Kardiotraining: So hilft es gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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Kardiotraining: So hilft es gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bewegung ist gesund, das ist kein Geheimnis. Und neueste Studien formulieren es sogar noch deutlicher: „Sitzen ist das neue Rauchen!“ Trotzdem benötigt es meist eine große Portion Motivation, um vom Sofa in die Laufschuhe zu hüpfen. Denn eigentlich wissen wir es ja: Hinterher fühlen wir uns gleich besser. Sport hält fit, regt den Kreislauf an und hilft dir, Stress abzubauen. Aber kann Sport auch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie einer koronaren Herzerkrankung oder einem Herzinfarkt, schützen und wie aufwendig ist das Training?

Wundermittel Kardiotraining

Beim Kardiotraining geht es darum, die Kondition und Ausdauer zu verbessern, also die Leistungsfähigkeit deines Körpers zu steigern. Das Ergebnis kann im Alltag zum Beispiel sein, dass du nach dem Treppensteigen nicht mehr so schnell außer Atem bist.
Regelmäßiges Konditionstraining hat viele positive Effekte: Es kann unter anderem die Abwehr stärken, vor Krebserkrankungen schützen sowie den Schlaf und die Denkfähigkeit verbessern.

Das Training kann außerdem einen erhöhten Blutdruck senken und zu hohe Blutzucker- oder Blutfettwerte normalisieren. Vor allem durch diese drei Effekte verringert sich das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung enorm. Wer regelmäßig Ausdauersport macht, dessen Körper hält gewissermaßen mehr aus.

Bewegung ist aber nur ein Faktor von mehreren, wenn es um Prävention geht. Zu einer gesunden Lebensweise gehören außerdem eine vollwertige, möglichst mediterrane Ernährung mit viel Fisch, Gemüse und Olivenöl, genügend Schlaf und wirksame Strategien zur Stressbewältigung. Auf Nikotin und Alkohol solltest du weitgehend verzichten.

Effektives Training – so funktioniert es

Zu den Sportarten, bei denen du die Ausdauer trainierst, gehören nicht nur Joggen, Radfahren oder Schwimmen. Auch Fitnesskurse wie Aerobic oder Zumba, Nordic Walking oder Spaziergänge haben einen positiven Effekt. Wichtig ist vor allem regelmäßige Bewegung, bei der man sich etwas anstrengt und ein bisschen aus der Puste kommt. Das können auch körperliche Arbeiten sein: Wenn du gerade den Garten umgegraben oder die Fenster geputzt hast, kannst du das ebenfalls als „Workout“ verbuchen.

Medizinisch gesehen sind vier bis fünf Bewegungseinheiten à 30 Minuten pro Woche ideal, aber du entscheidest individuell, was dir guttut. Gerade wenn du bisher noch nie Ausdauersport gemacht hast, ist es anfangs sinnvoll, dass du dich langsam an den Sport herantastest und die Belastung schrittweise von wenigen Minuten auf eine halbe Stunde oder mehr steigerst. Wenn Du über 40 Jahre alt bist, bestimmte körperliche Einschränkungen hast oder auch wenn du einfach lange keinen Sport gemacht hast, solltest du mit deinem Hausarzt sprechen, ob du bei bestimmten Sportarten vorsichtig sein solltest.

„Keine Zeit“ – gilt nicht!

Wenn du zwischen Beruf und Familie nicht so viel Zeit findest, sollte das kein Grund sein, komplett auf Sport zu verzichten, denn auch wenig Bewegung ist besser als gar keine. Und schon eine Stunde Ausdauersport in der Woche senkt das Risiko einer Herzerkrankung deutlich.

Du kannst dich also auch in kleinen Schritten fit halten und deine Bewegung in deinen Alltag einbauen – zum Beispiel indem du auf den Aufzug verzichtest und jeden Tag die Treppe nutzt. Vielleicht nimmst auch ab sofort für kurze Strecken und kleinere Erledigungen das Fahrrad oder gehst zu Fuß, statt dich ins Auto zu setzen. Oder du steigst einfach eine Haltestelle früher aus und gehst die restliche Strecke zu Fuß. Wenn du deinen Tagesablauf mal in Ruhe durchgehst, fallen dir bestimmt noch weitere Möglichkeiten ein, um mehr Bewegung für ein gesundes Leben in deinen Alltag einzubauen!

Weitere Infos zu Gesundheitstrainings findest du in unserer Kategorie Sport & Fitness.