Leckere Superfoods: 3 Nährstoffbomben aus dem eigenen Garten
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Leckere Superfoods: 3 Nährstoffbomben aus dem eigenen Garten

Exotische Superfoods wie Goji- oder Açaí-Beeren kommen von weit her und haben oft einen stolzen Preis. Doch wusstest du, dass du Obst und Gemüse mit vergleichbarer Nährstoffkonzentration auch deutlich günstiger im eigenen Garten anbauen kannst? Superfoods sind nämlich nicht mehr als Nahrungsmittel mit besonders hohem Nährstoffgehalt. Bestimmt wirst du bei dem ein oder anderen unserer heimischen Gartengewächse staunen, was alles drinsteckt.

Lokale Helden für eine gesunde Ernährung

Wenn du nach Superfoods suchst, hast du nicht nur die Wahl zwischen den Trendfoods aus Übersee. Viele gesunde Nährstoffbomben findest du auch bei uns in Deutschland. Dazu gehören zum Beispiel Leinsamen, Brokkoli, Blaubeeren, Brennnesseln und die Hagebutte. Die heimischen Superfoods überzeugen mit vielen Vorteilen: Sie stammen aus regionalem Anbau, schonen dank kurzer Transportwege die Umwelt und kommen so richtig frisch auf deinen Teller. Hast du einen eigenen Garten, kannst du zum Beispiel die folgenden drei Nährstoffbomben schon auf wenigen Quadratmetern selbst anbauen.

Rote Bete – die farbechte Powerknolle

In der roten Powerknolle stecken viel Vitamin C und Vitamin B, insbesondere Folsäure. Letztere ist wichtig für Blutbildung, Zellteilung und zahlreiche Wachstumsprozesse in deinem Körper. Aufgrund ihres Betain-Gehalts hat sie eine stimulierende Wirkung auf Leber und Gallenblase. So unterstützt der Verzehr die Entgiftungsprozesse deines Körpers. Mit ihrem hohen Eisengehalt kann die Rote Bete helfen, einem Eisenmangel vorzubeugen.

Anbauen solltest du die Knolle im Mai nach dem letzten Frost. Ernten kannst du sie wiederum, bis der erste Frost Anfang Oktober einsetzt. Ob roh, gekocht oder als frischer Saft – Rote Bete kannst du auf unterschiedlichste Weise genießen. Dabei solltest du beachten, dass die rote Knolle von Natur aus einen starken Farbstoff enthält. Färben sich Stuhl und Urin nach dem Verzehr rötlich, brauchst du dir also keine Sorgen zu machen.

Grünkohl – die Vitamin-C-Bombe

Der Grünkohl ist eine der hochwertigsten Gemüsesorten überhaupt. Mit 105 Milligramm pro 100 Gramm enthält Grünkohl doppelt so viel Vitamin C wie eine Zitrone. Zudem stecken in ihm viel Vitamin E sowie wertvolle Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium. Mit seinem hohen Gehalt an Beta-Carotin belegt er den zweiten Platz direkt hinter der Möhre. Dein Körper kann Beta-Carotin in Vitamin A umwandeln. Das ist wichtig für eine gesunde Funktion von Haut und Augen.

Säen kannst du ihn ab Mitte Mai, geerntet wird er ab Ende Oktober. Kenner raten übrigens dazu, ihn erst nach dem ersten Frost zu ernten. Dann bekommt er einen leicht süßlichen Geschmack. Das Wintergemüse ist ein beliebter Nährstofflieferant für die kältere Jahreszeit, wenn andere Obst- und Gemüsesorten rar werden. Zur Zubereitung solltest du ihn möglichst nur leicht dünsten, damit die Vitamine erhalten bleiben. Wusstest du übrigens, dass du Grünkohl auch roh verzehren kannst?

Radieschen – die unterschätzte scharfe Knolle

Radieschen bestehen zu etwa 94 Prozent aus Wasser, sind kalorienarm und reich an Senfölen. Letztere sorgen nicht nur für ihre Schärfe, sondern verleihen der kleinen roten Knolle auch eine antibakterielle und antibiotische Wirkung. So stärken die Scharfstoffe das Immunsystem und helfen auch dabei, die Verdauung anzukurbeln. Radieschen sind reich an Eisen, Kalzium und Phosphor sowie Vitamin A, B und C. Außerdem enthalten sie den Stresskiller Kalium.

Radieschen lassen sich das ganze Jahr über anbauen. Und das Beste: Sie wachsen sogar in einem Blumenkasten auf deinem Balkon und sind schon nach wenigen Wochen reif für die Ernte. Da sie schnell austrocknen, solltest du sie am besten gleich nach der Ernte vom Grün befreien. Eingewickelt in ein feuchtes Tuch kannst du sie zwei bis drei Tage im Gemüsefach deines Kühlschranks aufbewahren.

Vielleicht helfen dir unsere Tipps, deine Liebe zum Gärtnern neu zu entdecken. Kannst du von den Nährstoffbomben nicht genug bekommen? Dann solltest du unbedingt unsere weiteren heimischen Superfoods entdecken. Auch Kapuzinerkresse und Ingwer begeistern mit ihrer wohltuenden Wirkung auf die Gesundheit. In unserer interaktiven Gemüsetabelle kannst du dir leicht einen Überblick verschaffen, wo welche Nährstoffe drinstecken.

Wenn du dich für eine nachhaltige Ernährung interessierst und deine Essgewohnheiten überprüfen möchtest, legen wir dir unseren Kurs FlexiFood ans Herz. Hier erfährst du, ob „frei von“-Produkte und Superfoods wirklich wichtig sind für eine gesunde Ernährung.

Gute Gesundheit wünscht deine AOK Hessen.