Hanf: unterschätzte Wunderpflanze?
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Hanf: unterschätzte Wunderpflanze?

Lange hatte die Hanfpflanze – auch als Cannabis bekannt – aufgrund ihrer psychoaktiven Inhaltsstoffe einen zweifelhaften Ruf. Zu Unrecht, denn neben ihrer berauschenden Wirkung hat sie einen äußerst positiven Effekt auf unsere Gesundheit. Tatsächlich gilt die ursprünglich aus Asien stammende Hanfpflanze als eine der ältesten Nutzpflanzen weltweit. Hanfsamen, -öl & Co. enthalten nämlich keinerlei psychoaktive Cannabinoide – also Stoffe wie THC, die den Zustand des High-Seins auslösen. Vielmehr liefern sie wichtige Nährstoffe und können deine Ernährung sinnvoll ergänzen.

Gesundheitliches Supertalent

Hanfsamen sind die Früchte der Hanfpflanze und gehören damit aus biologischer Sicht zu den Nüssen. Das erklärt auch ihr leicht nussiges Aroma.

Die kleinen Körner haben’s in sich: Sie enthalten einen hohen Anteil an hochwertigem Eiweiß, welches besonders gut von unserem Körper verwertet werden kann. Es besteht nämlich aus der idealen Zusammensetzung von allen acht essenziellen Aminosäuren, die wir nicht selbst herstellen können.

Zusätzlich versorgen uns Hanfsamen mit den wertvollen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Doch damit nicht genug: Sie liefern auch viele Vitamine – wie beispielsweise Vitamin B2 – und Spurenelemente.

All diese wertvollen Inhaltsstoffe machen sie zu wahren Gesundheitsboostern. So wird den Samen unter anderem eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Sie sollen außerdem Herz, Gehirn und Immunsystem stärken sowie den Stoffwechsel ankurbeln.

Völlig legal in vielen Kombinationen

Die in Deutschland erwerblichen Hanfsamen werden aus Nutzhanf gewonnen. Auch wenn der eigene Anbau der Hanfpflanze verboten ist, ist der Kauf von Hanfsamen & Co. vollkommen legal. Die Hanfsamen kannst du nach Belieben verwenden, so zum Beispiel als Topping im Müsli oder Salat oder beim Backen. Die Samen können unter anderem zu Hanfmehl oder -öl weiterverarbeitet werden. Hanföl sollte zwar nicht zum Kochen verwendet werden, da es äußerst hitzeempfindlich ist, es schmeckt aber sehr gut im Salatdressing. Hanfmehl kann bis zu ein Zehntel des herkömmlichen Mehls ersetzen und punktet außerdem durch seine bindende Eigenschaft. So kann es beispielsweise auch zur Verdickung von Soßen verwendet werden.

Hanf ist nicht gleich Hanf

Die Nutzpflanze Hanf hat also nichts mit ihren berauschenden Artgenossen zu tun, sondern ist eine wahre Wunderwaffe für deine Gesundheit. Nicht umsonst werden Hanfsamen mittlerweile zu den sogenannten Superfoods gezählt.

Einziger Minuspunkt: Die kleinen Samen sind verhältnismäßig teuer. Dafür wird ihnen aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften sogar nachgesagt, die Lebenszeit um einiges zu verlängern. Ob an dem Gerücht etwas dran ist, musst du selbst ausprobieren.

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