Kokosnuss – wirklich ein gesunder Alleskönner?
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Kokosnuss – wirklich ein gesunder Alleskönner?

Mit dem exotischen Aroma der Kokosnuss verbinden wir oft Sonne, Strand und Urlaub. Die Kokosnuss verfeinert Cocktails und sommerliche Getränke. Sie ist auch eine tolle Zutat zum Backen und eine schmackhafte Komponente im Müsli. Ob als Fruchtfleisch, Öl oder Milch – die Kokosnuss gilt als gesunder Allrounder und Alleskönner. Auch bei der Körperpflege liegt die Nuss im Trend. Doch was ist wirklich dran am Wundermittel Kokosnuss?

Exotischer Genuss – Fruchtfleisch, Kokoswasser & Kokosmilch

Das Fruchtfleisch der Kokosnuss besteht zur Hälfte aus Wasser und zu etwa einem Drittel aus gesättigten Fettsäuren. Ab und an als leckerer Snack ist das Fruchtfleisch der tropischen Frucht okay, den Namen Superfood verdient sie hier jedoch nicht.

Etwas anders verhält es sich mit dem Kokoswasser. Die klare Flüssigkeit ist reich an Kalium und enthält auch überraschend viele Mineralstoffe. Mit circa 20 Kalorien auf 100 Milliliter liegt Kokoswasser etwa gleichauf mit einer Apfelschorle. Wenn dir nach einem erfrischenden Getränk mit leckerem Aroma ist, kann naturbelassenes Kokoswasser also eine gesunde Alternative zu Süßgetränken sein.

Nicht zu verwechseln mit dem Kokoswasser ist die Kokosmilch. Hierbei handelt es sich um das Fruchtfleisch der Kokosnuss, das zu einer weißen Milch weiterverarbeitet wird. Kokosmilch hat einen intensiveren Geschmack als Kokoswasser und eignet sich zum Beispiel zur Zubereitung vieler thailändischer Gerichte. Darüber hinaus enthält sie Vitamine, Kalzium, Magnesium und weitere Nährstoffe, die sie zu einer veganen Alternative zu Sahne oder Creme fraîche machen.

Kokosöl – das gesunde Pflanzenfett?

Dem Kokosöl sagt man viele Eigenschaften nach, die es beinahe in den Rang eines Superfoods heben könnten. Es soll das Immunsystem stärken, den Stoffwechsel ankurbeln und damit beim Abnehmen helfen. Schauen wir genauer auf die Studienlage, bleibt jedoch von der versprochenen Wirkung nicht viel übrig. Kokosöl besteht nämlich zu etwa 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Die können den Cholesterinspiegel ansteigen lassen, sich im Laufe der Zeit in den Gefäßen ablagern und diese schädigen. Zudem können gesättigte Fettsäuren Entzündungsprozesse im Körper begünstigen und so zur Entstehung von Diabetes Typ 2 oder einer Fettleber beitragen.

Das Besondere am Kokosöl: Es besteht größtenteils aus mittelkettigen Fettsäuren. Im direkten Vergleich solltest du lieber zu Ölen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren greifen. Diese können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Gesunde Alternativen sind zum Beispiel Rapsöl, Olivenöl, Leinöl oder Walnussöl.

Kokosöl als Pflege für Haut und Haar

Ob Kokosöl gesundheitliche Vorteile für deine Ernährung bringt, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Doch für deine Haut- und Haarpflege ist das pflanzliche Öl eine Wohltat. Für die Anwendung solltest du möglichst naturbelassenes Kokosöl verwenden. Trockenem, brüchigem Haar spendet Kokosöl Feuchtigkeit, zum Beispiel in Form einer Haarmaske. Dazu gibst du je nach Haarlänge ein bis zwei Esslöffel gleichmäßig auf das frisch gewaschene Haar. Nun wickelst du es in ein Handtuch und lässt das Öl eine Stunde einwirken. Anschließend wäschst du deine Haare mit einem milden Shampoo aus. Das Kokosöl verleiht deinem Haar neuen Glanz und macht es geschmeidig.

Auch bei trockener und unreiner Haut kann Kokosöl helfen. Es spendet langfristig Feuchtigkeit, macht müde Haut wieder straff und frisch und lässt Augenringe verschwinden. Trage das Öl zum Beispiel als Gesichtsmaske auf. Lasse es 15 Minuten einwirken und entferne die Reste anschließend sanft mit einem Wattepad. Bei fettiger oder großporiger Haut solltest du Öle meiden. In diesem Fall kann das Fett die Poren verstopfen und so erst recht zur Bildung von Pickeln beitragen.

Suchst du weitere Tipps, um müde Haut wieder munter zu machen? Dann entdecke auch die Wirkung von Körperölen und die Power von Kaffee, Tee und Kakao gegen müde Haut.

Hast du beim Lesen Lust auf leckere Kokosgerichte bekommen? Wie wäre es dann mit einer Thaisuppe mit Frühlingsgemüse oder asiatischem Kokosmilchreis?

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Gute Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.