Heilsamer Tee: Heißgetränk mit starker Wirkung
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Heilsamer Tee: Heißgetränk mit starker Wirkung

Tee wärmt von innen, er entspannt uns und rundet erholsame Momente ab. Genau richtig an kalten Tagen! Neben der Wohlfühlwirkung sollen viele Teesorten auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Doch wie steht es wirklich um die heilsame Wirkung von Tee? Das feine Heißgetränk ist eines unserer ältesten Arzneimittel und kann sich positiv auf viele Symptome auswirken.

Heilsame Tees – weltweit beliebt

Nach Wasser ist Tee weltweit das am meisten konsumierte Getränk. Er kann aus Blüten, Kräutern, Früchten, Rinden, Blättern oder Wurzeln bestehen. Jede Pflanzenmischung hat ihren eigenen Geschmack und manche können auf natürlichem Weg eine Vielzahl von Beschwerden lindern.

Der Tee bekämpft zwar nicht die Ursachen von Krankheiten, kann jedoch die Symptome lindern und Entspannung sowie Wohlbefinden fördern. Wer viel Tee trinkt, hat automatisch eine höhere Flüssigkeitszufuhr. Das ist gerade bei Fieber wichtig, wenn der Körper schwitzt. Zudem hilft die Flüssigkeit, die Erreger aus dem Körper zu spülen. Bei vielen Beschwerden kannst du dich durchaus erst einmal hinsetzen und Tee trinken. Wir stellen dir verschiedene Tees mit ihrem jeweiligen Einsatzgebiet vor.

Erkältung, Halsschmerzen und Husten

Salbei ist bei Schnupfen und Halsschmerzen der absolute Klassiker! Er legt einen schützenden Film über die Schleimhaut in Mund und Rachen. Auch Efeu und Thymian sind willkommene Helfer mit antibakterieller Wirkung, die den Husten lindern. Die ätherischen Öle des Thymians und Kamillentee eignen sich hervorragend zum Inhalieren. Die Dämpfe helfen dabei, festsitzenden Schleim zu verflüssigen und leichter abzutransportieren. Tee aus Holunder- und Lindenblüten hat eine schweißtreibende Wirkung, die bei einer Erkältung auf natürlichem Weg das Fieber senken kann.

Magen-Darm-Beschwerden

Bei Bauchkrämpfen und Blähungen haben sich Kümmel, Fenchel und Anis bewährt. Sie wirken beruhigend und helfen, ein Völlegefühl zu reduzieren. Kamille und Ingwer können mit ihrer entzündungshemmenden und antimikrobiellen Wirkung Beschwerden im Magen-Darm-Trakt lindern. Wenn du deiner Verdauung unter die Arme greifen willst, sind Löwenzahn und Pfefferminze geeignete Helfer. Sie fördern deine Verdauung, indem sie die Produktion von Galle und Magensäure anregen.

Harnwegsinfekte

Viel trinken ist bei Harnwegsinfekten und Blasenentzündung besonders wichtig. Die erhöhte Flüssigkeitszufuhr hilft dabei, Erreger aus dem Körper zu spülen. Idealerweise trinkst du zum Durchspülen der unteren Harnwege Tee aus Brennnesseln, Birkenblättern oder Goldrutenkraut.

Beruhigung bei Nervosität

Bist du abends angespannt und nervös? Dann ist ein entspannender Tee genau richtig! Besonders bekannt für seine Wirkung ist hier natürlich Baldrian. Auch Kamille, Melisse, Lavendel und Hopfen sind natürliche Mittel gegen Stress. Sie helfen dir, zur Ruhe zu kommen und fördern einen erholsamen Schlaf. Koffeinhaltige Tees wie Schwarztee solltest du vor dem Schlafengehen unbedingt meiden. Sie führen dazu, dass Herzschlag und Blutdruck steigen und erschweren das Einschlafen.

Herz-Kreislauf-System

Grüner Tee, Schwarztee und Matcha-Tee bieten eine Menge an sekundären Pflanzenstoffen. Forscher gehen davon aus, dass diese eine Vielzahl von positiven Effekten auf den Körper haben. Grüner Tee kann sich positiv auf die Blutgefäße auswirken. Außerdem ist er reich an Antioxidantien, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs reduzieren können.

Sachkundiger Rat aus der Apotheke

Bevor du zum Beutel greifst, solltest du beachten: Tee ist nicht gleich Tee! Für die gängigen Lebensmittel-Tees aus dem Supermarkt wird häufig die gesamte Pflanze verarbeitet. Dadurch enthalten die Tees wenige Nährstoffe und oft kaum heilsame Wirkstoffe. Für einen möglichst hohen Gehalt an Wirkstoffen wie ätherischen Ölen kaufst du deinen Tee am besten lose in deiner Apotheke.

Dein Apotheker berät dich gerne, welche Teesorten oder -mischungen bei deinen Beschwerden am besten helfen. Außerdem verrät er dir, wie du den Tee dosierst und zubereitest. Manche Tees, zum Beispiel aus Rinde, werden häufig abgekocht, während andere – mal kürzer, mal länger – im heißen oder kalten Wasser ziehen müssen. Informiere dich vorher, wie du deinen Tee zubereitest.

Interessierst du dich dafür, welche Wirkung Pflanzen auf unsere Gesundheit haben können? Dann entdecke unbedingt Kurkuma und Kapuzinerkresse.

Wenn du gerade mit einem Schnupfen kämpfst, gönne dir einen Tee und stöbere beim Trinken in unseren 7 einfachen Tipps bei Erkältung.

Bitte beachte, dass unser Artikel eine medizinische Beratung und Behandlung nicht ersetzen kann. Wenn du krank bist, solltest du immer einen Arzt aufsuchen. Schwangere und Stillende sollten vor dem Konsum von Tees erst Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Für Kinder empfehlen sich entsprechende Baby- oder Kindertees.

Gute Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.