Lernen lernen: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!
Kinder & Jugendliche

Lernen lernen: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!

„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.“ „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ „Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.“ Es gibt so viele Sinnsprüche zum Thema Lernen, ist da was dran?

Man geht in die Schule zum Lernen. Man lernt an der Universität, in der Ausbildung, ja eigentlich lernt man nie aus. Aber wie geht lernen? Ganz einfach beschrieben ist lernen der Übergang von Lerninhalten vom Ultrakurzzeitgedächtnis in das Kurzzeitgedächtnis und dann ins Langzeitgedächtnis. Vieles Gelernte wird wieder vergessen; hier ging wohl der Übergang ins Langzeitgedächtnis schief. Einige schwören zum Lernen auf die Lernkartei, explizit für Vokabeln, manch einer behauptet, bei Musik am besten lernen zu können.

Fakt ist: Lernen kann man das ganze Leben, auch im hohen Alter. Es hält den Geist wach und trainiert den Kopf. Und ja, wir lernen nicht für die Schule, Hans kann auch als Senior immer noch lernen und es kostet Mühe und Zeit.

Wir haben für euch drei essenzielle Tipps zusammengestellt, die euch beim Lernen helfen:

1. Lernziele

Setzt euch erreichbare Ziele. Definiert, was ihr bis wann gelernt haben wollt, und macht dazu einen Plan, der tägliche Lernzeiten, aber auch essen, Erholung und Sport berücksichtigt. Apropos essen: „Voller Bauch studiert nicht gern“, das ist leider sehr wahr. Esst vor dem Lernen lieber weniger und trinkt dafür mehr, sonst ist euer Körper statt mit Denken mit Verdauung beschäftigt.

2. Lernort

Lernen kann man am besten, wenn man sich wohlfühlt. Sucht euch euren persönlichen Lernort, an dem ihr ungestört seid und wo ihr euch wohlfühlt. Achtet auf angenehme Temperierung, es sollte weder zu heiß noch zu kalt sein. Wenn ihr euch leicht ablenken lasst, dunkelt den Raum ab und lasst nur die Schreibtischlampe brennen. Das begrenzt eure Aufmerksamkeit auf den Schreibtisch. Findet heraus, zu welcher Tageszeit ihr am besten lernt. Es gibt Menschen, die morgens um 4 Uhr unglaublich leistungsfähig sind, aber auch diejenigen, die erst abends gegen 23 Uhr zur Hochform auflaufen.

3. Lernmethode

Es gibt verschiedene Methoden, wie man am besten Lerninhalte verinnerlicht. Ob es nun heißt: „von der Hand in den Kopf lernen“, also alles abschreiben, konzentriert lesen und mit einem Textmarker relevante Inhalte anstreichen, Stichpunkte je Absatz, der durchgearbeitet wurde, notieren oder mit Karteikarten Vokabeln oder auch komplexe Vorgänge auswendig lernen. Jeder muss seine Methode finden, wie die Inhalte am besten im Kopf bleiben. Wiederholungen sind dabei auf jeden Fall sinnvoll, die meisten brauchen mehr als einen Versuch, um Lerninhalte im Kopf zu verankern.