterpenfraktion eine hepato- und chemoprotektive Wirkung. Löwenzahnextrakte hatten unter Laborbedingungen eine hemmende Wirkung bei Prostata- und Brustkrebszellen und eine apoptosefördernde Wirkung bei Leber- und Pankreaskrebszellen und Leukämiezellen.