Gut schlafen trotz Sommerhitze: 10 erfrischende Tipps
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Gut schlafen trotz Sommerhitze: 10 erfrischende Tipps

Dein Körper mag es zum Schlafen kühl. Zwischen 16 und 18 Grad beträgt die ideale Raumtemperatur fürs Schlafzimmer. Im Sommer gar nicht so einfach! Während wir die Sonne tagsüber genießen, bringt uns die nächtliche Hitze schon mal um den Schlaf. Mit unseren Tipps behältst du auch in heißen Sommernächten einen kühlen Kopf und findest erholsame Ruhe.

Erholsam schlafen im Sommer

Im Laufe des Sommers erhitzen sich unsere Wohnräume oft sehr stark. Eine zu hohe Temperatur im Schlafzimmer erschwert nicht nur das Einschlafen, sondern beeinflusst auch die Qualität unseres Schlafes und damit unser Wohlbefinden. Unser Körper benötigt eine Temperatur von etwa 18 Grad, um seine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit wiederherstellen zu können. Doch gerade im Hochsommer ist es schwer, dies umzusetzen. Glücklich ist, wer weiß, wie für Abhilfe gesorgt ist.

Tipp 1: Die Wärmflasche wird zur Kühlflasche

Die Wärmflasche, die im Winter für warme Füße sorgt, kann sie im Sommer auch kühl halten. Lege sie dazu einfach tagsüber mit kaltem Wasser in den Kühlschrank. Abends darf sie dann zu dir ins Bett. Doch Vorsicht! Lege sie nur an äußere Gliedmaße wie Arme und Füße. Zu nah am Körper könntest du dich unterkühlen. Am besten umwickelst du sie mit einem dünnen Tuch. Das fängt Kondenswasser auf und vermeidet, dass deine Haut direkt mit der Kälte in Berührung kommt.

Tipp 2: Schon morgens für kühle Räume sorgen

Lüfte dein Schlafzimmer am besten bei kühler Morgenluft ordentlich durch. Schließe das Fenster für den Rest des Tages und sperre die Sonne mit Rollläden oder Rollos aus. So heizt sich der Raum gar nicht erst auf. Erst die frische Abendluft darf wieder rein. Außerdem kannst du ein feuchtes Tuch vor das geöffnete Fenster hängen. Beim Verdunsten hat das Wasser einen kühlenden Effekt. Meide jede Art von Wärmequelle im Raum. Glühlampen und größere Elektrogeräte wie Fernseher geben Wärme ab.

Tipp 3: Kühlen ja, Zugluft nein

Nachts mit offenem Fenster zu schlafen sorgt dafür, dass die Luft im Raum nicht steht. Für Allergiker empfiehlt sich ein Pollenschutzgitter am Fenster. Achte jedoch bei offenem Fenster darauf, nicht in der Zugluft zu schlafen. Die kann die Schleimhäute reizen und zu Erkältungen führen. Außerdem können freiliegende Körperstellen wie der Nacken herunterkühlen und versteifen. Eine Klimaanlage solltest du möglichst tagsüber kühlen lassen und abends ausschalten. Auch ein Ventilator sollte nie direkt auf dich gerichtet sein, sondern lieber indirekt zur Wand oder Decke zeigen.

Tipp 4: Leicht bekleidet besser schlafen

Es klingt erst einmal paradox, doch atmungsaktive Schlafbekleidung kann in heißen Nächten angenehmer sein, als nackt zu schlafen. Luftige, natürliche Stoffe nehmen den Schweiß nämlich auf und transportieren ihn vom Körper weg, damit er trocken bleibt. Viele mögen es auch, den Schlafanzug vor dem Schlafengehen ins Gefrierfach zu geben. Zugegeben, so ein Effekt ist zwar nur kurzfristig, doch immerhin kann er beim Einschlafen helfen.

Tipp 5: Das passende Bettzeug für warme Nächte

Nur wenige Menschen können an heißen Tagen ganz ohne Decke schlafen. Denn die wärmt nicht nur, sie trägt auch dazu bei, dass wir uns im Bett wohlfühlen. An heißen Tagen reicht dazu auch ein einfaches Laken oder ein leerer Bettbezug. Möglichst reine Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen oder Seide sollten es sein. Eine spezielle Auflage für die Matratze nimmt außerdem den Schweiß während der Nacht auf. Lege dein Bettzeug tagsüber nicht auf die Matratze, damit Decke, Kissen und auch Matratze gut durchlüften können.

Tipp 6: Abdunkeln bringt dich in Schlummerstimmung

Mit den längeren Sommertagen stellt sich auch deine innere Uhr um. Erst, wenn es dunkel wird, produziert deine Zirbeldrüse das Schlafhormon Melatonin, das dich schläfrig macht. Dunkele dein Schlafzimmer also ordentlich ab. Meide vor dem Schlafengehen außerdem jede Art von Bildschirm. Denn das blaue Licht hemmt die Melatonin-Produktion und kann dich wachhalten.

Tipp 7: Mit leichtem Essen schläft auch dein Magen früher

Iss abends nur leichte Speisen mit wenig Fett wie gedünstetes Gemüse, Fisch oder mageres Fleisch. Denn schwere Kost liegt auch schwer im Magen. Zum Verdauen braucht dein Körper Energie und erhitzt sich. Greife außerdem zu Lebensmitteln mit dem Mikronährstoff Tryptophan. Der ist eine wichtige Vorstufe zur Bildung der Schlafhormone Serotonin und Melatonin. Du findest ihn in Ei, Linsen und weiteren Lebensmitteln. Drei Stunden vor dem Schlafengehen solltest du nichts mehr essen.

Tipp 8: Den ganzen Tag über ausreichend trinken

Trinke an heißen Tagen bis zu drei Liter Wasser über den Tag verteilt. Warte dabei nicht erst, bis du durstig bist, denn mit dem Durst gibt dir dein Körper das Signal, dass er bereits unterversorgt ist. Zwei Stunden vor dem Schlafengehen solltest du nur noch kleine Schlucke trinken, sonst weckt dich deine Blase in der Nacht. Meide zu viel Alkohol, denn der stört deinen Tiefschlaf. Greife stattdessen lieber zu einem abgekühlten Tee wie Baldrian, Melisse, Hopfen oder Lavendel.

Tipp 9: Ein Spaziergang an der kühlen Abendluft entspannt

Stress abbauen, den Tag ausklingen lassen und einen kühlen Kopf kriegen – das ist die Magie eines Abendspaziergangs. Nimmst du den Alltagsstress nicht mit ins Bett, schläfst du auch besser ein. Leichte Bewegung ist gut, doch richtig auspowern solltest du dich drei Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr. Nach einem harten Training ist dein Körper im Erregungszustand und du schläfst schlechter ein.

Tipp 10: Die richtige Zeit für Lauwarmduscher

Eine kalte Dusche tut zwar gut, regt jedoch auch den Stoffwechsel an, sodass dein Körper noch mehr Wärme produziert. Bei Kälte verengen sich außerdem die Blutgefäße der Haut, sodass dein Körper weniger Wärme nach außen abgibt. Dusche stattdessen abends lieber mit lauwarmem Wasser, leicht unterhalb der Körpertemperatur. Trockne dich danach nur grob ab. Das restliche Wasser verdunstet auf deiner Haut und hinterlässt einen kühlenden Effekt.

Hast du immer noch Probleme, abends einzuschlummern? Dann probiers mal mit unseren Tipps zum Einschlafen! In unseren weiteren Artikeln verraten wir dir außerdem, wie viel Schlaf wir eigentlich brauchen, wie Schlafstörungen entstehen und woran du sie erkennen kannst.

Drehen sich deine Gedanken abends noch um den Stress des Tages? Dann wirf mal einen Blick auf unser Online-Programm „Stress im Griff“. Hier helfen dir unsere Experten, mehr Gelassenheit in deinen Alltag zu bringen und Stress gezielt mit Entspannungstechniken zu lindern.

Gute Gesundheit und erholsamen Schlaf wünscht deine AOK Hessen.