Jungensportarten: auch für Mädchen!
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Jungensportarten: auch für Mädchen!

Wer sagt eigentlich, dass Fußball nur was für Männer ist? Spätestens seit den Erfolgen der deutschen Nationalmannschaft im Frauenfußball dürfte klar sein, dass Mädchen in klassischen Jungensportarten ebenso erfolgreich sein können wie die Vertreter des vermeintlich „starken Geschlechts“. Und auch andere Sportarten wie Eishockey oder Leichtathletik sind keine reine Männerdomäne mehr. Zeit, mit den Vorurteilen aufzuräumen!

Frauenfußball auf dem Vormarsch

Da es gerade beim Fußball häufig vor Männlichkeit nur so strotzt, schienen Frauen in diesem Sport bislang fehl am Platz und wurden von den männlichen Fans eher belächelt. Dabei gibt es allein in Deutschland laut Deutschem Fußball-Bund e.V. heute über 5.800 Frauenteams – und die Zahl steigt!

Weil der Fokus beim Fußball mittlerweile weniger auf der Kraft der Spieler liegt, sondern mehr auf Taktik, Geschick und Schnelligkeit, wird diese Sportart für immer mehr Mädchen und Frauen attraktiv. Zudem dürfen Mädchen meist bis zu den B-Junioren in Jugendmannschaften mit Jungs gemischt trainieren. Das erleichtert den jungen Spielerinnen den Zugang zum Fußball, vor allem, wenn sie später erfolgreich in reinen Damenmannschaften spielen möchten.

Auch ruppiger Sport kein Problem

Spaß und Können sind auch bei ruppigeren Sportarten wie Eishockey nicht nur auf ein Geschlecht beschränkt: Dort gibt es ebenfalls eine Frauen-Bundesliga, deren Ergebnisse sich sehen lassen können. Bereits bei der WM in diesem Jahr schafften es die Eishockey-Damen ins Halbfinale, nachdem sie im Spiel gegen Russland überraschend gewannen. Trotzdem sind nur etwa 2.580 Frauen im Deutschen Eishockey-Bund e.V. registriert, was etwa ein Zehntel der Anzahl an Männern ausmacht. Aber allein die Tatsache, dass Frauen sich überhaupt für diesen Sport begeistern, inspiriert mit Sicherheit einige Mädchen, es ihnen gleich zu tun.

Kinder stärken, nicht entmutigen

Kinder sollten in ihrer individuellen Entscheidung gestärkt und im Sport motiviert werden. Auch die AOK Hessen förderte 2017 wieder Mädchenmannschaften im Fußball mit dem Projekt „Mehr Mädchen auf den Rasen“, in dessen Rahmen ein Zuschuss von 500 Euro und ein Profi-Mentoring an Gewinnervereine verteilt wurde. Die gezielte Förderung von Mädchen und Jungen in für sie untypischen Sportarten stärkt nicht nur deren Selbstbewusstsein, sondern hilft auch, innerhalb der Gesellschaft bestimmte Vorurteile abzubauen.

Der Spaß steht im Vordergrund

Trotzdem bestehen nach wie vor Vorbehalte. Mädchen und auch Jungen werden häufig noch mit Unverständnis beäugt, wenn sie ihre Eltern mit dem Wunsch konfrontieren, eine Sportart zu trainieren, die größtenteils männlich oder weiblich dominiert wird. Stigmatisierung führt häufig dazu, dass Kinder sich dann nicht mehr trauen, ihrem Hobby nachzugehen.

In Zeiten der Gleichberechtigung sollte dies jedoch kein Thema mehr sein. Daher ist es wichtig, Kinder in der Wahl ihrer Hobbys zu unterstützen und zu ermutigen, sodass der Spaß nicht zu kurz kommt – sei es im Fußball, Tanz oder in anderen Sportarten.

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