Kohl – das unterschätzte Gemüse
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Kohl – das unterschätzte Gemüse

Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing, Weißkohl, Blumenkohl, Broccoli, Romanesco, Chinakohl, Spitzkohl, Jaroma, Sauerkraut, Weißkrautsalat – es gibt so viele Kohlsorten und Zubereitungsarten! Und so viele haben zu Unrecht einen schlechten Ruf als bitter, altbacken, piefig, Arme-Leute-Essen und blähungsfördernd.

Aber: Kohl enthält große Mengen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Senföle uvm. Bei den Vitaminen sind Vitamin A, Betacarotin, alle B-Vitamine, Vitamin E und C ganz vorne mit dabei. Außerdem bietet Kohl reichlich Magnesium, Eisen, Chrom, Mangan und Calcium.

Eine Portion Kohl, etwa 250 Gramm, enthält ebenso viel Calcium, wie zwei Gläser Milch! Senföle nennt man die Bitterstoffe der Kreuzblütler. Nach neueren Erkenntnissen beugen diese Senfölglycoside Infektionen vor und unterstützen in der Krebsprävention, wie das Sulforaphan oder das Iberin. Und Sauerkraut erst! Es enthält obendrein noch Milchsäure und Milchsäurebakterien. Die Milchsäure bremst das Wachstum von Fäulniserregern und Gasbildnern im Darm, die Milchsäurebakterien unterstützen die Darmflora.

Mit dem im Kohl enthaltenen Vitamin C und den Milchsäurebakterien stärkt man also im Winter seine Abwehrkräfte. Und gegen die Blähstoffe kochst du den Kohl am besten mit offenem Deckel und einer Spur Kümmel.