Der erste Eindruck zählt – Teil 1: Über gutes Benehmen
Beruf

Der erste Eindruck zählt – Teil 1: Über gutes Benehmen

Ob im Alltag, im Geschäftsleben oder auch innerhalb einer Familie: Gutes Benehmen sollte jeder beherrschen. Es zeigt, dass man Respekt voreinander hat. Gute Manieren sind zugleich eine Art „Regelwerk“ für soziales Verhalten und wer sie beherrscht, verschafft sich selbst einige Vorteile. Ist man stets freundlich und zuvorkommend, bleibt man positiv im Gedächtnis. Besonders im beruflichen Kontext, ob nun als Auszubildender, als Mitarbeiter oder auch als Vorgesetzter, sind gute Manieren angebracht und werden üblicherweise auch vorausgesetzt.

Das Beste ist: Jeder kann gutes Benehmen lernen! Du musst nur die wichtigsten Punkte im Kopf behalten und sie im richtigen Moment anwenden:

Die Begrüßung

Begrüßt wird immer zuerst der Ranghöhere. Heißt: der Chef vor dem Mitarbeiter, der Mitarbeiter vor dem Azubi usw. Sind Kunden oder Geschäftspartner anwesend, werden diese als Erste begrüßt. Dies gilt unabhängig vom Geschlecht. Dass Frauen vor den Männern begrüßt werden, ist inzwischen veraltet und entspricht nicht der Gleichberechtigung. Wichtig: Immer aufstehen, wenn du jemanden begrüßt – dies ist inzwischen auch geschlechtsunabhängig. Privat sieht man das übrigens nicht so eng, hier grüßt immer derjenige, der dazukommt.

Pünktlichkeit

Zu Terminen, Veranstaltungen und insbesondere zur täglichen Arbeit immer pünktlich erscheinen. Sollte es dennoch einmal zur Verspätung kommen, muss man Bescheid geben – ein kurzer Anruf genügt.

Das Erscheinungsbild

Hände gewaschen? Haare gekämmt? Zähne geputzt? Das Erscheinungsbild ist unsere Visitenkarte, zumindest für den ersten Eindruck. Das Gegenüber macht sich gleich ein Bild davon, ob jemand gepflegt ist. Die Kleidung sollte entsprechend dem Anlass gewählt sein: Ein Blaumann im Restaurant ist wohl nicht angebracht, ebenso wenig ein Abendkleid beim Geschäftsmeeting.

Allgemeine Höflichkeit

Sich rücksichtsvoll verhalten, andere ausreden lassen, höfliche Ausdrucksformen wie „Bitte“, „Danke“, „Entschuldigung“. Die allgemeinen Regeln für freundlichen Umgang lernen viele schon sehr früh. Hier gilt: Zu viel gibt es nicht! Lieber einmal mehr Danke sagen.

Privatsphäre respektieren

Jeder hat das Recht auf seine Privatsphäre. Dieses Recht sollte nicht missachtet werden. An geschlossenen Türen wird stets angeklopft. Aber auch wenn die Bürotür offen steht, sollte man nicht einfach hineinstürmen. Ein kurzes Klopfen und fragen, ob man eintreten darf, ist immer das Mindeste. In Gesprächen sollte man nicht zu aufdringlich sein: Ein Abstand zum Gesprächspartner von mindestens 50 cm ist für beide angenehmer.

Beim Geschäftsessen

Am besten beweist man gute Manieren beim (Geschäfts-)Essen. Hier gibt es viele Fallen, in die man lieber nicht tappen möchte. Informiere dich im Vorfeld über die Art des Restaurants und die wichtigsten Benimmregeln. Das erspart peinliche Fauxpas. Ein Beispiel: Im digitalen Zeitalter ist ganz und gar üblich, stets erreichbar zu sein. Beim Essen möchte man sich jedoch mit dir unterhalten, da bleibt das Handy besser in der Tasche. Im Idealfall steht es auf lautlos, höchstens auf Vibrationsalarm.

Weitere Tischmanieren zeigt dir die Grafik:

Infografik - Tischmanieren

Gerade Berufseinsteiger sind oft noch unsicher, wie sie sich am besten verhalten sollen. Unsere Tipps sollen dir dabei helfen. Die AOK Hessen unterstützt Berufsanfänger in allen Lebenslagen.