Kleine Gewürzkunde: Kardamom
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Kleine Gewürzkunde: Kardamom

Kardamom – eines der exquisitesten Gewürze der Welt. Da man es aufwändig von Hand ernten muss, auch eines der teuersten. Kardamom ist nicht nur als Zutat für schmackhafte Speisen und Getränke bekannt, sondern auch als Heilmittel für eine Vielzahl von körperlichen Leiden wie zum Beispiel Verdauungsstörungen, Magenprobleme und Erkältungen. In asiatischen Ländern verwendet man Kardamom zum Würzen von herzhaften Speisen wie Currys. In Deutschland findet er dagegen vor allem in der Winterzeit Verwendung: beim Zubereiten von Lebkuchen und Glühwein. Zeit, das gesunde Gewürz öfter einzusetzen!

Kardamom nennt man sowohl die zu den Ingwergewächsen gehörende Pflanze als auch ihren Samen, den wir als das klassische Kardamomgewürz kennen.

Grüner und schwarzer Kardamom als Gewürz

Es gibt zwei Arten von Kardamom: grünen und schwarzen Kardamom, die beide zum Würzen verwendet werden. Dafür werden die Samen der Pflanze genutzt, die durch ihren hohen Gehalt an ätherischen Ölen dem Gewürz sein typisches, kräftiges Aroma verleihen, das leicht an Eukalyptus erinnert.

Um dieses Aroma zu erhalten, solltest du besser getrocknete Fruchtkapseln statt des bereits gemahlenen Pulvers kaufen. Zu Hause kannst du die Kapseln dann öffnen und die Samen von Hand zerstoßen.

Grüner Kardamom wird zur Verfeinerung von süßem Gebäck, Desserts und indischen Gerichten genutzt, aber auch für Chai-Tees und arabischen Kaffee. Schwarzer Kardamom hat einen herberen Geschmack und wird deswegen eher für deftige Fleischspeisen verwendet.

Du kannst ganz einfach deinen eigenen grünen Kardamomtee zubereiten. Dazu genügt es, einen Teelöffel Kardamomsamen in einer Tasse mit kochendem Wasser zu übergießen und das Ganze zehn Minuten ziehen zu lassen. Anschließend wird der Tee durch ein Sieb gegossen. Viele Rezeptvariationen, zum Beispiel mit weiteren Zutaten wie Ingwer, Zimt und Milch, findest du im Internet.

Gesundheitsfördernde Wirkung

Das Geheimnis des Kardamomgewürzes sind seine ätherischen Öle, die eine heilsame Wirkung entfalten sollen. Schon die alten Römer schätzten die wohltuende Wirkung nach einer gehaltvollen Fressorgie. So soll Kardamom verdauungsfördernd wirken und gegen Blähungen helfen. In arabischen Ländern wird sehr starkem Kaffee etwas Kardamom beigegeben, um ihn bekömmlicher zu machen.

Ein weiterer unschlagbarer Vorteil ist der Effekt von Kardamom bei der Bekämpfung von Mundgeruch. Das Kauen der Samen soll einen verbesserten Atem garantieren, der sogar nach dem Verzehr von Knoblauch noch frisch und angenehm bleibt.

Wenn du Kardamom zum Würzen von köstlichen Desserts oder erfrischenden Tees benutzt, achte darauf, ihn möglichst frisch und ohne lange Lagerzeiten an der Luft zuzubereiten. Nur dann entfaltet er seine ganze Kraft und sein exquisites Aroma.

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