Immer volle Akkus: dein Vitaminbedarf auf einen Blick
Mikronährstoffe/Vitamine

Immer volle Akkus: dein Vitaminbedarf auf einen Blick

Für jedes Vitamin gibt es einen sogenannten Referenzwert. Dieser sagt aus, wie viel des Vitamins du täglich zu dir nehmen solltest. Es ist ein Richtwert, welcher Empfehlungen und Schätzungen folgt.

Vitaminversorgung in Deutschland

„Deutschland ist kein Vitaminmangelland.“ Das erklärte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in einer Stellungnahme im Jahr 2012. Eine unnötige Nahrungsergänzung verschiedener Vitamine sei demnach zu vermeiden. Es bestehe sogar ein Gesundheitsrisiko durch eine zu hohe Zufuhrmenge.

Eine ausgewogene Ernährung kann eine gute Vitamin- und Nährstoffversorgung sicherstellen. Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sollten dann besonders oft auf dem Tisch stehen. Welche Lebensmittel die jeweiligen Vitamine enthalten, erfährst du im Artikel Vitamine: Was sind Unterschiede zwischen wasserlöslichen und fettlöslichen?.

Lediglich in bestimmten Fällen wird eine Zufuhr von Vitaminpräparaten empfohlen:

  • Bei Neugeborenen: Vitamin K
  • Bei Säuglingen: täglich Vitamin D und Fluorid
  • Bei Frauen mit Kinderwunsch und Schwangeren im ersten Drittel: Folsäure
  • Bei Schwangeren und Stillenden: Jodid, eventuell Eisen

Du solltest deinen Arzt darauf ansprechen.

Je nach Alter und Lebenssituation schwankt der Vitaminbedarf

Die Infografik zeigt die Referenzwerte für die wichtigsten Vitamine – sortiert nach Alter:

Grundsätzlich gilt: Das Immunsystem wird entscheidend gestärkt, wenn der Vitaminbedarf beachtet und täglich eine ausreichende Menge aufgenommen wird. Das ist besonders bei den wasserlöslichen Vitaminen – nämlich Vitamin C und die B-Vitamine – wichtig, da sie gar nicht oder nur in geringen Mengen im Körper gespeichert werden können.

Vitamine bei Krankheiten

Bei Erkältungen steigt vor allem der Vitamin-C-Bedarf an. Zum einen wird das Vitamin benötigt, um den Erreger zu bekämpfen, zum anderen wird dem Körper die Aufnahme durch die Erkrankung erschwert.

Bei längeren Magen-Darm-Erkrankungen wird hingegen die Vitamin-B12-Aufnahme gestört. Nach Rücksprache mit dem Arzt kann hier eine Substitution erforderlich sein.

Sonderfall Vitamin D

Das Vitamin D nimmt eine besondere Stellung innerhalb der Vitamine ein. Denn es kann nur zu einem geringen Teil über Lebensmittel wie Lachs, Hering oder Makrelen aufgenommen werden. Aber 80 bis 90 Prozent des benötigten Vitamin D stellt dein Körper selbst her, wenn die UV-B-Strahlung der Sonne auf deine Haut trifft.

Darum ist es wichtig, regelmäßig an der frischen Luft Sonne zu tanken. Um einen Sonnenbrand zu vermeiden, ist ein passender Sonnenschutz für deinen Hauttyp wichtig. Dieser blockt die UV-B-Strahlung zwar zu einem gewissen Teil ab, doch in der Regel tankst du dabei immer noch ausreichend Vitamin D, um gut versorgt zu sein. Für die Wintermonate kann dein Körper das Sonnenvitamin übrigens in Fett- und Muskelmasse einlagern.

Vitamine und Ernährung

Neben den Vitaminen sind auch Mineralstoffe für eine optimale Nährstoffversorgung deines Köpers wichtig. Unsere interaktive Gemüsetabelle zeigt dir, welches Gemüse die höchsten Nährwerte hat. Zum Beispiel ist die Möhre eine echte Vitaminbombe und enthält mehr Betacarotin als jedes andere Gemüse. Vitamine sind übrigens auch ein echter Schönheitsbooster für deine Haut. Diese Vitamine lassen deinen Teint besonders erstrahlen.

Du hast weitere Fragen rund um deine Ernährung oder suchst Inspirationen für deinen individuellen Ernährungsplan? Unsere Ernährungsberatung steht dir gern mit Rat und praktischen Tipps zur Seite

Gute Gesundheit und immer volle Vitamin-Akkus wünscht dir deine AOK Hessen.