Hautkrebsvorsorge: So checkst du deine Muttermale selbst
Vorsorgeuntersuchung

Hautkrebsvorsorge: So checkst du deine Muttermale selbst

Leberflecken, Muttermale oder Pigmentflecken – manche begleiten uns von Geburt an, andere entstehen erst im Laufe des Lebens. Meist sind sie harmlos. Durch eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge kann sie dein Arzt gut im Auge behalten. So werden Hautveränderungen schnell bemerkt. Optimal geschützt ist die Haut, wenn du Leberflecken zudem bei dir und deinen Liebsten regelmäßig selbst checkst. Denn Hautkrebs ist heilbar, wenn er früh genug erkannt wird.

Schwarzer Hautkrebs und weißer Hautkrebs

Hautkrebs kennt viele verschiedene Arten und Formen. Da ist zum Beispiel der gefährliche schwarze Hautkrebs (auch malignes Melanom genannt), der sich auf zu starke UV-Belastung der Haut zurückführen lässt. Oder der anfangs eher unauffällige weiße Hautkrebs, der häufig an Stellen wie Nase, Hals oder Lippe entsteht, wo die Haut der Sonne am stärksten ausgesetzt ist. Alle Varianten haben eines gemeinsam: Je früher wir den Hautkrebs erkennen, desto besser können wir ihn behandeln und desto größer sind auch die Heilungschancen.

Auffällige Hautstellen – Hautkrebs rechtzeitig erkennen

Entdeckst du nach dem Sommer neue kleine Punkte auf deiner Haut oder ein altbekanntes Muttermal sieht plötzlich anders aus? Dann heißt es Augen offenhalten und genauer hinschauen. Verändern sich die Hautflecken im Laufe der Zeit, muss das nicht gleich Hautkrebs bedeuten. Doch es kann ein Indiz für eine bösartige Entwicklung sein. Dann ist schnelles Handeln gefragt, um zu vermeiden, dass sich ein mögliches Melanom weiterentwickelt und im Körper ausbreitet. Hautkrebs hat kein typisches Erscheinungsbild, deshalb ist der richtige Selbstcheck wichtig.

Hautkrebsvorsorge – praktische Tipps für den Selbstcheck

Idealerweise arbeitest du beim Selbstcheck mit einem Spiegel, oder noch besser: Du nimmst dir das zweite Augenpaar eines Freundes oder Partners hinzu. Etwa alle drei Monate solltet ihr eure Haut gegenseitig auf Auffälligkeiten überprüfen. Am besten arbeitet ihr euch systematisch von unten nach oben, um nichts zu übersehen. Widmet euch dabei auch den weniger offensichtlichen Stellen wie den Zehenzwischenräumen, den Fußsohlen, der Schamgegend, den Achselhöhlen oder dem Bereich hinter den Ohren. Auch bei haarbedeckten Arealen solltet ihr genau hinschauen. Mit einem Föhn könnt ihr das Haar zur Seite pusten und so leichter die Haut darunter begutachten. Entdeckt ihr neue Hautflecken, könnt ihr diese fotografieren und so beim nächsten Check leichter prüfen, ob sie sich verändert haben.

Hautkrebs-Screening – der Check beim Profi

Deine eigenen Beobachtungen sind gut und wichtig, doch sie können ein professionelles Hautkrebs-Screening durch einen Hautarzt nicht ersetzen. Lass daher alle zwei Jahre einen Fachmann draufschauen. Gibt es Zweifel, kann der Arzt mit einem Auflichtmikroskop sehr viel genauer prüfen und so eine fundierte Diagnose stellen.

Ab dem Alter von 35 Jahren hat jeder Versicherte alle zwei Jahre Anrecht auf ein kostenfreies Screening. Mit dem AOK-Gesundheitskonto bist du klar im Vorteil! Damit erhältst du schon ab einem Alter von 18 Jahren alle zwei Jahre einen Zuschuss für das Hautkrebs-Screening.

Vorsichtiger Umgang mit der Sonne – schütze dich und deine Haut

Was früher als „natürliche Sonnenbräune“ galt, wird heute von Hautärzten als „Lichtschaden“ bezeichnet. Bräunen gilt bei Ärzten generell nicht mehr als gesund, sondern ist eine Reaktion deiner Haut auf die schädliche UV-Strahlung. So schützt sie sich selbst gegen intensive Sonnenstrahlung oder zu lange Sonnenbäder. Im Sommer sind deshalb viel Schatten, UV-Schutzbekleidung und Sonnenhüte zu empfehlen. Zum Schutz gegen Hautkrebs gehört der ideale Sonnenschutz für deinen Hauttyp. Damit kannst du einen Sonnenbrand vermeiden und trotzdem beim Sonnenbad Vitamin D tanken.

Gesunde Haut wünscht deine AOK Hessen.