Kosmetikprodukte in der Schwangerschaft
Geburtsvorbereitung

Kosmetikprodukte in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft spielt der Hormonhaushalt verrückt. Das hat natürlich auch sichtbare Auswirkungen auf Haut und Haare, die allerdings sehr unterschiedlich sein können. Während sich die eine Frau plötzlich über ihre rosige Haut und ihr volles Haar freut, wird die andere von Hautunreinheiten, Haarausfall und brüchigen Fingernägeln geplagt. Nicht zuletzt aus diesem Grund greifen auch während der Schwangerschaft viele Frauen zu den kleinen Helfern der Kosmetikindustrie.

Als Schwangere hat man es dabei nicht immer einfach. Vor der Schwangerschaft war es ausschließlich deine Sache, was du mit deinem Körper anstellst. Das ändert sich plötzlich und du stellst dir Fragen über eigentlich ganz alltägliche Körperpflegerituale. Schaden Kosmetika meinem Kind? Was ist mit Haarfärbemitteln oder Nagellackentferner? Zu allem Überfluss kursieren zu diesen Themen unzählige Ammenmärchen und Halbwahrheiten. Das kann natürlich verunsichern. Damit du auch als werdende Mutter einen kühlen Kopf bewahrst und entspannt durch den Alltag kommst, haben wir in diesem Artikel einige Tipps zusammengetragen.

Schwanger mit Haut und Haar

Hand aufs Herz! Weißt du immer ganz genau, was du dir da tagtäglich ins Gesicht oder in die Haare schmierst? Die meisten herkömmlichen Kosmetika wie Hautcremes, Shampoos oder Haarfärbemittel enthalten chemische Wirkstoffe. In niedriger Konzentration sind diese in der Regel nicht schädlich. Einmal in die Haut und die Haare einmassiert, werden die chemischen Wirkstoffe aber vom Körper aufgenommen. Dabei ist nicht auszuschließen, dass diese über den Blutkreislauf auch das ungeborene Kind erreichen. Zwar lässt sich nur schwer ein direkter Zusammenhang zwischen gewissen Kosmetikprodukten und einer Beeinträchtigung der Entwicklung des Babys belegen. Völlig ausschließen kann man diesen jedoch nicht. Und so liegt die Entscheidung im Ermessensspielraum der Mutter. Gerade beim Haarefärben während der Schwangerschaft solltest du ein paar Dinge beachten. Lege beim Färbemittel immer Wert auf Qualität und Herkunft der Produkte. In Deutschland zugelassene Färbemittel sind normalerweise nicht gesundheitsschädlich. Dennoch solltest du zu aggressive Mittel meiden. Tönungen und Färbeshampoos sind in der Regel eine sanftere und damit auch unbedenklichere Alternative zum Haarefärben. Aber denke immer daran: Lasse die Produkte so kurz wie möglich einwirken, trage unbedingt Handschuhe und lüfte ausgiebig.

Höre auf deinen Körper – und auf deinen Arzt

Auch beim Lackieren der Fingernägel gilt das berüchtigte „Ja, aber …“. Im Grunde ist Nagellack ungefährlich. Allerdings enthalten manche Produkte das Lösungsmittel Aceton. Wird dieses inhaliert, kann es für Mutter und Kind gefährlich werden. Benutze lieber acetonfreie Varianten. Achte auch darauf, während den Anwendungen ausreichend zu lüften und dir abschließend gründlich die Hände zu waschen.

Falls du dir unsicher bist, solltest du deinen Arzt oder deine Hebamme um Rat fragen. Weitere nützliche Informationen rund um das Thema findest du hier in unserer Kategorie Schwangerschaft & Stillzeit.