Joghurt: So stellst du ihn selbst her
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Joghurt: So stellst du ihn selbst her

Es ist Sonntag. Du schaltest die Kaffeemaschine ein, in der Küche macht sich ein herrlicher Kaffeegeruch breit und dein Magen freut sich auf sein Frühstück. Auf dem Menü: Müsli mit vergorener Milch. Klingt unappetitlich, oder? Wie wär’s so: Müsli mit leckerem Joghurt? Denn letzterer ist eigentlich nichts anderes als vergorene Milch. Dabei punktet er mit denselben Nährstoffen wie Eiweiß, Kalzium sowie wertvollen Vitaminen und ist obendrein noch verträglicher als einfache Milch. Doch Joghurt ist nicht gleich Joghurt. Wir zeigen dir, was einen guten Joghurt ausmacht und wie du ganz einfach deinen eigenen Joghurt herstellen kannst.

Versteckte Inhaltsstoffe

Die Konsistenz und der Geschmack eines Joghurts ergeben sich durch die Zutaten. Unterschiedliche Milchsäurebakterien zum Beispiel entscheiden, ob der Joghurt am Ende säuerlich oder mild schmeckt.

Der Fettgehalt dagegen beeinflusst die Konsistenz: So steckt in cremigen Joghurts auch mehr Fett. Auch die Zugabe von Milchzucker kann die Konsistenz beeinflussen. Das Problem hierbei jedoch: Joghurts mit Milchzucker sind weniger gut verträglich. Da Milchzucker zu den Bestandteilen von Milch gehört, muss er noch nicht mal bei den Inhaltsstoffen aufgelistet werden. Dieses Problem betrifft vor allem Menschen mit Laktoseintoleranz, denn sie vertragen Joghurt aufgrund des geringen Laktosegehalts eigentlich gut.

Erdbeere, Kirsche, Banane – Joghurt gibt es in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Doch auch hier kann getrickst werden. So ist in den vermeintlichen Fruchtjoghurts oftmals kein oder so gut wie kein Obst enthalten. Stattdessen sorgen künstliche Aromen für den fruchtigen Geschmack. Zusätzlich hinzugefügter Zucker sorgt außerdem dafür, dass das eigentlich gesunde Lebensmittel zur Kalorienbombe wird.

Wissen, was drin ist

Der entscheidende Vorteil von selbst gemachtem Joghurt: Du bestimmst, welche Zutaten du verwendest, und du weißt am Ende auch, was drinsteckt. So kannst du Fett- und Säuregehalt deines Joghurts kontrollieren und tappst in keine versteckte Kalorienfalle.

Hinzu kommt, dass selbst gemachter Joghurt meist kostengünstiger als das fertige Produkt aus dem Supermarkt ist. Und nicht zuletzt tust du der Umwelt etwas Gutes: Denn vor allem klein portionierte Joghurts produzieren ein hohes Maß an Verpackungsmüll.

Selbst gemachter Joghurt: So geht’s

Die Herstellung von Joghurt ist einfacher, als du denkst. Neben Thermometer, sauberen Schraubgläsern und Backofen (oder Joghurtbereiter) brauchst du dafür lediglich folgende Zutaten:

  • 1 Liter Milch (Kuhmilch oder pflanzliche Alternative)
  • Milchsäurekulturen oder 150 Gramm Joghurt (Es gibt spezielle Pulver zur Joghurtherstellung. Du kannst alternativ aber auch einfach fertigen Joghurt nehmen. Du musst allerdings darauf achten, dass er lebende Kulturen enthält.)

Merke: Da der hergestellte Joghurt meist etwas flüssiger ist als konventionelle Produkte, sollte der Fettgehalt der Zutaten bei mindestens 1,5 Prozent liegen. Je höher der Fettgehalt, desto cremiger wird dein Joghurt.

Erhitze die Milch im ersten Schritt auf 90 Grad Celsius und halte die Temperatur für rund zehn Minuten. Lasse sie dann auf rund 40 Grad Celsius herunterkühlen. Behalte die Temperatur mit einem Thermometer im Auge. Füge unter ständigem Rühren den Joghurt oder die Milchsäurekulturen hinzu und fülle die fertige Mischung im Anschluss in deine sauberen Schraubgläser. Nun muss sie bei gleichbleibender Temperatur für einige Stunden gären. Ideal sind 43 Grad Celsius. Dazu stellst du sie entweder für sechs bis acht Stunden in den beheizten Backofen oder in einen Joghurtbereiter.

Tipp: Du kannst deinen Joghurt nach Lust und Laune geschmacklich aufpeppen, indem du beim Erhitzen der Milch zum Beispiel eine Zimtstange oder eine Vanilleschote mit in den Topf legst und anschließend wieder herausnimmst. Alternativ kannst du auch natürliche Aromen hinzugeben und den Joghurt mit frischen Früchten servieren.

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wir wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

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